berufliche Wiedereingliederung nach EM-Rente

von
silence

Wg. einer Krebserkrankung bin ich seit Sept. 2009 befristeter EM-Rentner. Die Rente läuft
Ende Oktober 2010 ab. Von August bis Anfang September war ich zur Reha. Zwischenzeitlich liegt der Rehabericht vor, der aussagt, ich könne leichte Arbeit 3 - 6 Stunden als Wiedereingliederung versuchen.
Allerdings kann ich meinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben.
Die DRV sagt jetzt, man sei für eine berufliche Wiedereingliederung nicht zuständig, darum müsse sich die Krankenkasse kümmern. Stimmt das so?
Bis jetzt ist auch fraglich, ob mein Arbeitgeber dieser Wiedereingliedrung zustimmt. Es handelt sich zwar um einen großen Betrieb, aber man will, dass ich meinen alten Job wieder mache und das möglichst sofort wieder 8-10 Stunden täglich.
Wie geht man jetzt vor?

von
???

Für eine berufliche Wiedereingliederung im Sinne von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitleben kann Ihre Krankenkasse gar nicht zuständig sein. Da fehlt nämlich die gesetzliche Grundlage.
Wurde vielleicht eine stufenweise Wiedereingliederung empfohlen? Dann ist die erteilte Auskunft wahrscheinlich richtig (es gibt eine Asnahme) und Sie sollten mit Ihrer Krankenkasse reden.
Mit einem Leistungsvermögen von 3 - 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besteht noch ein Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, bei verschlossenen Arbeitsmarkt sogar auf Rente wegen voller Erwerbsminderung. Ein Antrag auf Weitergewährung der Rente wäre jedenfalls sinnvoll.
Sollten Sie an einer Beschäftigungsaufnahme interessiert sein, beantragen Sie bei der DRV noch LTA.

von
Klemens

Die berufliche Wiedereingliederung in ein bestehendes Arbeitsverhältnis ist Sache zwischen Ihnen, ihrem behandelndem Arzt, der Krankenkasse und ihrem Arbeitgeber.

Die RV har damit nichts zu tun.

Stimmt ihr AG oder auch Sie der WE nicht zu, findet keine WE statt.

Die Krankenkasse wird einer WE immer zustimmen, in der Hoffnung Sie damit dann möglichst rasch aus der Krankengeldzahlung zu bekommen...

Legen Sie jetzt ihrem AG den Wiederingliederungsplan zur Unterschrift vor und Sie werrden sehen ob er zustimmt oder nicht.

Eine andere Möglichkeit hinsichtlich einer WE gibt es leider nicht.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo silence,

wird für einen arbeitsunfähigen Versicherten eine stufenweise Wiedereingliederung in seinem bisherigen Arbeitsverhältnis angeregt und
kann die Krankenkasse die Leistung nicht erbringen weil ein Anspruch auf Krankengeld wegen Aussteuerung nicht mehr besteht, hat der Rentenversicherungsträger die Möglichkeit, die stufenweise Wiederaufnahme der Tätigkeit des Versicherten im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach §§ 33,34 SGB IX zu fördern.

Eine Kostenübernahme durch den Rentenversicherungsträger setzt jedoch voraus, dass die jeweiligen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Diese liegen dann vor, wenn der Betreffende ausreichend belastbar ist und eine positive Prognose gegeben ist. Im übrigen muss der Arbeitgeber dieser Maßnahme ebenfalls zustimmen.

Im Rahmen der stufenweisen Wiedereingliederung wird der Arbeitnehmer schonend aber kontinuierlich an den Arbeitsplatz herangeführt.
Die Gesamtdauer der Maßnahme und die täglich zumutbare Arbeitszeit werden vom zuständigen Arzt festgelegt.

Inwieweit der Rentenversicherungsträger Eingliederungshilfen an den Arbeitgeber erbringen kann, ist mit dem Fachberater für Rehabilitation im Einzelfall zu klären.
Wir empfehlen daher dringend, sich mit einem Fachberater für Rehabilitation in Verbindung zu setzen.

Vorsorglich sollte ein Antrag auf Weiterzahlung der Rente gestellt werden.

von
silence

Ich bezog ca. 10 Monate Krankengeld, bevor ich in die EM-Rente abgeschoben wurde.
Einen Verlängerungsantrag habe ich bereits im Mai bei der DRV gestellt - bisher ohne Antwort weder schriftlich noch telefonisch.
Termine bei irgendwelchen Rehaberatern sind nicht zu bekommen. Vor der Reha sagte, man mir ich solle die Reha abwarten, doch jetzt nach der Reha sind die Termine Monate im voraus ausgebucht.

Mein Hausarzt hat mir einen Wiedereingliederungsplan erstellt:
anfangs 3 Stunden, später dann 6 Stunden.

Ich müsste doch eigentlich noch Krankengeld für diese Maßnahme bekommen, doch die Krankenkasse weigert sich und die DRV meint, sie sei nicht zuständig?!
Wer weiß Rat?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo silence,

ich empfehle eine direkte Vorsprache in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, damit vor Ort geklärt werden kann, wie in Ihrem Einzelfall der aktuelle Sachstand ist. Dies kann in der Beratungsstelle vor Ort ggf. auch telefonisch mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger geklärt werden.

von
niki

Hallo silence,
wenn ale Stricke reisen, kann man auch folgendermassen eine Wiedereinlgiederung machen, allerdings müsste dann die EM-Rente auch weiter gewährt werden. Beginnen mit einem MiniJob beim Arbeitgeber, dabei würde die volle EM bezahlt, Aufstockung auf Teilzeitbeschäftigung, die EM-Rente wird zur Teil-Rente (Hinzuverdienstgrenzen bachten!). Allerdings muss der Arbeitgeber dazu bereit sein.