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Experten-Antwort

Berufliche Reha und was kommt danach?

von sven7002.01.2019 | 11:11
1773 Ansichten
14 Antworten

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Kurz zu mir: Männlich. Ich werde im Feb 49 Jahre alt. Im Nov 2018 habe ich endlich nach langem Kampf meine berufliche Reha genehmigt bekommen, da ich in meinem bisherigen Beruf nicht mehr arbeiten kann. Nun ist im Jan das 1. Beratungsgespräch mit der DRV. Allerdings brennt es mir gerade unter den Nägeln bzw. bin sehr unsicher, was nach der berufl. Reha ist. Sprich, wie sind die Jobaussichten, wenn man in dem neu erlernten Beruf keine Erfahrung mitbringt? Habe ich überhaupt noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wenn die Umschulung 1-2 Jahe dauert habe ich die 50 locker überschritten. Und ich habe es 2018 bei meinen Bewerbungen gemerkt, dass sicherlich mein Alter ein großer Negativpunkt ist, um überhaupt mal in ein Vorstellungsgespräch zu kommen. Wie ist hier die allg. Meinung dazu? Kann jemand vielleicht aus Erfahrung berichten, ob durch die Umschulungsmaßnahme ein Neustart erfolgreich ist? Vielen Dank

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo sven70,

bei der Auswahl der Leistungen werden individuell unterschiedliche Faktoren wie Eignung, Neigung und auch Ihre bisherige Tätigkeit angemessen berücksichtigt. Auch die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt fließt in die Entscheidung mit ein.

Welche Leistungen für Sie in Frage kommen, sollte im Rahmen eines Gespräches mit dem für Sie zuständigen Fachberater für Rehabilitation geklärt werden.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

