< content="">

Berechnung Übergangsgeld nach Tarifgehalt

von
Koulchen

Hallo,

kann mir bitte jemand sagen, ob meine nachfolgende Berechnung des Übergangsgelds bei LTA (und zwar Alternativberechnung nach Tarifvertrag) korrekt ist?

Tarifgehalt inkl. sonstiger Bestandteile wie Weihnachts- und Urlaubsgeld etc. (Regelentgelt), davon 65 % = Berechnungsgrundlage, davon 68 % (keine Kinder) = Brutto-Übergangsgeld. Davon 65 % pauschal sind das Netto-Übergangsgeld, oder sehe ich das falsch?

Das würde dann also heißen, daß im Endeffekt vom Brutto-Tarifentgelt nur 28,73 % als Netto-Übergangsgeld ausbezahlt werden - oder mache ich da einen Denkfehler?

Gibt es die monatliche Verpflegungspauschale von EUR 70,30 eigentlich auch bei internatsmäßiger Unterbringung mit kostenfreiem Mensa-Essen, oder entfällt sie dann?

Vielen Dank!

Gruß
Koulchen

Experten-Antwort

1.Berechnungsgrundlage für das Übergangsgeld sind 65 Prozent des auf ein Jahr bezogenen tariflichen oder ortsüblichen Arbeitsentgelts; für den Kalendertag ist der 360. Teil dieses Betrages maßgebend.

Das Übergangsgeld beträgt dann 68 Prozent des maßgebenden Betrages.

Beispiel:

Jährliches Tarifentgelt = 29.627,80 Euro

29.627,80 Euro x 65 v.H. = 19.258,07 Euro : 360 = 53,49 Euro,
Berechnungsgrundlage = 53,49 Euro,
davon 68 v. H. = 36,37 Euro.

2. Einen Zuschuss zu den Kosten des Mittagessens (Verpflegungskostenzuschuss) gibt es bei internatsmäßiger Unterbringung nicht.

von
Koulchen

Hallo Experte,

danke - soweit alles klar. Aber wie ist das jetzt mit brutto und netto? Von den 36,37 EUR im Beispiel bekommt der Leistungsempfänger netto doch nur 65 % raus, weil pauschal vom Brutto 35 % abgezogen werden, habe ich an anderer Stelle hier im Forum gelesen. Oder liege ich da falsch?

Viele Grüße
Koulchen

Experten-Antwort

Ja!

Mit &#34;Brutto&#34; ist das volle tarifliche Entgelt gemeint, das zu Grunde gelegt wird. &#34;Netto&#34; sind daher die 65 v. H., die als &#34;Berechnungsgrundlage&#34; maßgebend sind. Wenn Sie so wollen, werden pauschal 35 v. H. als &#34;Abzüge&#34; angesetzt. Die maßgebende Berechnungsgrundlage wird nicht noch einmal &#34;gekürzt&#34;. Es wird vielmehr die maßgebliche Vorschrift für die &#34;Höhe des Übergangsgeldes&#34; - wie bei anderen Berechnungsgrundlagen auch - angesetzt.

von
Koulchen

Hallo Experte,

vielen Dank! Jetzt sehe ich endlich klarer.

Gruß
Koulchen

von
Nora

ich hätte hierzu auch noch eine Nachfrage:

wird bei dem tariflichen bzw. ortsüblichen Jahresgehalt von einer 40-Stunden-Vollzeittätigkeit ausgegangen, auch wenn man zuletzt aus gesundheitlichen Gründen nur 30 Stunden gearbeitet hatte?
Oder ist die Berechnungsgrundlage, wenn man nun seit 2 J. arbeitslos ist und ALG2 bekommt, sowieso dann das ALG2 oder das letzte ALG1 oder bekommt man dann gar kein Ü-Geld, sondern weiter ALG2 während einer LTA-Maßnahme?

Danke,
Nora

Experten-Antwort

Guten Morgen Nora,
bei der Berechnung Ihres Übergangsgeldes sind zwei Berechnungen durchzuführen.
Zum einen die Berechnung aus dem tatsächlich erzielten Entgelt (von vor 2 Jahren) zum anderen aus dem tariflichen/ortsüblichen Entgelt im Umfange einer Vollzeitbeschäftigung. Der höhrere Betrag wird maßgebend sein.
Die Weiterzahlung des Alg II erfolgt nicht bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.