Beschäftigung in einer WfbM / weitergehender Rentenanspruch

von
Gernot M.

Ein Bekannter bezieht seit dem Jahr 2013 eine geringe unbefristete Erwerbsminderungsrente. Gleichzeitig arbeitet er werktäglich sechs Stunden in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Für seine Tätigkeit bezieht er einen monatlichen Nettolohn von ca. 120 Euro.

Hinsichtlich der Rentenversicherung wird er so gestellt, als wenn er 80% der durchschnittlichen Bezugsgröße verdienen würde.

Auf der Lohnsteuerbescheinigung für 2019 ist ein Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung von ca. 5.562 Euro ausgewiesen. Dies entspricht einem fiktiven jährlichen Bruttoverdienst von 29.904 Euro (80% von 37.380 Euro).

Nun zur Frage: Haben diese Beiträge zur Rentenversicherung Einfluß auf die Höhe der jetzigen oder weiteren Erwerbsminderungsrente?

von
senf-dazu

Hallo!
Diese Beiträge haben keinen Einfluss auf die EM-Rente, da sie erst nach dem festgestellten Eintrittsdatum der Erwerbsminderung gezahlt wurden/werden.
Eine spätere Altersrente wird sie jedoch berücksichtigen.

Experten-Antwort

Die Beiträge aus der Beschäftigung in der Werkstatt für Behinderte Menschen wirken sich erst bei Eintritt des nächsten Leistungsfalls (z.B. Altersrente) aus.

von
W°lfgang

Zitiert von: Experte/in
Die Beiträge aus der Beschäftigung in der Werkstatt für Behinderte Menschen wirken sich erst bei Eintritt des nächsten Leistungsfalls (z.B. Altersrente) aus.

Ergänzend:

Vielleicht ...sofern damit die während der Zurechnungszeit in der jetzigen EM-Rente enthaltenen Werte/Entgeltpunkte 'schwächer' sind, ggf. auch die WfbM bis zur Regelaltersrente läuft. Bei WfbM-Beschäftigten ist eher nicht damit zu rechnen, dass eine Unterbrechung der EM-Rente erfolgt.

Genaueres + Prognose gibt die nächste Beratungsstelle ab.

an @Gernot M.: Bei WfbM-Beschäftigten ist eher nicht damit zu rechnen, dass eine Unterbrechung der EM-Rente erfolgt, damit dann bereits die WfbM-Beiträge bei erneuter EM-Rente zu einem besseren Ergebnis führen würden ...was rechnerisch auch eher unwahrscheinlich ist.

Gruß
w.

von
Gernot M.

Eine Unterbrechung der EM-Rente bis zur Gewährung der Altersrente ist unwahrscheinlich.

Die jetzt abgeführten RV-Beiträge bzw. das zur Berechnung zu Grunde gelegte fiktive Entgelt ist jeweils um ein vielfaches höher als die tatsächlich erzielten Bruttoverdienste vor Eintritt der EM-Rente.

von
W°lfgang

Zitiert von: Gernot M.
Die jetzt abgeführten RV-Beiträge bzw. das zur Berechnung zu Grunde gelegte fiktive Entgelt ist jeweils um ein vielfaches höher als die tatsächlich erzielten Bruttoverdienste vor Eintritt der EM-Rente.

Hallo Gernot M.

wenn dem so ist, lassen Sie sich bitte eine Probeberechnung zum frühestmöglichen Altersrentenbeginn erstellen.
Ggf. kommt auch eine Neuberechnung der EM-Rente nach erstmaligem Erreichen der 240 Monate Beitragszeit infrage, was schon sehr speziell wäre, aber auch dazu lässt sich das mit der DRV vor Ort klären.

Gruß
w.

von
Gernot M.

Ich bedanke mich für die Hilfe.