Berufsunfähig nach AHB. Droht Zwangsumschulung?

von
Beate

Bin Krankenpflegehelferin und hatte vor 2 Monaten häusl. Unfall mit mehrfachen Brüchen im Wadenbein und Sprunggelenk. Dabei Nerven verletzt, was zur Lähmung im Bein ab Knie und Fuß führt. 4 Wochen Klinik, danach AHB.
Neurologe in Klinik sagt, Nerven wachsen täglich 1mm neu und nach etwa 3/4 Jahr könne ich wieder normal laufen. Arzt in AHB-Klinik der DRV widerspricht. Entlässt mich, was o.k., arbeitsunfähig weist aber die DRV auf Berufsunfähigkeit hin. Solle mir Gedanken über einen anderen Beruf machen. Ich will aber (noch) keine Umschulung - zumal ich bald 50 werde und meinen Beruf liebe, aber Bürojobs absolut nicht mag. Möchte erst alle medizinischen Möglichkeiten, besonders Physiotherapie, nutzen um zu gesunden. Nun dauert dies aber seine Zeit, bestimmt ein 3/4 Jahr.
Habe Angst, dass wegen des Abschlussberichtes, Krankenkasse das Krankengeld verweigert und mich an DRV veweist zwecks beruflicher Rehabilitation. Darf sie das?
Mein Plan hingegen: Alles tun, um gesund zu werden. Während dieser Zeit arbeitsunfähig mit Krankengeldbezug. Sollte ich dann nach einer gewissen Zeit (vielleicht 1 Jahr) sehen, dass es wirklich nicht geht, würde ich dann gerne klären, ob es eine andere Verwendung für mich bei meinem Arbeitgeber (einem Krankenhaus) gibt. Wenn nicht, müsste ich mich ja wohl oder übel auf eine berufliche Reha einlassen.
Zu meinem körperlichen Leid kommt nun noch die Angst, mich rasch umschulen lassen zu müssen oder eben keinerlei Geld zu erhalten.
Falls wichtig: Ich habe, aufgrund einer anderen früheren Erkrankung, einen GdB von 80.

von
Ralfi

Wenn Sie nach 1961 geboren sind haben Sie gar keinen Anspruch mehr auf eine EM-Rente wegen BU.

von
Beate

Das ist mir bekannt, Ralfi. Dies war aber auch nicht die Frage.

von
Schade

Eine Zwangsumschulung gibt es nicht - es wäre ja auch ein totaler Blödsinn jemanden, der nicht will, mit aller Gewalt in einen neuen Beruf zu prügeln.

Die DRV wird Sie nicht dazu zwingen......was die Kasse unternimmt, erfragen Sie dort...

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Beate,
Krankenkassen können nicht zur Rentenantragstellung auffordern -lediglich zur Reha-Antragstellung. Die Leistung zur medizinischen Reha wurde durchgeführt und endete mit der Empfehlung für die Rentenversicherung Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu prüfen. Die Rentenversicherung prüft nun Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation und wird ggf. einen Reha-Fachberater einschalten. Unabhängig von Ihrem Plan in Ihrem derzeitigen Beruf wieder Fuß zu fassen, sollten Sie sich die Ratschläge vom Reha-Fachberater wenigstens anhören. Zwingen kann man Sie zu Nichts.
Mit freundlichen Grüßen