13 Antworten

???am 02.01.2019 | 11:22
Ein kompletter beruflicher Neustart macht in Ihrem Alter nur dann Sinn, wenn Sie über entsprechendes Vitamin B verfügen, um einen Job im neuen Beruf zu bekommen. Aber auch ganz grundsätzlich erleichtert es die Ausbildung und später auch die Suche nach einem Arbeitsplatz, wenn man bei der Umschulungswahl sich nicht völlig von der bisherigen Branche abwendet sondern auf den Berufserfahrungen aufbaut. Beispiel: Ein Maurer in Ihrem Alter sollte nur dann in den kaufmännischen Bereich umschulen, wenn er entsprechende Kontakte hat (vielleicht braucht ja der letzte Arbeitgeber jemanden). Eine Umschulung zum Bauzeichner wäre jedoch wieder ein anders Thema.
Danielaam 02.01.2019 | 11:42
Aus Erfahrung kann ich dir sagen ( ich war im gleichen Alter), dass man meist keine Umschulung mehr bekommt, außer als Erzieher oder Altenpfleger, aber das ist ja nicht jedermanns Sache. Meist bekommt man eine 12 Monatige Maßnahme angeboten, wo man verschiedene Praktikas ausprobiert und wo es einen gefällt, kann man dann meist bleiben. Was auch meist klappt, da der neue Arbeitgeber erstmal etwa ein Jahr lang dein Gehalt erstattet bekommt, so dass es interessant ist. Nach diesen etwa 24 Monaten sollst du dich in deinen neuen Berufsfeld etabliert haben. Alternativ möglich ist, wenn du in einen körperliche Beruf nicht mehr arbeiten kannst, dass du dich dann fortbilden lässt in den Bereich der zu deinen Beruf passt und mehr im Büro ist.
Schorscham 02.01.2019 | 12:43
Solange Sie nicht gerade einen Beruf erlernen wollen in dem ein enormer Fachkräftemangel herrscht, sind Ihre Chancen gelinde gesagt nicht gerade rosig. Warum sollte ein Arbeitgeber einen unerfahrenen "Senioren" einstellen, wenn er genügend jüngere Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung bekommen kann? Sorry, aber eine Umschulung in Ihrem Alter ist Zeit- und Geldverschwendung. MfG
Domoam 02.01.2019 | 20:50
Lassen Sie sich nicht entmutigen, meine Frau hat auch jetzt mit weit űber 40 eine Umschulung am Laufen die bald endet. Momentan suchen viele Branchen und auch Frischlinge haben durchaus Chancen. Hōren Sie sich um, was gefragt ist. Meine Frau hat Speditionskauffrau gewählt und bereits der erste Praktikumsbettieb hat sie am liebsten schon gestern eingestellt. Schauen Sie einfach mal was die Arbeitsämter s suchen. Viel Glück
Kakskam 02.01.2019 | 21:09
Zitat von Schorsch anzeigenausblenden
Sprich, wie sind die Jobaussichten, wenn man in dem neu erlernten Beruf keine Erfahrung mitbringt? Habe ich überhaupt noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wenn die Umschulung 1-2 Jahe dauert habe ich die 50 locker überschritten.
Solange Sie nicht gerade einen Beruf erlernen wollen in dem ein enormer Fachkräftemangel herrscht, sind Ihre Chancen gelinde gesagt nicht gerade rosig. Warum sollte ein Arbeitgeber einen unerfahrenen "Senioren" einstellen, wenn er genügend jüngere Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung bekommen kann? Sorry, aber eine Umschulung in Ihrem Alter ist Zeit- und Geldverschwendung. MfG
Hat Schorsch schon gehört wo das Renten Eintrittsalter liegt? Der Gutste muß noch fast 20 Jahre... Also sollten Umschulungen in dem Alter kein Problem mehr sein. Oder reden wir hier von 18 Jahren Hartz 4??was für Aussichten sollen das denn sein:-(
cousineam 03.01.2019 | 10:32
ich bekam im alter von 50 (jg 60) recht flott eine teilrente wegen berufsunfähigkeit von der drv. meiner cousine (gleicher jahrgang) hat man paar jahre später noch eine umschulung gewährt, sie war krankenschwester und die umschulung ging zur pdl. noch arbeitet sie da, ist aber auf lange sicht auch eher nicht möglich. im prinzip sind die kosten für eine umschulung ab einem gewissen alter (z.b. ab 55) eh für die katz. meiner meinung nach
cousineam 03.01.2019 | 13:37
ja, und die stehen da ja auch. eine bekommt em rente, teilweise, die andere muss die schulbank drücken. kann mittlerweile aber auch als pdl nicht mehr arbeiten.
???am 03.01.2019 | 14:02
Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist es natürlich so, dass sich ab einem gewissen Lebensalter eine Umschulung nicht mehr rechnet. Wer allerdings nach dem 01.01.61 geboren wurde, bekommt allein bei "Berufsunfähigkeit" keine Rente von der DRV und muss sich also überlegen, was für ihn der beste Weg zu einem neuen Job ist. Die Alternative zu einer Berufstätigkeit wäre erst AlG und dann schließlich Hartz 4 bis zur Altersrente. In dieser Situation pauschal eine Umschulung auszuschließen ist aus meiner Sicht ebenso falsch wie eine neue Qualifizierung ohne kritischen Blick auf die späteren Arbeitsmarktchancen.
Wostockam 03.01.2019 | 16:24
Das Rentenalter erhōhen, am besten bis 70 aber einem 49 Jahre alten me Hartz 4 bis zur Rente vorschlagen... Ihr Wessis tickt doch nicht ganz sauber...
Domoam 03.01.2019 | 16:34
Ich nochmal, ich schrieb ja schon über die Umschulung in meiner Familie. Das transportgewerbe sucht derzeit ohne Ende. Wenn der FS für den LKW eine Option für Sie wäre da finden Sie mit Sicherheit einen Job.
sven70am 07.01.2019 | 11:10
Merci für die zahlreichen mehr oder weniger motivierenden Antworten. Tja ich muss noch etwa 17 Jahre bis zur Rente arbeiten. Und in meinem jetzigen Job (Automobilbranche) will und kann ich nicht mehr arbeiten. Hatte 2016 eien heftigen Burn-Out. Am liebsten würde ich die Branche wechseln. Habe auch nächsten Montag mein 1. Beratungsgespräch bei der DRV. Will aber bis dahin schon eine Richtung, was ich machen will. Bin mir aber leider überhaupt nicht schlüssig, was!?! Und wie ich es hier verstanden habe, habe ich die Möglichkeiten auf Praktiken...richtig? Evtl. kann ich mich hier gut beweisen und habe wieder ne Chance auf nen Job. Ich will nicht in Hartz IV......ich will arbeiten.
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