Beitragszahlung zum Ausgleich von Rentenabschlägen

von
Winter

Bestandteil des "Verabschiedungsprogramms" älterer Angestellten im öffentlichen Dienst war auch die Übernahme der Rentenbeiträge zum Ausgleich der Rentenabschläge.
Dazu sollte seitens der potentiellen Rentner ein Zuarbeit erfolgen in Form der verbindlichen Berechnung durch die Rentenversicherung über die genaue Summe.
Das wurde jedoch krankheitsbedingt versäumt und der Arbeitgeber hat den Beitrag zum Ausgleich der Rentenabschläge nicht eingezahlt.
Die gekürzte Rente wird nun seit einem Jahr gezahlt jetzt und erst fiel dieses fatale Versäumnis auf.
Was lääst sich jetzt noch machen?

von
W*lfgang

Hallo Winter,

>Bestandteil des "Verabschiedungsprogramms" älterer Angestellten im öffentlichen Dienst war auch die Übernahme der Rentenbeiträge zum Ausgleich der Rentenabschläge.

Achjah ? ...wäre mir neu. Ich kenne nur die tarifvertragliche 'Ausgleichszahlung' bei ATZ-Vereinbarungen im ÖD.

> Dazu sollte seitens der potentiellen Rentner ein Zuarbeit erfolgen in Form der verbindlichen Berechnung durch die Rentenversicherung über die genaue Summe.

Zuarbeit in Form verbindliche Berechnung der Rentenversicherung - hm, sind Sie sicher, das Sie wissen, wovon Sie reden ? ;-) Erklären Sei das bitte genau, so hat ergibt das keinen Sinn ...

> Das wurde jedoch krankheitsbedingt versäumt und der Arbeitgeber hat den Beitrag zum Ausgleich der Rentenabschläge nicht eingezahlt.
Die gekürzte Rente wird nun seit einem Jahr gezahlt jetzt und erst fiel dieses fatale Versäumnis auf.

Das eine Rente gekürzt gezahlt wird, sollte eigentlich SOFORT auffallen.

> Was lääst sich jetzt noch machen?

Regress ?! ...im Hinblick auf diese (doch sehr ungewöhnlichen) Vertragsmodalitäten - oder gelten die arbeitsvertraglichen Regelungen wegen Arbeitgeberversäumnissen nicht mehr ?

Gruß
w.

von
RFn

Es handelt sich hierbei um den § 187a SGB VI - Zahlung von Beiträgen bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters -
Dazu war der Vordruck V210 vom Versicherten an den zuständigen Rentenversicherungsträger zu richten. Dieser teilte dann die einzuzahlende Summe mittels Bescheid mit. Diese Summe wäre vom AG gezahlt worden.
Da der Antrag nicht gestellt wurde und die Rente bereits gezahlt wird, dürfte hier dieser Zug abgefahren sein.
Höchstens wenn Sie nachweisen können, dass Sie durch die Krankheit wirklich zur Wahrnehmung Ihrer Geschäfte verhindert waren (das dürfte nur der Fall sein, wenn Sie im Koma lagen), könnten Sie etwas unter dem Stichwort "Wiederherstellungs des sozialrechtlichen Anspruchs" unternehmen.

Experten-Antwort

Hallo Winter,

sofern der Versicherte noch nicht die Regelaltersgrenze erreicht hat, ist eine einmalige Zahlung nach § 187a SGB VI noch möglich. Allerdings sollte er sich vorher schriftlich vom Rentenversicherungsträger eine Auskunft über die Höhe der zu entrichtenden Beiträge erstellen lassen. Dies ergibt sich aus § 109 Abs. 3 Nr 4 SGB VI.

Ebenfalls sollte er sich bezüglich des Sachverhaltes mit seinem ehemaligen Arbeitgeber in Verbindung setzen.