Berufliche Reha

von
Elis

Ich habe wegen großer gesundheitlicher Probleme im Januar eine berufliche Reha beantragt. Anfang Februar wurden von der Rentenkasse Anträge von verschiedenen Ärzten angefordert. In der Zwischenzeit habe ich einige Tage gearbeitet, bis mir meine Chefin unmißverständlich klargemacht hat, dass Sie mich entweder ganz gesund oder gar nich haben möchte. Sie hat mich dann auch überredet mich erneut kranschreiben zu lassen.In der Zwischenzeit bekam ich eine "Vorladung"zu einem Beratungsgespräch in der AOK.Hier bekam ich den Rat mich im April arbeitslos zu melden, d. h. mein (unkündbares) Arbeitsverhältnis aufzulösen. Von der Rentenkasse bekam ich bei Anrufen immer wieder die Antwort, dass sich die Akte noch beim Arzt befände. Heute habe ich erfahren, dass die Akte unterwegs ist.
Was soll ich jetzt tun?
Wer löst das Arbeitsverhältnis?
Bin ich krankgeschrieben bis ich die Umschulung beginnen kann oder muß ich mich arbeitslos melden?
Was mache ich wenn die Umschulung abgelehnt wird?
Ich bin 53 Jahre alt und für eine Rent scheint mit das zu jung, außerdem kann ich davon nicht leben.
Bitte um Hilfe den ich fühle mich in einer ratlosen Situation
Danke
Elis

von
Krause

Wer kommt denn auf solche Ideen Ihnen zur Kündigung zu raten?????Das ist ja schon der Hammer!!
Sie sind ja krankgeschrieben und erhalten nach 6 Wochen Lfz Krankengeld,der AOK würde es natürlich gefallen Sie an die AfA abzuschieben.Aber Sie haben Anspruch auf 18 Monate Krankengeld!!!
Lassen Sie sich niemals darauf ein,denn wenn Sie selbst kündigen erhalten Sie eine 3 Monatige Sperrzeit beim Alg,außerdem,in Ihrem Alter würden Sie nur mit viel Glück wieder einen neuen Abeitsplatz bekommen.Alternative wäre für Sie demnach,Hartz IV bis zur Rente.
Mein Rat,weiterhin vom Arzt Krankmeldung holen und abwarten was die DRV irgendwann entscheidet,wenn die Entscheidung nicht so ist wie gewollt gibt es den Widerspruch und die Klage,aber auf keinen Fall kündigen.!!!

von
Elis

Ja aber ich weiß nicht ob mich der Arzt noch krankschreibt und was soll ich dann tun? Die chefin sagt mit meiner " Behinderung" (extremer tinnitus mit Hörproblemen) kann sie mich nicht gebrauchen.

Was mache ich wenn die Rentenversicherung einer Umschulung zustimmt, wer löst das Arbeitsverhältnis auf und würde ich krnakgeschrieben werden bis zum Beginn der Umschulung?

von
Schade

Mir ist nicht ganz klar, was Sie anstreben.

Mit Ihrem REHA Antrag haben Sie klar zum Ausdruck gebracht, dass sich an der beruflichen Situation etwas ändern soll.
REHA Maßnahmen können eine neue Berufsausbildung, Fortbildungskurse, Einarbeitungszuschüsse und anderes sein, wobei ich ersteres bei Ihrem Alter nahezu ausschließe (denn bis Sie erfolgreich umgeschult sind, wären Sie ein 55 jähriger Berufsanfänger?).
Haben Sie erkundet, ob es im Betrieb andere Tätigkeiten, die Sie machen können, gibt?
Wenn ja wäre das sicher eine optimale Lösung.
Wenn nein, dann heißt das, das Sie früher oder später dort nicht mehr arbeiten können - dann nützt Ihnen das bestehende Arbeitsverhältnis auch nicht viel.

Die momentane Situation ist aber gar nicht so kompliziert, wie Sie es befürchten.
Bis zur Entscheidung über die REHA geht es doch nur darum, ob Sie arbeitsfähig sind (Ihre bisherige Tätigkeit noch vorübergehend machen können) oder nicht.
Und das entscheidet der Doc dadurch, dass er Sie krank schreibt oder nicht.
Im Kreankheitsfall erhalten Sie LFZ oder KG, im Gesundheitsfall gehen Sie arbeiten, bis die Maßnahme beginnt.
Dass die Chefin wissen will, wie es weitergeht ist verständlich, ob Sie im Betrieb auftauchen oder nicht , ist allerdings in erster Linie eine med. Entscheidung.

Experten-Antwort

Hallo Elis,

ich kann mich den Ausführungen von Krause und Schade mur anschließen! Auf keinen Fall selbst kündigen und erst mal abwarten wie über Ihren Reha-Antrag entschieden wird. Mehr können Sie im Moment nicht tun!?