Berücksichtigungszeiten für kindererziehung

von
Dani

Hallo,
ich hätte da mal ne frage zu meinen versicherungsverlauf und zwar folgendes:
2.12.88 (geburtstag meines kindes) bis zum 1.12.98....sind berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung...dies steht unter dem Verlauf....aber auf den vorherigen Blatt steht bei berücksichtigungszeiten 19 Monate unter anderen auch Berücksichtigungszeiten und Anrechnugszeiten.
In diesen 10 Jahren Berücksichtigungszeit sind auch zeiten mit Pflichtbeitragszeiten, Schwangerschaft/ Mutterschutz, Arbeitslosigkeit, Arbeitslosigkeit ohne Leistung drin...auch eine Zeit von genau 19 Monaten wo ich weder gearbeitet habe noch am arbeitsamt gemeldet war, vermerkt.
Sind diese Zeiten etwa vorrangige Zeiten auch die Zeiten OHNE LEISTUNGSBEZUG VON ARBEITSAMT?
Wieso sind nur die 19 Monate angerechnet, dort wo am Verlauf eine Zeitlücke wäre und nicht die 10 Jahre?

liebe Grüße
Dani

von
Schade

weil vereinfacht gesagt die Berücksichtigungszeiten die Zeiten auffüllen, in denen ansonsten Lücken wären.

Die übrigen Zeiten im 10 Jahreszeitraum sind anderweitig belegt, die Lücke von 19 Monaten sind die "sich tatsächlich auswirkenden Berücksichtigungszeiten".

Wenn mehr angerechnet würden, stünden im 10 Jahreszeitraum mehr als 120 Monate - und das wäre auch nicht OK.

von
-_-

Berücksichtigungszeiten sind sozusagen nur der "Lückenfüllerknüller" in der Gesamtleistungsbewertung.

Die 10 Jahre sind der maximale Zeitraum, wobei die Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung stets mit dem Ende des 10-Jahres-zeitraumes für das zuletzt geborene Kind enden, wenn ein weiteres Kind innerhalb des 10-Jahres-zeitraumes des vorherigen Kindes geboren wird.

Was lehrt uns das: Der Gesetzgeber geht davon aus, dass kein besonderes kindererziehungsbedingtes Schutzbedürfnis für die Rentenanwartschaften mehr besteht, wenn das jüngste Kind 10 Jahre ist.

von
-_- Ergänzung

Die (weiteren) Auswirkungen der Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung sind übrigens beschrieben unter:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_57R15

Experten-Antwort

Die Kinderberücksichtigungszeit schließt tatsächlich nur die Lücken im Versicherungsverlauf in den ersten zehn Jahren nach der Geburt Ihrer Tochter. Es handelt sich selbst nicht um eine rentenrechtlich bewertete Zeit. Allerdings hat sie indirekt Einfluss auf den Gesamtleistungswert, mit dem z.B. beitragfreie Zeiten , wie Schwangerschaft oder Mutterschutz, bewertet werden.