Beitragserstattung RV Beiträge

von
HR

Guten Abend

Ein deutscher Staatsangehöriger ist in Südafrika angestellt. Er wird mit einem ruhenden Arbeitsverhältnis in Südafrika für 3 Jahre zu einer Tochtergesellschaft in Deutschland entsendet und ist während dieses Zeitraums in Deutschland versicherungspflichtig. Nach 3 Jahren geht er nach Südafrika zurück.

Frage: Werden die Arbeitnehmerbeiträge zur Rentenversicherung für die 3 Jahre der Entsendung zurückerstattet?

Eine versicherungspflichtige Beschäftigung vor der Auswanderung nach Südafrika lag vor.

Vielen Dank!

HR

von
-_-

:P

Zitiert von: HR

Werden die Arbeitnehmerbeiträge zur Rentenversicherung für die 3 Jahre der Entsendung zurückerstattet?

Eine Beitragserstattung kommt nach § 210 Abs. 1 Nr. 1 SGB 6 nur noch für ausländische Versicherte mit einem gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, die auch nach Anwendung von zwischen- oder überstaatlichen Regelungen nicht zur freiwilligen Versicherung berechtigt sind, in Betracht.

Nach § 210 Abs. 2 S. 1 SGB 6 werden Beiträge nur erstattet, wenn seit dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht 24 Kalendermonate abgelaufen sind und nicht erneut Versicherungspflicht eingetreten ist.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_210R0

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/89288/publicationFile/16797/arbeiten_in_deutschland_und_vertragslosen_ausland.pdf

Experten-Antwort

Die Ausführungen von "-_-" sind nicht zutreffend, da es sich nicht um einen ausländischen sondern einen deutschen Staatsangehörigen handelt.
Ein deutscher Staatsangehöriger ist unabhängig davon, ob er sich in Deutschland oder im Ausland aufhält, in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zur freiwilligen Versicherung berechtigt.
Da eine Beitragserstattung nur möglich ist, wenn man nicht zur freiwilligen Versicherung berechtigt ist, kann sich daher der Bekannte von HR die Beiträge für die Beschäftigung in Deutschland nicht erstatten lassen.

von
RFn

Ich finde auch die Ausführungen von "._. korrekt, weil er dargelegt hat, wer zur Beitragserstattung berechtigt ist.
Im Umkehrschluss ist daraus abzuleiten, dass der Betreffende nicht zur Beitragserstattung berechtigt ist.

Übrigends, wenn zusammen mit den Beiträgen vor der Auswanderung die allgemeine Wartezeit von 60 Kalendermonaten erfüllt ist, gibt es sowieso keine Beitragserstattung, sondern später eine Regelaltersrente.
Nur wenn beim Erreichen der Regelaltersgrenze die 60 Monate nicht zusammenkommen, wäre eine Erstattung möglich.

Experten-Antwort

Hallo RFn,

ich hatte mit meinen Ausführungen nicht gemeint, dass es sich um rechtlich falsche Aussagen von "-_-" handelt - was sie ja definitiv nicht sind -, sondern dass die Aussagen für die Fragestellung nicht zutreffend sind. Nachdem es sich beim Bekannten von HR um einen deutschen Staatsangehörigen handelt, beantwortet "-_" eben nicht die Anfrage. Für die richtige Lösung muss man - wie Sie ausgeführt haben - erst den Umkehrschluss aus den Aussagen ziehen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 23.02.2011, 17:38 Uhr]