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Berufsunfähigkeit

von
jürgen

Guten Tag,
Meine Frau (Jahrgang 1952) gem. schriftlicher Rentenauskunft 11/2006
184 Monate Beitragszeit,
6 Monate Anrechnungszeit,
155 Monate Berücksichtigungszeit,
17 Monate geringfügig beschäftigt.

Pflichtversichert bis 08/1987. Von 11/1999 bis 06/2008 geringfügig beschäftigt.
Frage: Krankheitsbedingt kann sie keinen Beruf mehr ausüben (auch keine geringfügige Beschäftigung). Die Voraussetzungen zur Rente wegen Erwerbsminderung sind nicht gegeben, da die Jahre der geringfügigen Beschäftigung keine "Pflichtbeiträge" waren. Besteht die Möglichkeit aufgrund ihres Jahrganges Berufsunfähigkeit zu beantragen, da sie vor 1961 geboren ist?
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine konkrete Antwort erteilen würden.
Herzlichen Dank

Experten-Antwort

Für eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gelten die gleichen besonderen versicherungsrechtl. Voraussetzungen wir bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung.

von
Antonius

Wenn Ihre Frau die Mindestversicherungszeiten nicht erreicht, dürfte sie auch keinen Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit haben.

von
Unbekannt

Hallo Jürgen,

es müssen in den letzt 5 Jahren vor Eintritt des Leistungsfall mindestens 3 Jahre an Pflichtbeiträgen haben. Eine geringfügige Beschäftigung ist jedoch nur dann ein Pflichtbeitrag, wenn Ihre Frau zu dem Arbeitgeberanteil die Differenz zum vollen Beitrag aufgestockt hätte. Das hat Sie scheinbar leider nicht. Da ist auch rückwirkend nichts zu machen.

Schade, dass Sie sich erst im nachhinein informieren. Hätte Ihre Frau nur mal kurz angerufen, hätte man das Ihr gesagt.

Gute Besserung.

von
jürgen

Danke für die Antworten von &#34;Expertin, Antonius u. Unbekannt&#34;.
Dass es sich bei &#34;geringfügiger Beschäftigung&#34; i.R. nicht um Pflichtbeiträge handelt, war - bzw. ist mir zwischenzeitlich bewußt. Die Fragestellung zielte darauf ab &#34;ob aufgrund des Geburtsjahrganges (1952) Regelungen zur Berufsunfähigkeitsrente (was es ja heute nicht mehr gibt) noch &#34;nach altem Recht&#34; Gültigkeit haben oder nicht. Gemäß Rentenauskunft ist die Wartezeit &#34;Rente wg. Erwerbsminderung&#34; erfüllt, nicht aber die Leistung von &#34;Pflichtbeiträgen&#34; innerhalb der letzten 3 Jahre. (Da hier nur geringfügige Beschäftigung). Die Wartezeiten für die Regelaltersrente nach Vollendung des 65. Lebensjahres sind erfüllt. Die Anrechnungszeiten sind mit 362 Monaten hier nicht erfüllt, es fehlen 58 Monate. Nochmals die Fragestellung: Besteht die Möglichkeit, daß Berufsunfähigkeitsrente aufgrund der geschilderten Konstellation beantragt werden kann?
Herzlichen Dank im voraus für Eure Beiträge.
Liebe Grüsse -Jürgen-

von
Antonius

Leider nein ! Die Renten wegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit wurden ende 2000 abgeschafft.
Seitdem gibt es nur noch Renten wegen voller- bzw. teilweiser Erwerbsminderung. Für Versicherte, die vor 1961 geboren wurden, gibt es eine sogenannte Vertrauensschutzregelung. Sie können u.U. eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung BEI BERUFSUNFÄHIGKEIT erhalten, wenn sie weder in ihrem Hauptberuf, noch in einem zumutbaren Verweisungsberuf mindestens sechs Stunden täglich arbeiten können. Da Ihre Frau aber die für eine Erwerbsminderungsrente erforderlichen Mindest-Pflichtbeiträge nicht geleistet hat, kommt eine solche Rente für sie nicht in Frage.

MfG