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Bericht in der Frankenpost

von
Frankenpost-Leser

Hallo,

soeben habe ich folgenden Bericht in der Frankenpost gelesen:

http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/ofrbay/art2389,808757

Zum vorliegenden Fall und dem Urteil kann ich keine Aussagen machen, aber zumindest sollte die Frankenpost (regionale oberfränkische Zeitung) doch auf dem aktuellen Stand der Dinge sein. Da liest man noch immer von der DRV Ober- und Mittelfranken....

Was mich auch noch interessieren würde? Man liest, dass die Kindererziehungszeiten beim Mann keine Auswirkungen auf die Rentenhöhe haben, da dieser keine Lücken hätte. Das ist doch Quatsch, oder? Sind Kindererziehungszeiten nicht immer rentensteigernd? Werden die hier vielleicht mit den Berücksichtigungszeiten verwechselt?

von
Wolfgang Amadeus

Kindererziehungszeiten erhalten pro Monat 0,0833 Entgeltpunkte.

Liegen neben den Kindererziehungszeiten Beiträge, werden diese 0,0833 Entgeltpunkte für Kindererziehunungszeiten zusätzlich zu den Entgeltpunkten aus den Beitragszeiten angerechnet.

Jedoch dürfen insgesamt in den einzelnen Monaten die Entgeltpunkte nicht überschritten werden, die den Entgeltpunkten eines Monatsgehalt in Höhe der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze entspricht.

Die Frankenpost hätte also denn recht, wenn beim Ehemann Beiträge auf der Grundlage eines Entgelts in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze vorliegen.

Hat er weniger verdient, hat die Frankenpost unrecht, dann wirken sich die Kindererziehungszeiten rentensteigernd aus, obwohl die Zeiten bereits mit Pflichtbeiträgen belegt sind.

Allerdings war die Rechtslage zu früher Zeiten anders. Damals wurden die Entgeltpunkte nur aufgestockt, wenn aufgrund des Entgeltes weniger als 0,0833 Entgeltpunkte vorliegen und war eine Aufstockung auf maximal 0,0833 Entgeltpuntke möglich.

von
Schiko.

Endlich mal ein franke, da antwortet ein oberpfälzer gern.
Sehe dies so, statt LVA landshut nunmehr deutsche renten-
versicherung &#34; Bayern -Süd&#34;.

Statt LVA bayreuth, nunmehr deutsche rentenversicherung
&#34;Ober-und Mittelfranken.

Grundsätzlich werden KEZ der frau zugeordnet, in ausnahme-
fällen dem mann, wenn dies auch ausdrücklich son unter-
schriftlich vereinbart wurde.
Für geburten bis 31.12.1991 eine EP.(Entgeltpunkt), für ge-
burten ab 1.1.1992 sogar je kind drei EP.
Natürlich wenn dies im rahmen der höchst erreichbaren
entgeltpunkte rechnerisch noch möglich ist.

Verdienst also in 2008 jemand 53.600(Bemessungsgrenze
63600) und 30084 durchschnittsverdienst ergeben sich

53.600 : 30084 1,7817 EP. Höchstmöglich aber sind nur
63.600 : 30084 2,1141 EP., da hat also ein EP., genau
genommen 0,9996 nicht mehr in voller höheplatz(2.1141
minus 1,7817 sind es nurmehr 0,3324 EP.

Dies gilt aber sinngemäß bei anrechnung für die frau ebenso,
wenn der verdienst so hoch ausfällt.
Somit sind die KEZ. nicht immer in voller höhe renten-
steigernd, vermutlich aber meinten sie dies nicht.

Hoffentlich habe ich mich nicht verrechnet, denn heute
ist &#34;Schiko&#34; schusstag.

Mit freundlichen Grüßen.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Frankenpost-Leser

Bayreuth nennt sich doch jetzt Deutsche Rentenversicherung Nordbayern, zusammen mit Würzburg.
Wobei ich eigentlich keinen kennen, für den die Deutsche Rentenversicherung nicht noch die LVA bzw. BfA ist. Ob dieser &#34;Imagewechsel&#34; soviel gebracht hat? Ich weiß ja nicht...

Für eure Erklärungen besten Dank - ein wenig denke ich das ganze verstanden zu haben. Der Ehemann müsste zumindest recht gut verdient haben...

von
KSC

ich will ja der Frankenpost nicht zu nahe treten, aber es soll in Presse und Fernsehen tagtäglich vorkommen, dass Falsches berichtet wird,

weil von irgendwo falsch abgeschrieben wurde,
weil schlecht recherchiert wurde,
weil der Journalist einfach wenig Ahnung vom Thema hat, aber trotzdem seinen Kommentar abgibt,
weil komplizierte Gesetze so vereinfacht dargestellt werden, dass der Leser sie missverstehen muss.....

Es ist ja in diesem Land nicht verboten Unrichtiges oder Halbwahrheiten zu veröffentlichen - man muss als Leser jedoch auch nicht alles für bare Münze halten, was in der Zeitung steht.