Bescheid zur medizinischen Rehabilitaion

von
tina

Nachdem ich wirklich lange warten musste um ein Feedback zu bekommen, traf gestern der Brief bei mir ein. Telefonsich wurde mir vor 2 Wochen schon gesagt das ich eine Bewilligung bekommen habe.

Vor ca 4 Monaten stellte ich mich in einer KLinik vor, in der man mir sagte das einer Aufnahme von Ihrer Seite nichts im Wege stehe.
Es ist eine Klinik die spezialisiert ist auf Essstörungen.
Eine Klinik , eine Umgebung zu fiden in der man sisch wohl fühl während einer solchen Therapie ist sehr wichtig. Ich war so glücklich diese Klinik gefunden zu haben.

Nach dem Erstgepräch leitete ich alles in die Wege und beantragte die Reha.

Im Bewilligungsbescheid steht nun plötzlich eine vollkommen andere Adresse in der Nähe meines Wohnortes????!!!
Und auch das ich 10 Euro /Tag zahlen muss.

Das mit dem Geld ist 2. Rangig, interessiert mich jedoch trotzdem, warum es so ist.
Bei 10 WOhen kommt da schon eine Menge zusammen.

Wie mussich den Widerspruch verfassen , damit die andere Klinik bewilligt wird?

Danke für die Hilfe*

von
Elisabeth

Man muss für längsten 42 Kalendertage Zuzahlung leisten.
Wenn man dich in eine andere als die gewünschte Reha-Klinik geschickt hat, würde ich mich wegen der fehlenden Begründung an den DRV Sb wenden. Du kannst natürlich auch einen Widerspruch schreiben, denn eine fehlende Begründung macht einen VA rechtswidrig.

von
Karl R.

Zitiert von: Elisabeth

Man muss für längsten 42 Kalendertage Zuzahlung leisten.
Wenn man dich in eine andere als die gewünschte Reha-Klinik geschickt hat, würde ich mich wegen der fehlenden Begründung an den DRV Sb wenden. Du kannst natürlich auch einen Widerspruch schreiben, denn eine fehlende Begründung macht einen VA rechtswidrig.

Hallo Elisabeth!

Was heißt denn, daß eine fehlende Begründung einen VA rechtswidrig macht. Was meinst du denn mit VA?

von
Elisabeth

VA heißt Verwaltungsakt. wenn man dich von einer Behörde in die Klinik schickt, ist das ein VA.

von
Karl R.

Zitiert von: Elisabeth

VA heißt Verwaltungsakt. wenn man dich von einer Behörde in die Klinik schickt, ist das ein VA.

was heißt denn DRV Sb- Selbstbedienung? Ich hab ähnlichen Fall. Was soll ich denn tun? Schriftlich alles machen dauert doch so lange. Geht auch telefonisch?

von
Elisabeth

Sb bedeutet Sachbearbeiter. Es gibt inzwischen noch viele andere Bezeichnungen dafür.

von
Karl R.

Zitiert von: Elisabeth

Sb bedeutet Sachbearbeiter. Es gibt inzwischen noch viele andere Bezeichnungen dafür.

Ich soll auch beld in eine Rehaklinik, wo ich nicht hinwill. soll ich nun meine Sachbearbeiter morgen mal anrufen und telefonisch hören was sache ist?

von
Elisabeth

Ich würde die Angelegenheit versuchen am Telefon zu erledigen. Wenn das nicht hilft, würde ich einen Widerspruch einlegen. Wenn die Behörde einen in eine Klinik schickt, in die man nicht möchte, hat man ein Rechtsschutzinteresse.

von
Karl R.

Zitiert von: Elisabeth

Ich würde die Angelegenheit versuchen am Telefon zu erledigen. Wenn das nicht hilft, würde ich einen Widerspruch einlegen. Wenn die Behörde einen in eine Klinik schickt, in die man nicht möchte, hat man ein Rechtsschutzinteresse.

Eine Rechtschutzversicherung habe ich nicht. Wenn ich das alles schriftlich mache und noch bezahlen soll beim Anwalt, wär das aber nicht gut. ich versuche halt, morgen mal unter der Telefonnummer einen zu erreichen, obwohl die da sicher langes wochenende machen.- Melde mich dann morgen noch mal hier bei dir und sage ob ich einen erreicht habe. Lieben Gruß

von
Nix

Sie haben einen Bewilligungsbescheid erhalten, in die Sie nicht möchten.
Unabhängig von der Frage, was Sie in der nicht bewilligten Klinik zu suchen haben, obwoh Sie mit gesundem Menschenverstand wissen müßten, daß Sie nur die bewilligte Klinik fahren dürfen, können Sie es wie folgt versuchen. Schreiben Sie einen Brief an Ihren RV-Träger:

Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bitte um Heilstättenänderung in die Klinik xxx.

Mit freundlichen Grüßen

Vielleicht wird man Ihnen weiterhelfen und die gewünschte Klinik bewilligen/umeinweisen.
Hoffentlich ist der Tages-Pflegekostensatz in der Wunschklinik angemessen, sonst haben Sie schon verloren.
Ich frage mich, weshalb haben Sie die Klinik überhaupt gesucht, wo doch bekannt ist, daß der RV-Träger bestimmt, in welche Klinik Sie kommen.
10 Euro/pro Tag müssen Sie nur zahlen, wenn Sie Entgeltfortzahlung erhalten.
Wenn Sie im Krankengeldbezug sind, bekommen Sie während der Reha Übergangsgeld und brauchen nichts dazubezahlen.

Viele Grüße
Nix

Viele Grüße
Nix

von
Karl R.

Zitiert von: Karl R.

Zitiert von: Elisabeth

Ich würde die Angelegenheit versuchen am Telefon zu erledigen. Wenn das nicht hilft, würde ich einen Widerspruch einlegen. Wenn die Behörde einen in eine Klinik schickt, in die man nicht möchte, hat man ein Rechtsschutzinteresse.

Eine Rechtschutzversicherung habe ich nicht. Wenn ich das alles schriftlich mache und noch bezahlen soll beim Anwalt, wär das aber nicht gut. ich versuche halt, morgen mal unter der Telefonnummer einen zu erreichen, obwohl die da sicher langes wochenende machen.- Melde mich dann morgen noch mal hier bei dir und sage ob ich einen erreicht habe. Lieben Gruß

Guten Morgen, Elisabeth!

Bist Du schon online?
Ich tippe mir seit 8 Uhr den Finger wund, aber wie vermutet, ist bei der "Selbstbedienung" (lach) keiner zu erreichen.
Muß man verstehen -gestern war doch Vatertag! Die freundliche Dame von der Sercvicenummer wusste natürlich auch nix.

Was meinst Du, soll ich heute noch schriftlich machen per Einschsreiben, oder Montag nochmal am Telefon versuchen oder am besten alles beides?

Lieben Gruß

von
Gudrun M.

Zitiert von: Karl R.

Zitiert von: Karl R.

Zitiert von: Elisabeth

Ich würde die Angelegenheit versuchen am Telefon zu erledigen. Wenn das nicht hilft, würde ich einen Widerspruch einlegen. Wenn die Behörde einen in eine Klinik schickt, in die man nicht möchte, hat man ein Rechtsschutzinteresse.

Eine Rechtschutzversicherung habe ich nicht. Wenn ich das alles schriftlich mache und noch bezahlen soll beim Anwalt, wär das aber nicht gut. ich versuche halt, morgen mal unter der Telefonnummer einen zu erreichen, obwohl die da sicher langes wochenende machen.- Melde mich dann morgen noch mal hier bei dir und sage ob ich einen erreicht habe. Lieben Gruß

Guten Morgen, Elisabeth!

Bist Du schon online?
Ich tippe mir seit 8 Uhr den Finger wund, aber wie vermutet, ist bei der "Selbstbedienung" (lach) keiner zu erreichen.
Muß man verstehen -gestern war doch Vatertag! Die freundliche Dame von der Sercvicenummer wusste natürlich auch nix.

Was meinst Du, soll ich heute noch schriftlich machen per Einschsreiben, oder Montag nochmal am Telefon versuchen oder am besten alles beides?

Lieben Gruß

Ne, ne Karl, das wirst Du heute vergessen können, denn die Elisabeth feiert heute ihren 55sten und hat bestimmt Besseres zu tun, also:::

Happy Birthday aus Berlin!!!

