Berechnung Überganggeld

von
Schmitt

Ich habe eine Frage zur Berechnung des überganggeldes. Bis zum 30.4.2013 war ich in einer Teilzeitbeschäftigung gemeldet. Bin aber seit dem 24.4.2013 krankgeschrieben und seit dem 1.10.2014 nehme ich an der Maßnahme zur teilhabe am Arbeitsleben teil. Da es eine Vollzeitmaßnahme ist. Muss ja praktisch mein Gehalt auf Vollzeit berechnet werden. Ich lese aber als was über Tarifgehalt, bin aber nicht nach Tarif bezahlt worden. Kann mir jemand sagen, nach was es denn jetzt berechnet
wird ? Hab die ganze Zeit Krankengeld erhalten vorher. Vg

Experten-Antwort

Hallo Schmitt,

bei Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben erfolgt die Berechnung des Übergangsgeldes nach dem Arbeitsentgelt aus der letzten Beschäftigung, sofern diese innerhalb der letzten 3 Jahre vor Beginn der Maßnahme ausgeübt wurde. Gleichzeitig erfolgt immer der Vergleich mit dem Tarifentgelt aus der erlernten bzw. überwiegend ausgeübten Tätigkeit, die aufgrund der gesundheitlichen Situation nicht mehr fortgeführt werden kann. Der höhere Wert wird bei der Übergangsgeldberechnung zugrunde gelegt.

von
Schmitt

Für meinen Beruf gibt es keinen Tarif. Wird dann mein Teilzeitentgeld in Vollzeit umgerechnet und
davon, das Übergangsgeld berechnet ?

Experten-Antwort

Hallo Schmitt,

bei der Ermittlung des tariflichen Arbeitsentgeltes ist es grundsätzlich nicht von Bedeutung, in welchem zeitlichen Umfang die Tätigkeit ausgeübt wurde. Das Übergangsgeld ist grundsätzlich aus dem vollen Tariflohn zu berechnen.

Sofern der Tätigkeit im Ausnahmefall tatsächlich kein Tarif zugeordnet werden kann, besteht die Möglichkeit, die Feststellung der Berechnungsgrundlage auf der Basis eines ortsüblichen Arbeitsentgeltes vorzunehmen. Darunter versteht man die Vergütung für eine ähnliche Beschäftigung mit gleicher sozialer Stellung und Lebensalter, die vom Rentenversicherungsträger zu ermitteln ist. Auch in diesen Fällen wird eine Berechnung aus einem vollen Arbeitsentgelt zugrunde gelegt.

Da diese Berechnung nur in Ausnahmefällen vorgesehen ist, empfehlen wir diesbezüglich eine Rückfrage bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger.

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