Berufsunfähigkeitsrente

von
Nelia

Hallo ich bin neu hier und hätt da mal eine Frage. Kann sein daß das Gleiche schon mal gefragt wurde, aber sorry bin manchmal etwas langsam im Denken und Verstehen.
Folgendes steht in meine Rehaentlassungsbericht:

Aufgrund ihrer Erkrankung ist Fr. ... nicht in der Lage die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ex. Altenpflegerin fortzuführen, für die Tätigkeit besteht eine dauerhafte Einschränkung des Leistungsvermögens unter 3 Std. pro Tag. Es besteht ein vollschichtiges Restleistungsvermögen für leichte Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung seitens des rheumatoligischen Fachgebietes. Eine evtl. verbliebene optische Einschränkung (Apoplex 1991 mit Gesichtsfeldausfall ohne Verbesserung) sollte ggf. fachärztlich beurteilt werden. Darüber hinaus kann Frau. ... keine Tätigkeiten verrichten, die mit erhöhter Stressbelastung, mit gehäuften Überkopftätigkeiten bzw. mit Akkord oder Schichttätigkeit einhergeht.
Für die letzte Tätigkei wurde Fr. ... weiterhin arbeitsunfähig entlassen.
Info zu meiner Person:
1958 geb. weiblich, gelernte Rechtsanwaltsgehilfin, 1998 Umschulung zur Altenpflegerin da ich aufgrund eines Apoplex mit Gesichtsfeldeinschränkung und nach ärztlichem Anraten meine Tätigkeit als Bürokraft nicht mehr ausüben konnte.
Rentenantrag Jan. 2008 gestellt,abgelehnt, Widerspruch Juni 2008, Jan./Feb. 2009 Reha (Reha vor Rente)

Was bedeuteten die obenaufgeührten Angaben der Rehaklinik für meinen Rentenantrag bzw. meine Zukunft.
Danke im voraus Nelia

von
Rosanna

Hallo Nelia,

die Aussagen im Entlassungsbericht bedeuten grundsätzlich, dass Sie für den Beruf als Altenpflegerin BERUFSUNFÄHIG, also teilweise erwerbsgemindert wegen Berufsunfähigkeit sind.

ABER: Wenn Sie auf einen anderen Beruf verwiesen werden können, in dem Sie noch mind. 6 Stunden arbeiten können, besteht keine Erwerbsminderung. Verweisungsberufe ist z.B. Telefonistin, Pförtnerin o.ä. Darüber entscheidet die DRV.

Volle Erwerbsminderung liegt nach dem Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf jeden Fall NICHT vor!

Sie müssen wohl oder übel die Entscheidung der DRV abwarten. Spekulieren hilft hier nicht weiter.

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Im Reha-Entlassungsbericht wird immer Stellung genommen zu Ihrem Leistungsvermögen in Ihrer bisherigen Tätigkeit und zu einer Tätigkeit unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts. Die Rentenversicherung prüft anhand der Angaben im Reha-Entlassungsbericht, ob die Voraussetzungen für die Zahlung einer Rente gegeben sind.

Für die Rente wegen voller Erwerbsminderungsrente gilt bei Ihnen:
wenn Sie noch täglich sechs Stunden und mehr arbeiten können, haben Sie keinen Anspruch auf eine Rente wegen
voller Erwerbsminderung.

Für die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gilt bei Ihnen:
aus Vertrauensschutzgründen besteht für Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren sind, eine besondere Regelung.
Die Rentenversicherung prüft hier, ob Sie - ausgehend von der erreichten beruflichen Qualifikation - noch zumutbar auf eine andere Tätigkeit verwiesen werden können und ob derartige Arbeitsplätze in genügender Zahl auch vorhanden sind.
Je nach dem, wie diese Prüfung ausfällt, kann ggfs. ein Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gegeben sein.

Sollte die Rentenversicherung nach Abschluß der Reha-Maßnahme und Vorliegen des Entlassungsberichts zu dem Ergebnis kommen, dass die Voraussetzungen für eine entsprechende Rente erfüllt sind, wird man Sie benachrichtigen/zur (erneuten) Rentenantragstellung auffordern.