berufsunfähigkeitsversicherung

von
Bechti

Guten Tag erst einmal,

kann mir jemand folgende Frage beantworten?

Das Thema "Berusunfähigkeitsversicherung" wird ja hier im Forum ausgiebig behandelt und ist auch leicht zu verstehen, auch die gesetzliche Grundlage ist eindeutig.
Mich interessiert jedoch ob es möglich ist, trotz berufsunfähigkeit weiterhin in seinem Beruf tätig sein zu können.
Das Merkmal der Berusunfähigkeit per Gesetz ist doch nicht die Fähigkeit seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben zu können, sondern gem. § 240 SGB VI diese Tätigkeit auf unter 6 Stunden nicht mehr stattfinden kann.
Hintergrund meiner Frage ist, dass ich gern weiterhin zumindest halbtags in meinem Beruf tätig sein möchte, vollschichtig scheidet quasi aus.
Geht der Zugang nur über die tlw. Erwerbsminderung oder ist es auch über die Berufsunfähigkeit möglich?
Falls ja, wie ist berechnet sich die Rentenzahlung?
Tlw. EM erkennt man leicht über die Renteninfo/ Rentenauskunft, davon dann jeweils der halbe Betrag.
Wie ist es im Fall e einer "halben Berufsunfähigkeit"?
Die halbe Rente der tlw. EM - also 1/4 der in der Renteninfo angegebenen Höhe?
Denn die volle BU entspricht ja nur der halben EM.

Danke im Voraus falls jemand sich hier äußern kann.

von
-_-

Die alte Rente wegen Berufsunfähigkeit gibt es seit 01.01.2001 nicht mehr als neuen Rentenanspruch. Es gilt das Stufenschema unter

Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.
http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__43.html

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__67.html

Für einen Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit müssen zusätzlich zu den in § 240 Abs. 1 SGB 6 genannten persönlichen Voraussetzungen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen im Sinne des § 43 SGB 6 erfüllt sein.

Im Unterschied zu älteren Versicherten gilt für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind: Es gibt keinen Berufsschutz mehr. Nur bis Ende 2000 hatten qualifizierte Arbeitnehmer, die ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnten, einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente.

von
...

D.h. wenn Sie in Ihrem Beruf nur noch unter 6h täglich arbeiten können, erhalten Sie eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit - entspricht dem halben Betrag aus der Renten-Information.

von
karlos

ich würde mich bei der LVA
erkundigen. Die geben Ihnen bei allen Nachfragen die richtige Auskunft.Ich meine ,eine Erwerbsminderung bekommt man erst bei unter
3Std. erwerbstätige Arbeit.

Experten-Antwort

Hallo Bechti,

um Ihrer persönlichen Situation gerecht werden zu können empfehlen wir Ihnen bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln.

von
L E S E N !

Die "LVA" ist nun schon seit 01.10.2005 die Deutsche Rentenversicherung.

Mitunter kann es sehr helfen, die angegebenen Links zu lesen!!! Teilweise erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein (§ 43 Abs. 1 SGB 6).

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__43.html

§ 240 SGB 6 - Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit

(1) Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung haben bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze auch Versicherte, die
1. vor dem 2. Januar 1961 geboren und
2. berufsunfähig sind.

(2) Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit mindestens 6 Stunden täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__240.html

Bitte also nicht Äpfel mit Bananen verwechseln! Was Sie meinen, ist Absatz 2 des § 43 SGB 6 (volle Erwerbsminderung).