Berücksichtigung der Hochschulausbildung

von
Fragender

Guten Tag!

Ich hoffe Sie können mir bei zwei aktuellen Fragen weiterhelfen:

(1) In meiner Rentnauskunft wird für eine Zeit meiner Hochschulausbildung angegeben, dass ich die Höchstdauer überschritten habe und keine Anrechnung mehr vorgenommen wird.

Nun ist es so, dass sich auf Grund einer chronischen Erkrankung, die während des Studiums diagnostiziert wurde, meine notwendige Studienzeit um das doppelte verlängert hat.
Darüber habe ich eine ärztliche Bescheinigungen, die das belegen.

Kann ich mir dadurch die Zeit, die mir die Rentenversicherung für die Hochschulausbildung anrechnet erhöhen?

(2)In der gleichen Rentenauskunft werden unter dem Punkt "Zugangsfaktor" die Entgeltpunkte berechnet.
Hierbei wird von der Hälfte 10,8% abgezogen und die andere Hälfte zu 100% übernommen.
Diese Art der Berechnugn ist neu für mich. Wann und warum wird Sie genutzt? Hat jemand Gesetzesquellen dafür? Leider konnte ich dazu nichts finden.

von
Nachfrager

[quote=309774]Guten Tag!

Ich hoffe Sie können mir bei zwei aktuellen Fragen weiterhelfen:

"(1) In meiner Rentnauskunft wird für eine Zeit meiner Hochschulausbildung angegeben, dass ich die Höchstdauer überschritten habe und keine Anrechnung mehr vorgenommen wird.

Nun ist es so, dass sich auf Grund einer chronischen Erkrankung, die während des Studiums diagnostiziert wurde, meine notwendige Studienzeit um das doppelte verlängert hat.
Darüber habe ich eine ärztliche Bescheinigungen, die das belegen.

Kann ich mir dadurch die Zeit, die mir die Rentenversicherung für die Hochschulausbildung anrechnet erhöhen?"

Für die Beantwortung Ihrer 1. Frage wird von Bedeutung sein, wann und ob Sie bereits Ihr 45. Lebensjahr vollendet haben. Können Sie uns netterweise Geburtsmonat und Geburtsjahr mitteilen?

von
Fragender

Hallo und danke für die schnelle Rückmeldung!

Ich bin im Februar 1983 geboren, also noch keine 45 Jahre alt.

von
Nachfrager

Zitiert von: Fragender
Hallo und danke für die schnelle Rückmeldung!

Ich bin im Februar 1983 geboren, also noch keine 45 Jahre alt.

Super, zu Frage 1 -

Eine Verlängerung der Anrechnungszeit über 8 Jahre hinaus ist leider nicht möglich, das gibt meines Erachtens nach das SGB VI (Sozialgesetzbuch) nicht her. Es gibt aber die Möglichkeit der Nachzahlung von Beiträgen. Aber nix auf eigene Faust unternehmen. Vorab unbedingt einen Termin bei einer Auskunft- u. Beratungsstelle der DRV abmachen und eine Probeberechnung beantragen. Der/die Experten werden ergänzende und detailliertere Angaben machen können als ich.

von
Manuel

Hallo!

Zeiten der Krankheit zwischen dem 17. und 25 Lebensjahr können unter Umständen als Anrechnungszeit angerechnet werden. Nachweise sind u.a. Bescheinigungen von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen.

Gruß
Manuel

von
Manuel

Hallo!

Zeiten der Krankheit zwischen dem 17. und 25 Lebensjahr können unter Umständen als Anrechnungszeit angerechnet werden. Nachweise sind u.a. Bescheinigungen von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen.

Gruß
Manuel

von
Nachfrager

Zitiert von: Fragender
Hallo und danke für die schnelle Rückmeldung!

Ich bin im Februar 1983 geboren, also noch keine 45 Jahre alt.

Einige politisch inkorrekte Ausführungen:

Die Aussage, "Deutschland ist Hauptprofiteur des Euro", will ich nicht kommentieren, sonst wird der Beitrag gelöscht.

Bedienen Sie mal die Suchmaschine und geben ein: "wird der Euro platzen?" Es werden nicht nur Beiträge erscheinen, die "Verschwörungstheoretiker" und Schwachköpfe verfasst haben.

