Berechnung des Überganggeldes bei Umschulung

von
Adrian

Hallo ersteinmal ,
meine Frage welche ich habe geht eigentlich darum , wie sich die berechnung des Überganggeldes vollzieht da mein letztes Arbeitsverhältniss doch eher dubios war .
Im Klartext , da ich handwerker bin und seit Jahren , bin ich nun bedauerlicherweise erkrankt und es ist keine besserung in sicht .
In mein vorhandendes arbeitsverhältniss in dem ich zuletzt tätig war war mein Brutto verdienst 850€ auch so vorerst angemeldet , nach tarifvertrag aus einer vollzeitanstellung bei ca 15 € währen es ca 2350€ zuletzt habe ich krankengeld erhalten dabei erhielt ich aus dem oben genanten job ca 600€ das würde ja eigentlich heissen das ich wenn ich eine Umschulung beantragen würde ca 500€ erhalten würde, jedoch habe ich gelesen das irgendwie mit eingerechnet wird wenn es eine vollzeittätigkeit währe , leider waren es in den vergangenden jahren immer nur ca 100 bis 120 stunden beschäftigungen , würde mich freuen wenn mir jemand diesbezüglich weiter helfen könnte .

vielen Dank

von
Herz1952

Hallo Adrian,

mal ganz unverbindlich. Ich kenne einen ähnlichen Fall, bei dem das Übergangsgeld nach dem tariflichen/ortsüblichen Lohn berechnet wurde.

Voraussetzung war:
1. Eine abgeschlossene Berufsausbildung
2. Danach ALG I (Grundlage Ausbildungsbeihilfe)
3. Freiwilliges Soziales Jahr mit vorangegangener Unterbezahlung der Tätigkeit in der Institution des FSJ (Krankenpflege) beides Vollzeit
4. ALGI + Aufstockung Hartz 4
5. Weiterbildungsmaßnahme/Umschulung Hartz IV - 6 Monate mit Übergansgeld auf Grundlage der abgeschlossenen Berufsausbildung.

Es besteht also die Hoffnung, dass bei Ihnen - abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt - der Lohn hierfür Grundlage des Übergangsgeldes ist.

Vorschlag: Erkundigen Sie sich beim Leistungsträger dieser Umschulung.

Herz1952

von
GroKo

Zitiert von: Herz1952

Hallo Adrian,

mal ganz unverbindlich. Ich kenne einen ähnlichen Fall, bei dem das Übergangsgeld nach dem tariflichen/ortsüblichen Lohn berechnet wurde.

Voraussetzung war:
1. Eine abgeschlossene Berufsausbildung
2. Danach ALG I (Grundlage Ausbildungsbeihilfe)
3. Freiwilliges Soziales Jahr mit vorangegangener Unterbezahlung der Tätigkeit in der Institution des FSJ (Krankenpflege) beides Vollzeit
4. ALGI + Aufstockung Hartz 4
5. Weiterbildungsmaßnahme/Umschulung Hartz IV - 6 Monate mit Übergansgeld auf Grundlage der abgeschlossenen Berufsausbildung.

Es besteht also die Hoffnung, dass bei Ihnen - abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt - der Lohn hierfür Grundlage des Übergangsgeldes ist.

Vorschlag: Erkundigen Sie sich beim Leistungsträger dieser Umschulung.

Herz1952


Sinnloses Gestammel, mal wieder den Anfrager in die Irre geführt.

von
Herz1952

GroKo,

mal ohne Spaßfaktor. Ist ein tatsächlicher Fall. Und wer das Übergangsgeld bezahlt, weiß doch am besten Bescheid.

Habe gestern Abend im WDR-Fernsehen die Sendung "IRRE" geschaut. Hat wirklich Spaß gemacht. Fazit: Das Problem sind die Normalen. Wir beide sind also nicht das Problem.

Herz1952

von
GroKo

Zitiert von: Herz1952

GroKo,

mal ohne Spaßfaktor. Ist ein tatsächlicher Fall. Und wer das Übergangsgeld bezahlt, weiß doch am besten Bescheid.

