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Berufliche Reha nach eigenen Vorstellungen?

von
Vanessa

Ich war letzte Woche bei der Informationsveranstaltung des BFW Köln, wo ich einen Einblick in die Möglichkeiten der beruflichen Reha im Rahmen eines Berufsförderungswerks bekommen habe.
Da ich schon seit einiger Zeit auf dieses Ziel hinarbeite, hatte ich mich bereits eingehend informiert und der direkte Kontakt und der Besuch dieser Einrichtung hat mir gezeigt, dass ich dort gerne meine Reha machen möchte, weil es genau das Richtige für mich ist.
Gerade wegen meiner Vorgeschichte kann ich von der dortigen psychologischen Unterstützung profitieren und sehe keine Hindernisse, eine Ausbildung erfolgreich zu beenden und danach in meinem neuen Beruf zu arbeiten.
Ich habe ebenfalls schon klare Vorstellungen von dem, was ich machen möchte und bin hochmotiviert, so schnell wie möglich damit anzufangen.
Mittlerweile habe ich mich lange damit beschäftigt, mich eingehend informiert, und mein festes Ziel ist es, eine Ausbildung zur Erzieherin zu machen. Schon als Jugendliche habe ich mit Kindern im Chor gearbeitet und wollte eigentlich auch eine Ausbildung in diese Richtung machen, mich hielt allerdings davon ab, dass ich während der Ausbildung weiterhin nichts verdienen würde.
Ich liebe Kinder sehr und beschäftige mich gerne mit ihnen. Ich bin sehr verantwortungsbewusst und gerade im Umgang mit Kindern (und Eltern) sehr geduldig und stress-resistent.

Ich möchte diesen anspruchsvollen, abwechslungsreichen Beruf erlernen, da er mich fordert und mir jeden Tag neue Erfahrungen bereiten wird. Zudem erlange ich mit Abschluss der Ausbildung die Fachhochschulreife, was mir sogar die Möglichkeit auftut, nebenberuflich in dieser Fachrichtung zu studieren.
Die fachlichen Zugangsvoraussetzungen und den nötigen Intellekt für die Ausbildung habe ich ebenfalls und ich bin sehr motiviert, fleißig zu lernen, um am Ende mit einer sehr gut abgeschlossenen Ausbildung in ein neues Arbeitsleben zu starten.

Mein persönlicher Plan im BFW Köln wäre nun also

Erweiterte Berufliche Eignungsabklärung (6 Wochen), falls erforderlich
Reha-Vorbereitungs-Training (12 Wochen)
Reha Vorbereitung (12 Wochen)
Ausbildung (24 Monate)
Anerkennungsjahr/Praktikum (12 Monate, wird bezahlt)

Außerdem habe ich mich entschieden, dass es besser wäre, während der Maßnahmen im BFW im dortigen Internat zu wohnen, da ich sonst fast 4 Stunden am Tag pendeln müsste.

Die Ausbildung zur Erzieherin selbst startet allerdings nur einmal im Jahr und ich habe zum Ziel im Sommer 2017 damit anzufangen.
Ist das zeitlich möglich, wenn man die 24-30 Wochen für die vorhergehenden Maßnahmen einrechnet und ich jetzt den Antrag stelle?

Habe ich überhaupt die Möglichkeit, selber zu bestimmen, was ich in der beruflichen Reha machen möchte?

von
Herz1952

So, wie Sie es beschreiben, wäre das Ziel eine reine Weiterbildungsmaßnahme (ich kann mich auch irren).

Ich glaube nicht, dass dafür die Rentenversicherung zuständig ist. Je nach Krankheit könnte es natürlich auch als "Teilnahme am Arbeitsleben" ausgelegt werden, dann würde es vielleicht von der RV gefördert.

Für eine reine Aus- oder Weiterbildung könnte unter günstigen Umständen auch das Arbeitsamt zuständig sein, bzw. Sie könnten einen Zuschuss aus einem Förderprogramm bekommen.

Warten wir mal die Stellungnahme eines Experten ab.

von
Vanessa

Es geht hier um Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und für mich ist die Arbeitsagentur zuständig.

Die LTA Sind bereits bewilligt dem Grunde nach.
Umschulungen sind völlig normal, wenn Sie erforderlich Sind.

von
Schorsch

Zitiert von: Vanessa

Habe ich überhaupt die Möglichkeit, selber zu bestimmen, was ich in der beruflichen Reha machen möchte?

Ihr zuständiger Ansprechpartner wäre zunächst ein Reha-Berater.
Sofern Ihnen Leistungen zur Teihabe am Arbeitsleben grundsätzlich zustehen sollten, klären die BA und die DRV unter sich, wer der zuständige Kostenträger ist.

Welche Maßnahmen bewilligt werden, hängt von Ihrem gesundheitlichen sowie von Ihrem geistigen Leistungsvermögen ab. Der Kostenaufwand muss ebenfalls vertretbar sein.
Dabei werden persönliche Wünsche so weit wie möglich berücksichtigt.

MfG

von
Schade

Alternativ zum BFW könnte eine Ausbildung zur Erzieherin auch in nahezu jedem Kindergarten erfolgen, das ginge auch ohne jedes Pendeln oder Internatsunterbringung.

Und betrieblich wäre das wohl schon im Herbst 2016 möglich, warum warten bis 2017?

Aber klären müssen Sie das mit dem Rehaberater der Agentur.

Wie Sie selbst schreiben ist die DRV nicht zuständig, warum fragen Sie dann im Rentenforum?

von
???

"Gerade wegen meiner Vorgeschichte kann ich von der dortigen psychologischen Unterstützung profitieren ..."
Sollten Sie eine psychische Erkrankung haben, könnte das mit einem sozialen Beruf schwierig werden. Die seelischen Belastungen dieses Berufsfeldes sind dann häufig nicht empfehlenswert. Falls meine Vermutung zutrifft, würde ich Ihnen zu einem Gespräch mit Ihrem Arzt raten, um eine konkrete Einschätzung zu bekommen.

Experten-Antwort

Hallo Vanessa,

bitte setzen Sie sich direkt mit dem Reha-Berater der Agentur für Arbeit in Verbindung und klären dort die Einzelheiten Ihrer beruflichen Neuorientierung.