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Beitragszeiten vor 1973

von
Christine R.

Die Anfrage ist für eine Dame die jetzt 65 Jahre alt wird. Bis 1972 war ich Arbeitnehmer und als Angestellter beschäftigt. Ab 1973 wechselte ich den Beruf und war bis jetzt Beamter. Da ich
60 Pflichtbeiträge vor meinem Wechsel bereits erfüllt hatte, möchte ich auch jetzt meine gesetzliche Rente beantragen. Jetzt da es um die Kontenklärung geht, wurde festgestellt, dass ich gar keine Versicherungsnummer habe.

von
Hitzeopfer

Am besten wenden sie sich umgehend an eine Auskunft- und Beratungsstelle. Nehmen Sie alle Versicherungsunterlagen mit und lassen Sie einen Rentenantrag auf die Regelaltersrente aufnehmen. In diesem Zusammenhang wird Ihr Versicherungsleben geklärt und auch eine Versicherungsnummer vergeben.

von
Christine R.

Früher gab es wohl Versicherungskarten. Wenn mir aber keine mehr vorliegen? Ich habe auch keine Lohnabrechnungen mehr. Gilt somit diese Zeit als nicht gearbeitet?

von
Schade

Folgen Sie trotzdem dem Rat von Hitzeopfer und geben im Rentenantrag die Zeiten so genau, wie es nach Ihrer Erinnerung noch geht an.

Dann prüft die DRV ob sich die Zeiten ermitteln lassen (Kartenarchiv, über Krankenkassen, etc...).
Und am Ende des Verfahrens wissen Sie ob die Nachforschungen erfolgreich waren....mehr kann man im Forum dazu nicht sagen.

....wenn Sie zur Beratung gehen und sagen: ich habe nichts und ich weiß nichts mehr, dann kann man natürlich wenig helfen, denn der / die Berater/in weiß ja auch nicht wann und wo Sie früher tätig waren.....

Experten-Antwort

Da Sie in Kürze das 65. Lebensjahr vollenden, sollten Sie - wie "Hitzeopfer" und "Schade" bereits geschrieben haben - so schnell wie möglich einen Rentenantrag stellen. Nachdem Sie über Ihre Zeiten keine Unterlagen mehr haben, müssen Sie zu den Beschäftigungen möglichst genaue Angaben bezüglich Arbeitgeber, Krankenkasse und Beschäftigungszeitraum machen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Beschäftigungszeiten bis zum 31.12.1972 in Versicherungskarten eingetragen wurden. Volle Karten wurden aufgerechnet und waren an die Rentenversicherung zurückzugeben. Es kann daher sein, dass für Sie bei der Rentenversicherung noch Versicherungskarten eingelagert sind. Falls ja, müssten Sie vermutlich bei der DRV Bund sein, weil Sie als Angestellte beschäftigt waren.

U. U. können verlorene Versicherungskarten ersetzt werden, d. h. die maßgebenden Zeiten können anerkannt werden, wenn die Beschäftigungszeit, das Arbeitsentgelt und die Beitragszahlung nachgewiesen sind. Für diese Prüfung wird Ihr Rentenversicherungsträger ggf. die damaligen Arbeitgeber und Krankenkassen anschreiben. Problematisch könnte allerdings sein, dass die Zeiten so weit zurückliegen und daher die Aufbewahrungsfristen eigentlich schon abgelaufen sind.

von
-_-

Zitiert von: Christine R.

Die Anfrage ist für eine Dame die jetzt 65 Jahre alt wird. Bis 1972 war ich Arbeitnehmer und als Angestellter beschäftigt. Jetzt, da es um die Kontenklärung geht, wurde festgestellt, dass ich gar keine Versicherungsnummer habe.

Versicherungsnummern gab es erst ab ca. 1972. Wenn Sie zu der Zeit bereits keine Versicherungskarte mehr zum Umtausch eingereicht haben, weil Sie Beamter waren, kann es gut sein, dass seinerzeit keine Versicherungsnummer mehr vergeben worden ist. Die zum Umtausch gelangten Versicherungskarten lagern im Kartenarchiv Ihres Versicherungsträgers. Sie können ganz unbesorgt sein und den Rentenbescheid nach der Antragstellung abwarten.

von
W*lfgang

> Die zum Umtausch gelangten Versicherungskarten lagern im Kartenarchiv (...)

Öfter ist es leider so, dass die letzte VK eben nicht mehr zum Umtausch vorgelegt worden ist, - meistens in Kombination mit dem Ende der versicherten Tätigkeit zu dieser Zeit -, anschließend zu Hause gelagert wurde und im Laufe der Jahre dann abhanden gekommen ist.

Experte sagte es, die Aufbewahrungsfristen für beweisende Daten bei den maßgeblichen Stellen sind lange rum. Da helfen nur wirklich eindeutige Beweisführungen/Glaubhaftmachung (Eidesstattliche Versicherungen mit stichhaltigem Inhalt von engsten ArbeitskollegInnen/dem Arbeitgeber, unterstützend eine Bescheinigung über eine Pflichtmitgliedschaft in dieser Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung), ehe diese neuzeitlich 'verlorenen' Zeiten wieder hergestellt werden.

Gruß
w.

- Versicherungsnummern gab es erst ab ca. 1972.

Die 'grauen' Pappen/Versicherungsausweis tragen ein älteres Datum der ersten Versicherungsnummer ;-) ...da fehlte aber noch die 3. Zahl/die Prüfziffer am Ende. Gut, es waren nur 2-3 (?) Jahre früher. Die Anträge auf Vergabe einer Versicherungsnummer liefen ab 69/70 (?) ...den archivierten Mist muss ich auch mal aussondern ;-))