Habe gestern Abend im WDR-Fernsehen die Sendung "IRRE" geschaut. Hat wirklich Spaß gemacht. Fazit: Das Problem sind die Normalen. Wir beide sind also nicht das Problem.

Herz1952


Kein Problem ;- )))))))))

Experten-Antwort

Hallo Adrian,

zunächst ist für die Berechnung des Übergangsgeldes bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) ihr tatsächlicher Lohn aus der letzten Beschäftigung zugrunde zu legen. Dabei wird das Übergangsgeld wie bei einer medizinischen Rehabilitation ermittelt.

Berechnungsgrundlage ist aber bei LTA mindestens das tarifliche oder ortsübliche Arbeitsentgelt, dass Sie ohne Ihre Behinderung nach Ihren beruflichen Fähigkeiten und Ihrem Lebensalter hätten erzielen können.

Auf das ortsübliche Arbeitsentgelt ist nur zurückzugreifen, wenn eine tarifliche Regelung fehlt. Für die meisten Beschäftigungen, insbesondere im Bereich der Arbeiterrentenversicherung, bestehen tarifvertragliche Vereinbarungen, auch über die Höhe des Arbeitsentgeltes. Der Ermittlung des ortsüblichen Arbeitsentgeltes ist deshalb in der Praxis kaum Bedeutung beizumessen. Das tarifliche Arbeitsentgelt ist möglichst beim letzten Arbeitgeber zu erfragen. Gehört der letzte Arbeitgeber der vorgegebenen Branche nicht an oder kann er zu dem von dem Rentenversicherungsträger vorgegebenen Beruf kein Tarifentgelt angeben, sind die Informationen vom Tarifregister einzuholen. Das Tarifregister wird für jedes Bundesland gesondert geführt, ausführende Stelle ist regelmäßig das für den Geschäftsbereich "Arbeit" zuständige Ministerium. Gegebenenfalls können die Daten auch von der Agentur für Arbeit eingeholt werden.

Grundlage für die Berechnung des Übergangsgeldes ist das tarifliche Arbeitsentgelt, das für den vom Rentenversicherungsträger vorgegebenen Beruf für den letzten Kalendermonat vor Beginn der Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben gilt (= Bemessungszeitraum). Damit wird sichergestellt, dass das aktuelle tarifliche Entgelt berücksichtigt wird.

Es ist das Tarifentgelt/ortsübliche Entgelt für Vollzeitbeschäftigte zugrunde zu legen, auch wenn Sie zuletzt teilzeitbeschäftigt war.

Das Tarifentgelt wird auf die Dauer eines Jahres umgerechnet. Sieht der Tarifvertrag Einmalzahlungen vor, sind diese als tarifliche Arbeitsentgelte mit zu berücksichtigen.

Zur Berechnung des jährlichen Tarifentgeltes wird ein monatliches Tarifentgelt mit zwölf multipliziert. Ein stündliches Tarifentgelt ist zunächst mit der nach dem Tarifvertrag geltenden wöchentlichen Arbeitszeit und das Ergebnis anschließend mit 52 zu multiplizieren. Die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung ist zu beachten.
Von dem so berechneten jährlichen Tarifentgelt sind 65 v.H. zu ermitteln. Dieser Jahresbetrag ist durch 360 zu teilen, das Ergebnis ist die Berechnungsgrundlage.

Damit eine abschließende Berechnung Ihres Übergangsgeldes erfolgen kann benötigt der Rentenversicherungsträger das Formular G550:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/217572/publicationFile/64312/G0550.pdf

Zur Berechnung des Übergansgeldes möchte ich als Information auch auf einen früheren Eintrag im Forum verweise:

https://www.ihre-vorsorge.de/no_cache/forum.html?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=1967&tx_mmforum_pi1%5Bsword%5D=%C3%9Cbergangsgeld#pid117139

von
Adrian

Ann alle nochmal vielen dank für eure mühe denke das mir diese Beiträge weitergeholfen haben .

mfg