Geld, bei der DRV angelegt, ist eine gute Anlage. Sie werden auch in einer möglichen neuen Währung und nach möglichen politischen Umbrüchen eine Leistung erhalten. Bei privaten Nullzins-Anbietern, die wundervolle Hochglanzbroschüren herausbringen, bin ich mir da nicht so sicher.

Nur ein kleiner Denkanstoss.

von
Nachfrager

Zitiert von: Manuel
Hallo!

Zeiten der Krankheit zwischen dem 17. und 25 Lebensjahr können unter Umständen als Anrechnungszeit angerechnet werden. Nachweise sind u.a. Bescheinigungen von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen.

Gruß
Manuel

Super Hinweis, Manuel! Auch hier würde ich vorschlagen, die A+B-Stelle der DRV nicht aussen vor zu lassen.

von
Anhang

Hallo Experten,
ich hänge mich mal an den Thread an, hab' früher mal sutdiert, konnte Studium aber aus finaziellen Gründen nicht beenden, kann ich auch hier "nachzahlen" und "lohnt" sich das ? Baujahr 61 ;-)

Gruß, Anhängsel

Experten-Antwort

Hallo Fragender,

Nachfrager und Manuel haben Ihre Fragen bereits beantwortet.

Bitte wenden Sie sich an Ihre örtliche Renten-Servicestelle und reichen die erforderlichen Nachweise dort ein. In einem persönlichen Gespräch werden die Krankheits- und Hochschulzeiten dann nochmals mit Ihnen erörtert und anschließend ggf. durch die Sachbearbeitung neu bewertet.

von
DRV

Zitiert von: Anhang
Hallo Experten,
ich hänge mich mal an den Thread an, hab' früher mal sutdiert, konnte Studium aber aus finaziellen Gründen nicht beenden, kann ich auch hier "nachzahlen" und "lohnt" sich das ? Baujahr 61 ;-)

Gruß, Anhängsel

Da muss ich Sie enttäuschen. Derartige Nachzahlungen für nicht anrechenbare Schul- und Studienzeiten sind nur bis 45. Lebensjahr möglich.

von
Nachfrager

Unsere Terminvorschläge
Kein freier Termin!

bis 17. Februar 2019

und mehr geht nicht einzustellen ;-)

Gruß

von
Nachfrager

>Da muss ich Sie enttäuschen. Derartige Nachzahlungen für nicht >anrechenbare Schul- und Studienzeiten sind nur bis 45. Lebensjahr >möglich.

Vielen dank für die Info.

Gruß

von
Werner67

Zitiert von: Fragender
Guten Tag!
(2)In der gleichen Rentenauskunft werden unter dem Punkt "Zugangsfaktor" die Entgeltpunkte berechnet.
Hierbei wird von der Hälfte 10,8% abgezogen und die andere Hälfte zu 100% übernommen.
Diese Art der Berechnugn ist neu für mich. Wann und warum wird Sie genutzt? Hat jemand Gesetzesquellen dafür? Leider konnte ich dazu nichts finden.

Hallo Fragender,

die von Ihnen beschriebene Konstellation tritt dann auf, wenn Sie bereits eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beziehen und diese dann später in eine Altersrente umgewandelt wird.
Rechtsgrundlage: § 77 Abs. 3 SGB VI

Gruß
Werner

von
Fragender

Hallo!

Erst einmal danke für die vielen schnelle Anworten!

Zitiert von:
Zeiten der Krankheit zwischen dem 17. und 25 Lebensjahr können unter Umständen als Anrechnungszeit angerechnet werden. Nachweise sind u.a. Bescheinigungen von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen.

Die nicht angerechneten Zeiten sind nach dem 25. Lebensjahr

Zitiert von:
Da muss ich Sie enttäuschen. Derartige Nachzahlungen für nicht anrechenbare Schul- und Studienzeiten sind nur bis 45. Lebensjahr möglich.

Danke für die Info, also Mal nachfragen!

@Werner: Danke für die Info, genau das habe ich gesucht.

Zusammengefasst nehme ich mit, dass ich die Vertreter der RV über die nachgewiesene verlängere Studiendauer informiere und die Situation erläutere.

Alternativ frage ich nach der Option die Zeiten nachzuzahlen.

Ich danke allen Beteilgten für die Hilfe!