bekomme keine EM-Rente

von
duggy

Hallo,Ich bin seit 2005 an Krebs erkrankt,habe 2006 eine wieder Eingliederung gemacht und ende 2006 wieder erneut erkrankt.Der Krebs hat sich in die Knochen gesetzt,meine Lendenwirbel sind verschlissen,meine Rechte Hüfte habe ich Arthrose und habe Bronchialasthma.die Em-Rente habe ich im April2007 beantragt und wurde auch wegen der Verschlimmerung Entlassen.Ich komme nicht mal in meine Haushalt allein zurecht(habe 2 Kinder 13+5Jahre alt,der 5Jährige hat ADS),Kann nicht lange Sitzen und auch nicht lange Stehen.Die LVA meint aber ich könne 6STunden und mehr arbeiten.nun soll ich in Berufung gehen.
Was kann ich machen?
Die neusten Unterlagen sind immer zur LVA gegangen.

von
Corletto

Legen Sie Widerspruch ein und lassen Sie sich vom VDK/SoVD oder einem Fachanwalt für Sozialrecht gegenüber der LVA vertreten.

Holen Sie sich neuste Atteste/Befundberchte ihrer behandelnden Ärzte und legen Sie diese dem Widerspruchsschreiben gleich bei.

von
duggy

hatte ich schon 2x gemacht und auch einen Anwalt eingeschaltet,die neusten Befunde haben sie auch schon und trotzdem soll ich laut LVA 6STD und mehr arbeiten.
Wie soll ich denn noch beweisen,dass ich es nicht kann?

von
Corletto

Im Prinzip haben Sie keine Möglichkeit ihre Erwerbsminderung zu " beweisen " und darum geht es ja auch gar nicht.

Sie können nur ihrerseits ärztliche Unterlagen vorlegen , die ihr Rentenbegeheren unterstützen.

Die RV muss diesen aber eben nicht folgen und kann eine andere Meinung dazu vertreten.

Wenn ihr Widerspruch abgelehnt wurde , hat ihr Anwalt doch sicher eine Klage vor dem Sozialgericht angeleitet oder etwa nicht ??

Sie können dann dieses Gerichtsverfahren nur abwarten und hoffen, das der Richter ihrer Einschätzung folgt und ihnen eine EM-Rente letzlich zuerkennen wird.

Aber wie heisst es so schön :

"Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand "

Wird ihre Klage abgewiesen , können und sollten Sie natürlich sofort wieder einen neuen Rentenantrag stellen und das gesamte Verfahren beginnt von vorne und vielleicht haben Sie dann Glück und bekommen dann die Rente - quasi im 2. Anlauf !

Viel Erfolg !

von
duggy

Danke,werde ich wohl oder übel machen müssen.
Denn die Klage ist auch abgewiesen worden,hatte das Schreiben am Freitag bekommen.

Das schlimme ist nur,hat man Depressionen(wie eine Freundin),
bekommt man ohne weiteres die EM-Rente,ohne Widerspruch.Hat man aber Krebs und noch andere Sachen und ist erst 41 Jahre,hat man ausgespielt und man muss erst den Kopf unter den Arm haben.
Ich hätte mal lieber einen Antrag wegen Drepri stellen sollen,dass ist wenigstens nicht nachvollziehbar bar. :-)

Es ist kein wunder,dass so viele Leute sauer auf das Rechtswesen sind.

Naja, vielleicht Lebe ich ja doch noch lang genug um wenigstens 1nen Tag EM-Rente zu bekommen.

von
V wie Vendetta

Sehen Sie Duggy Sie sind nicht so krank wie es die Gesetze der DRV vorsehen.Wer also noch mindestens 6 Stunden täglich arbeiten kann also nach dem Gesetz der ist doch noch super dran.Ob es allerdings für Sie einen Arbeitsplatz gibt der genügend Rücksicht auf Ihre Erkrankung nimmt hat die DRV nicht zuvertreten.Dieser Satz gefällt mir persönlich immer ganz besonders in einem Ablehnungsbescheid.Ihr weiteres Problem Duggy ist,daß Sie nicht prominet sind.Denn dann, dann würden Sie geholfen.Wären Sie z.B.vor kurzem beim Skifahren verunglückt und hätten dabei einen Toten hinterlassen dann hätte man für Sie alles getan Sie wieder auf die Beine zubekommen.Aber so.

von
Corletto

Sie haben insofern recht, das bei psychischen Erkrankungen
häufiger eine EM-Rente gezahlt wird, als bei Krebserkrankungen.