Viel Gesundheit, Zufriedenheit und endlich mal einen netten Mann an Deiner Seite, das wünscht Dir, Elisabeth...

...Gudrun!

von
Sozialrechtler

Zitiert von: tina

Nachdem ich wirklich lange warten musste um ein Feedback zu bekommen, traf gestern der Brief bei mir ein. Telefonsich wurde mir vor 2 Wochen schon gesagt das ich eine Bewilligung bekommen habe.

Vor ca 4 Monaten stellte ich mich in einer KLinik vor, in der man mir sagte das einer Aufnahme von Ihrer Seite nichts im Wege stehe.
Es ist eine Klinik die spezialisiert ist auf Essstörungen.
Eine Klinik , eine Umgebung zu fiden in der man sisch wohl fühl während einer solchen Therapie ist sehr wichtig. Ich war so glücklich diese Klinik gefunden zu haben.

Nach dem Erstgepräch leitete ich alles in die Wege und beantragte die Reha.

Im Bewilligungsbescheid steht nun plötzlich eine vollkommen andere Adresse in der Nähe meines Wohnortes????!!!
Und auch das ich 10 Euro /Tag zahlen muss.

Das mit dem Geld ist 2. Rangig, interessiert mich jedoch trotzdem, warum es so ist.
Bei 10 WOhen kommt da schon eine Menge zusammen.

Wie mussich den Widerspruch verfassen , damit die andere Klinik bewilligt wird?

Danke für die Hilfe*

Lesen Sie das Urteil des LSG Hessen.

Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 28.08.2008 - L 1 KR 2/05 -

Sie haben ein Wunsch- und Wahlrecht und die Ablehnung Ihres Wunsches muß begründet werden.

Experten-Antwort

Hallo Tina,

es stimmt, dass Ihnen nach § 9 SGB IX ein Wunsch- und Wahlrecht zusteht und der Rentenversicherungsträger berechtigte Wünsche zu berücksichtigen hat.

Nach § 13 Abs. 1 SGB VI bestimmt der Rentenversicherungsträger im Einzelfall unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Rehabilitationsleistung sowie die Rehabilitationseinrichtung nach pflichtgemäßem Ermessen.

Der Rentenversicherungsträger ist also vom Gesetzgeber angehalten auf der einen Seite bei der Festlegung der Rehabilitationseinrichtung die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu berücksichtigen und auf der anderen Seite berechtigten Wünschen der Versicherten genügend Raum und Berücksichtigung bei der Entscheidungsfindung einzuräumen.

Insofern würde ich Ihnen in diesem Fall raten, Ihren Wunsch hinsichtlich der von Ihnen ausgesuchten Klinik - ggf. auch im Rahmen eines Widerspruchs - gegenüber Ihrem Rentenversicherungsträger nochmals zu äußern. Dabei sollten Sie begründen, warum Sie unbedingt in diese Klinik möchten und deren Vorzüge aus Ihrer Sicht darstellen.

Natürlich stellt sich mir auch die Frage, ob Sie sich bereits mit der von Ihrem Rentenversicherungsträger vorgesehenen Klinik auseinandergesetzt haben. Einen ersten Einblick können Sie sich bestimmt über das Internet machen. Da sich die Klinik in Wohnortnähe befindet, könnten Sie vielleicht einfach mal vorbeischauen. Die Rentenversicherungsträger machen sich die Entscheidung nicht leicht und versuchen eine Klinik auszusuchen, in der alle gesundheitlichen Einschränkungen behandelt werden können. Hier wäre es schön, wenn Sie Ihrem Rentenversicherungsträger etwas Vertrauen entgegen bringen könnten.

Entspricht der Rentenversicherungsträger Ihrer Wunschklinik nicht, so muss er seine Entscheidung auch begründen.

Also rufen Sie zunächst an und wenn Sie keine befriedigende Antwort erhalten, dann legen Sie Widerspruch ein. Aber bitte informieren Sie sich vorab über die Reha-Einrichtung, die der Rentenversicherungsträger ausgesucht hat.

Bezüglich der Zuzahlung wird den Aussagen von Elisabeth (maximal für 42 Tage im Kalenderjahr) und Nix (keine Zuzahlung bei Übergangsgeldbezug) zugestimmt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg, und dass Sie in die für Sie richtige Reha-Klinik kommen.

Ihr Experte