Berufliche Ausbildung

von
Augsburger

Nun hörte ich gestern in der Sendung Wiso das es außerordendlich wichtig ist was im Versicherungsverlauf steht: Plichtbeiträge Berufliche Ausbildung oder nur Pflichtbeiträge.
Nun meine Frage ich hatte eine 2jährige Ausbildung in der ehemaligen DDR von 84-86 --gilt diese Zeit als Berufliche Ausbildungszeit??Die LVASchwaben teilte mir 2004 mit eine Ausbildung muss mindestens 36 Monate gedauert haben um als solche im Verlauf gespeichert werden zu können.Gelten 24 monatige Ausbildungen tatsächlich nicht??

von
Juli

Es ist völlig unerheblich, wie lange die Ausbildung andauerte.
Die Höherbewertung findet sogar ebenfalls Anwendung, falls die Ausbildung begonnen und bspw. nach zwei Monaten abgebrochen wurde.
Also: Kopie der entsprechenden Seite des SV-Buches an die zuständige DRV senden und um Berücksichtigung der betrieblichen Ausbildung bitten.

von
Brille

Juli hat Recht - die Zeit der, ggf. auch abgebrochenen, Ausbildung muss irgendwie nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden. Bis 2004 war die förmliche Kennzeichnung im VV nur von Bedeutung, wenn die Ausbildung länger als 3 Jahre dauerte oder nicht am Beginn des Erwerbslebens absolviert wurde (gesetzliche Fiktion von 36 Monaten). Leider haben damals die Sachbearbeitungen der Rententräger unterschiedlich gearbeitet. Die einen haben (vorausschauend) gleich mit dem Nachweis die Zeiten richtig verschlüsselt - die anderen (schneller und bequemer) auf die 3-Jahres-Fiktion vertraut!

An alle: VV anschauen und prüfen, ob alle Ausbildungszeiten als solche gekennzeichnet sind - falls NICHT: durch Kontenklärung oder Kurzfragebogen (V300) und den Beweismitteln nochmals nachweisen - auch wenn man die Sachen schon mehrfach eingereicht hatte!

von
Schade

noch eine Anmerkung zur damaligen Rechtslage:

Früher (ich meine bis Ende 2004) wurden die ersten 36 Monate pauschal (also unabhängig davon, ob es eine Ausbildung war oder nicht) als "Ausbildung berücksichtigt".

Insofern war es damals in der Praxis unerheblich, ob die ersten Monate als Ausbildung gekennzeichnet waren.

Da haben Sachbearbeitungen schon mal gesagt, dass diese Kennzeichnung in diesen Fällen nicht notwendig ist, weil die Maschine das automatisch richtig macht.

Dass diese Pauschalierung 2005 abgeschafft wird, konnte der Sachbearbeiter damals nicht wissen.

Aber für Sie kein Problem, Sie kennen ja die neue Situation. ;-)

von
Rosanna

...aber gerade die Beitragszeiten in der früheren DDR wurden auch schon 2004 als Lehrzeiten verschlüsselt, wenn sie als Lehrzeiten im SVA aufgeführt waren. Im Versicherungsverlauf müßte das erkennbar sein.
Ansonsten schließe ich mich den anderen Usern an.

Experten-Antwort

Hallo Augsburger,
Zeiten der berulichen Ausbildung erhalten auch dann eine günstigere Bewertung, wenn der Zeitraum weniger als 36 Kalendermonate umfasst. Allerdings werden mit einem Rentenbeginn ab 1.1.2009 insgesamt nur mehr maximal 36 Kalendermonate mit Pflichtbeiträge wegen beruflicher Ausbildung höher bewertet.

von
uwe

Mein Versicherungsverlauf weist u.a. folgenden Daten auf:
30 Monate Schulausbildung
3 Monate Pflichtbeiträge
57 Monate Hochschulausbildung.
Bei den 3 Monaten Pflichtbeiträge handelt es sich um ein Praktikum, dass Vorraussetzung für das Studium war. Müssen diese Pflichtbeiträge mit dem zusatz "berufliche Ausbildung" versehen sein?
Anmerkung: ich werde erst nach 2020 in rente gehen.