Bescheid und Rentenauskunft nach Kontenklärung

von
georg

Hallo,
ich bin 62 und habe einen Antrag auf Kontenklärung eingereicht.Nach Bearbeitung habe ich jetzt einen Bescheid und eine Rentenauskunft bekommen.

In der Rentenauskunft steht unter G "Altersrente für schwerbehinderte Menschen":" Die Wartezeit für diese Rente beträgt 35 Jahre... Diese Wartezeit ist erfüllt."Zu dieser Wartezeit zählen bei mir auch Anrechnungszeiten aus schulischer Ausbildung/Hochschule in den 8 Jahren nach Vollendung des 17.Lebensjahres.

In dem Bescheid,der mit der Rentenauskunft gekommen ist,steht:"Inwelchem Umfang die Zeiten einer schulischen Ausbildung als Anrechnungszeiten anerkannt werden,ist erst im Leistungsfall zu entscheiden."und "Über die Anrechnung und Bewertung der im Versicherungsverlauf enthaltenen Daten wird erst bei Feststellung einer Leistung entschieden."

Es geht mir um die Anrechnungszeit für schulische Ausbildung/Hochschule für die 8 Jahre nach Vollendung des 17. Lebensjahrees.In der Rentenauskunft werden sie mir zugesprochen,in dem zugehörigen Bescheid wird die Anerkennung derselben auf die Zeit nach Rentenantragstellung verschoben,wenn ich das richtig verstehe.
Was gilt also?

Vielen Dank für ihre Antwort.

von
KSC

Theoretisch könnten sich bis zum Rentenbeginn ja noch Gesetze ändern, prktisch aber nicht, Sie sind ja schon 62 und da ist derzeit nichts im Busch.

Also entspannt bleiben! Da passiert nichts mehr.

von
Anonym

Das sind juristische Formulierungen. Leider sind Juristen was die sprachliche Begabtheit angeht sehr eingeschränkt. Für solche Formulierungen würde es in der Schule eine 5 geben.

Der Normal-Deutsche würde es so formulieren:
Ihre Schulzeiten wurde vorbehaltlich einer zukünftigen Gesetzesänderung anerkannt.

von
Rentenschmied

Hallo,
die Rentenauskunft ist nicht rechtsverbindlich (steht auch so drin), von daher kann Ihnen dort auch nichts "anerkannt" werden. Sie gibt nur Auskunft über das aktuell gültige Rentenrecht und die zum heutigen Stand (fiktiv) erworbenen Anrechte.
Mit besten Grüßen

Experten-Antwort

Hallo georg,

„KSC“ und „Rentenschmied“ haben es im Grunde schon zutreffend dargestellt.

Im Bescheid über die Kontenklärung (Versicherungsverlauf) werden grundsätzlich nur die versicherungsrechtlichen Tatbestände und deren Zeiträume festgestellt. Über die abschließende Anerkennung beitragsfreier Zeiten kann dann aber erst im Leistungsfall entschieden werden, da sich bis zu diesem Zeitpunkt die gesetzlichen Grundlagen hierfür (theoretisch) noch ändern könnten.

Die Rentenauskunft gibt dann einen (unverbindlichen) Ausblick auf die zukünftig bestehenden Rentenansprüche unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage. Grundlage hierbei sind also die rentenrechtlichen Zeiten, wie sie aktuell anzuerkennen wären.

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