Berufsunfähigkeitsrente/Schwerbehindertenrente

von
wg Opa

Guten Tag
Opa 60 Jahre bezieht eine halbe Erwerbsunfähikeitsrente auf Dauer wegen Berufsunfähigkeit ( welche später in eine Altersrente wohl umgewandellt wird.

Seit gestern wurde ihm ein GDB von 50 zuerkannnt v. Versorgungsamt. Kann er jetzt einen neuen Rentenantrag auf Schwerbehinderten Rente ( die ja höher wäre als die halbe Erwerbsunfähigkeitsrente wegen Berufsunfähigkeit) stellen ?
Oder ist dieser Wechsel nicht möglich, weil die andere ( halbe) ja auf Dauer ist?
Danke

von
Inconspecta

Hallo,

selbstverständlich kann Ihr Opa einen Antrag auf Rente für Schwerbehinderte stellen.
Wenn er 1953 geboren ist, kann diese frühestens nach seinem 60 Geburtstag + 7 Monate beginnen.

Die Berufsunfähigkeitsrente auf Dauer steht dem nicht entgegen ;)

LG

von
Marie

Opa kann viel, nur bei 60J. u 7 mon. 53 geb. wie ich, hoher Abschlag von 10,8%. Viele können sich das nicht leisten, Finger lassen von dieser Kürzung.

von
wg Opa

Zitiert von: Marie

Opa kann viel, nur bei 60J. u 7 mon. 53 geb. wie ich, hoher Abschlag von 10,8%. Viele können sich das nicht leisten, Finger lassen von dieser Kürzung.

Er hat doch schon eine Kürzung bei der Erwerbsunfähigkeitsrente hinnehmen müssen, soviel ich weiß.
Müsste er dann bei einem Wechsel in die Schwerbehindertenrente nochmals eine Kürzung hinnehmen?

von Experte/in Experten-Antwort

1. Einen Anspruch auf eine Altersrente für Schwerbehinderte können Versicherte, die nach 1950 geboren wurden, nur durch Erwerb des Schwerbehindertenausweises i. H. von mind. 50 % erwerben.
Für diesen Personenkreis führt Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit nicht mehr zu einem Altersrentenanspruch.
2. Anspruch auf diese o.a. Rente besteht frühestens mit dem 60. Lebensjahr zzgl. 7 Monate.
3. Die "halbe" Rente, die bislang bezogen wurde, wurde geleistet mit Rentenabschlag i. H. von 10,8 %. Für diesen Teil der Rente bleibt dieser Rentenabschlag auch weiterhin maßgebend.
Sollte die "andere" Hälfte der Rente mit 60 Jahren und 7 Monaten in Anspruch genommen werden, erhält diese Hälfte auch einen Rentenabschlag von 10,8 %. Für diesen Teil der Rente kann der Rentenabschag nur verringert werden, wenn dieser Teil der Rente später in Anspruch genommen wird.
Erst bei einem Rentenbeginn mit 63 Jahren und 7 Monaten wird für -die andere Hälfte des Rentenanspruchs- kein Rentenabschlag ermittelt.
Hinweis:
Für die bisherige -halbe Rente- bleibt der Rentenabschlag in Höhe von 10,8 % immer bestehen.