Beitragspflicht für Nachzahlung aus Beamtenverhältnis

von
Michael Becking

Liebes Expertenforum
Mit Ablauf des 31.12.2015 wurde ich als Beamter wegen Erreichens der Antragsaltersgrenze in den Ruhestand versetzt. Seit dem 01.01.2016 arbeite ich bei meinem früheren Dienstherrn in einem Angestelltenverhältnis mit 12 Wochenstunden. In diesem Angestelltenverhältnis besteht Beitragspflicht zur Arbeitslosenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt den hälftigen Beitrag zur Rentenversicherung.
Im Februar erhielt ich eine Nachzahlung wegen geleisteter Mehrarbeit aus dem Beamtenverhältnis. Die Personalabteilung wickelte die Zahlung über das neue Angestelltenverhältnis ab mit der Folge, dass Beiträge zur Arbeitslosenversicherung anfielen. Auf meine Nachfrage wurde mir mitgeteilt, ich müsse dies hinnehmen. Nach meiner Auffassung hätte die Zahlung sozialversicherungsfrei erfolgen müssen, da es sich um eine Nachzahlung aus einem nicht versicherungspflichtigen Dienstverhältnis handelt. Auch die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung wurden m.E. zu Unrecht entrichtet.
Wie beurteilen die Experten dieses Forums die Rechtslage?
Mit freundlichen Grüßen
Michael

Experten-Antwort

Hallo Michael Becking,

ich teile Ihre Rechtsauffassung, das heißt die Nachzahlung aus dem Beamtenverhältnis hätte nicht über das Angestelltenverhältnis abgerechnet werden dürfen.

Damit sind die Sozialversicherungsbeiträge zu Unrecht gezahlt.

Sie sollten sich daher nochmal mit Ihrer Personalstelle in Verbindung setzen.

Sollte dies zu keinem Ergebnis führen, dann wenden Sie sich bitte an die zuständige Krankenkasse, da diese als Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag über die Versicherungs- und Beitragspflicht in allen Sozialversicherungszweigen entscheidet.

von
W*lfgang

Ergänzend:

Wenn Sie bei Ihrem Arbeitgeber nicht weiterkommen, nehmen Sie diesen Vordruck und schicken ihn an die KK, an die die Beiträge abgeführt worden sind:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_antraege/_pdf/V8225.html

Sie beantworten nur die Fragen, die für Sie als Arbeitnehmer gelten - der AG muss nicht beteiligt werden.

Gruß
w.

von
Michael Becking

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten

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