Beitragslücke

von
suse

Guten Morgen,
Anfang des Jahres wurde für mich, für den Zeitraum von 19 Tagen kein Rentenversicherungsbeitrag abgeführt, so das da praktisch eine Lücke in meinem Versicherungsverlauf entstanden ist. Inwieweit beeinflußt das meinen Anspruch auf EM-Rente? Danke

von
Gert

Gar nicht.Es handelt sich bei dem Tatbestand nicht um eine Lücke im Sinne der Rentenversicherung.Sobald ein Monat teilweise mit rentenrechtlichen Zeiten belegt ist,gilt dieses als belegt.

Eine Lücke wäre nur dann gegeben,wenn mehr als ein VOLLER Monat ohne rentenrechtliche Zeiten vorliegt.

von
Wolfgang

Hallo Gert,

grundsätzlich richtig, aber die klitzekleinen Feinheiten ...

> Eine Lücke wäre nur dann gegeben,wenn mehr als ein VOLLER Monat (...)

nicht MEHR, der nächste Monat muss nicht angekratzt sein, damit es ein 'mehr' wird, MINDESTENS (ein voller Monat) reicht schon ;-)

Gruß
w.
PS: haben Sie auch so einen 'merkwürdigen' separaten Editor, der bei Interpunktion das folgende Leerzeichen (wie bei FF) aussortiert ? ;-)

von
Chris

Und was bewirkt diese mindestens ein Monat andauernde Beitragslücke in der Rentenversicherung dann? Außer natürlich eine um die fehlenden Beiträge niedrigere Rente.

von
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Eine Beitragslücke kann sich negativ auswirken auf die sogenannte Anwartschaftserhaltung.

Der Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung setzt - neben der Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen - voraus, dass der teilweise oder voll erwerbsgeminderte Versicherte
– in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit hat und
– vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt hat.

Durch einen Kalendermonat Beitragslücke wird der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente in der Regel nicht gefährdet, sofern anschließend wieder aufgrund einer abhängigen Beschäftigung Pflichtbeiträge gezahlt werden.

Probleme können dann entstehen, wenn eine Sonderregelung zur Prüfung der Voraussetzungen der Erwerbsminderungsrente geprüft werden. Die sogenannte Anwartschaftserhaltung.

Sofern die Anspruchsvoraussetzung "in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeitragszeiten haben" nicht erfüllt ist, sind die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllt, wenn
– vor dem 01.01.1984 die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt war und jeder Kalendermonat vom 01.01.1984 bis zum Kalendermonat vor Eintritt der Erwerbsminderung mit Anwartschaftserhaltungszeiten belegt ist.

Sofern eine Monat Beitragslücke vorliegen würde und keine andere rentenrechliche Zeit anzurechnen ist, kann künftig diese Anwartschaftserhaltung nicht mehr angewendet werden.

Dies sollte aber im Einzelfall überprüft werden. Immer weniger Versicherte können aufgrund der Erwerbsbiografie, diese Regelung nutzen.