Vielfach führt auch eine Krebserkrankung erst zu einer psychischen Erkrankung und damit erst zur Berentung.

Unterschätzen Sie aber bitte ine schwere Depression nicht. Diese ist defintiv lebensbedrohend und da ich beides habe kann ich ihnen klar sagen , das diese weitaus schlimmer für mich als die bösartige Krebserkrankung !

Habe persönlich auch beide Erkrankungen ( und noch einige mehr ) und habe auch erst im Widerspruchsverfahren
die EM-Rente zuerkannt bekommen.

Die psychischen Erkrankungen führen mittlerweile die Statsitik der Krankheiten an , welche zu einer EM-Rente führen .

Allerdings " nur " mit einer Depression alleine wird man auch schwerlich heutzutage noch eine EM-Rente erhalten, da Depressionen ja in Episoden ( also zeitlich begrenzt ) verlaufen und somit nicht permanent bestehen.

Meistens sind bei Depressionen auch immer noch andere psychische Erkrankungen im Spiel ( Persönlichkeiststörung, Borderline , Psychose , Schizophrenie etc. ) und diese zusätzlichen Erkrankungen führen dann letztlich zur Berentung.

Ihnen bleibt also nur der - beschwerliche - Weg eines völlig neuen EM-Rentenantrages.

Hierzu ist von ganz entscheidénder Bedeutung , das Sie NEUE, aktuellste, der RV bsiher nicht bekannte ärztliche Atteste/Befundbericht ihrer behandelnden FACHärzte im neuen Verfahren vorlegen.

Umso mehr und von soviel Ärzten wie nur möglich - umso besser.

Dann können Sie nur hoffen, das vielleicht von einem Gutachter begutachtet werden der ihre Erkrankungen erkennt und entsprechend bewertet.

Viele Erfolg auf jeden Fall.

von
duggy

tja, das mit der Depri,wollte ich ihnen nicht zu nahe treten. Aber wenn man,wie bei meiner Freundin,sieht,wie sie alles machen kann,Ihre Familie versorgen,ins Kino gehen un noch vieles mehr,dann kann man vieles nicht mehr verstehen.

Ich möchte Ihnen nur noch mal sagen,dass sie es nicht persönlich nehmen sollen,es giebt ja auch ausnahmen.

Ich werde es mit dem neuen Antrag noch mal versuchen und hoffen,dass die DRV ein wenig einsehen haben.

Denn es wird immer nur die Reha von Januar 2006 bewertet,wo ich zu guter letzt danach auch wieder gearbeitet hatte.
Ab November 2006 wurden meine Beschwerden wieder schlimmer und ich musste eine EM-Rente laut Arbeitgeber und Arzt einreichen.
Nun bin ich gekündigt und bekommen auch keine EM-Rente.Habe Schwierigkeiten überhaupt alles auf die Reihe zu bekommen und die Ärzte hier können mir auch nicht helfen.
Die meinten,ich solle mich nicht so anstellen.
Ich hatte in den letzten halben Jahr 2x eine Op und trotzdem solle ich mich nicht so anstellen.Währe ja alles halb so schlimm.

Trotzdem möchte ich mich bei Ihnen herzlichst bedanken für die Nette Antwort und wünsch Ihnen noch alles Gute

Experten-Antwort

Soweit Widerspruch und Klage bereits zurückgewiesen wurden, bleibt-wie bereits ausgeführt wurde-die Möglichkeit erneut einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen.