Bescheinigung Hochschule und Schule

von
Johannes P

Meine Frage:

Ich habe hier noch eine alte Bescheinigung meiner Schule rumliegen, die ich nach dem Abitur bekommen habe. Außerdem eine aktuelle von meine Hochschule: "Bescheinigung für Zwecke der gesetzlichen Rentenversicherung über Zeiten der Hochschulausbildung".

Muss ich diese dem Rentenversicherer vorlegen? Wenn ja, wie?

Vielen Dank,

JP

von
KSC

Eigentlich eine unglaubliche Frage für einen Menschen mit Abi und Studium.

Ja, weil Schul- und Studienzeiten Anrechnungszeiten sind und wichtig für die Rente sein können.

Wie lege ich der DRV eine Bescheinigung vor?

Ich würde sie entweder
eintüten und per Post zuschicken
oder persönlich bei einer Außenstelle abgeben
oder im Versicherungsverlauf schauen ob die Zeit schon drin steht, wenn nein, siehe oben.

von
Johannes P

Danke für die Antwort. Die Formulierung auf der Bescheinigung war sehr seltsam.

Ganz besonderen Dank natürlich für den Tipp mit dem Eintüten.

Grüße,

JP

von
-_-

Zitiert von: KSC

Wie lege ich der DRV eine Bescheinigung vor?

Ich würde sie entweder eintüten und per Post zuschicken oder persönlich bei einer Außenstelle abgeben oder im Versicherungsverlauf schauen, ob die Zeit schon drin steht, wenn nein, siehe oben.


Überheblichkeit ist nicht geboten! Wenn es KSC schon nicht so genau weiß, wie soll es dann ein Laie wissen? Guckst du hier mal ganz oben auf dem Formular:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/54920/publicationFile/16505/V0510.pdf

Für Schulzeiten gilt § 39 Abs 1 DEÜV. "Die Krankenkassen melden dem zuständigen Rentenversicherungsträger Anrechnungszeiten ihrer Mitglieder nach § 58 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 und Zeiten des Schulbesuches nach § 58 Abs. 1 Nr. 4 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch." Schulbescheinigungen sind daher bei der Krankenkasse zur Weitermeldung in das Rentenversicherungskonto abzugeben.

Anders ist es bei nicht Krankenversicherten sowie bei Fach- und Hochschulzeiten. Nach § 39 Abs. 4 DEÜV gilt: "Der Versicherte kann bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger die Vormerkung einer Anrechnungszeit beantragen, wenn er nicht Mitglied einer Krankenkasse ist oder es sich um Zeiten eines Fachschul- oder Hochschulbesuches nach § 58 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch handelt."

Nachzulesen:
http://bundesrecht.juris.de/de_v/__39.html

von
KSC

Dennoch gebe ich zu bedenken, dass der von Ihnen vorgeschlage Weg nicht der allein seelig machende ist.

Mein Vorschlag sich direkt an die DRV zu wenden funktioniert ebenso gut.

Aber seis drum, es ist nur wichtig dass die Zeiten ins Rentenkonto gelangen, wie ist eigentlich sekundär.

von
-_-

Zitiert von: KSC

Dennoch gebe ich zu bedenken, dass der von Ihnen vorgeschlage Weg nicht der allein seelig machende ist. Mein Vorschlag sich direkt an die DRV zu wenden funktioniert ebenso gut.

Sie unterstellen mir eine Aussage, die ich so nicht getroffen habe. Es ging um die herabsetzende Form Ihrer Antwort.

Die Bestimmungen der DEÜV stellen den nach rechtlichen Normen korrekten Weg dar.

Die auf dem Formular angegebene, für verschiedene Ausbildungsarten unterschiedliche Verfahrensweise, ist den massenhaft anfallenden Schulnachweisen geschuldet, die leicht zu beurteilen sind und über eine DEÜV-Meldung der Krankenkasse sehr unkompliziert dem Rentenversicherungskonto zugeführt werden können. Diese Verfahrensweise dient der Verwaltungsvereinfachung und sollte daher auch empfohlen werden.

Sie müssen nicht meinen, mir sei nicht bekannt, dass der von Ihnen genannte Weg auch möglich ist. Der ergibt sich schon aus § 39 Abs. 4 DEÜV für Personen, die nicht Mitglied einer Krankenkasse sind. Wie sollte der RV-Träger auch feststellen, ob der Versicherte Mitglied einer Krankenkasse ist und die Krankenkasse "eigentlich" zuständig wäre.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Johannes,

Es gibt offensichtlich mehrere Wege, wie Sie aus den vorangegangenen Beiträgen ersehen konnten. Aber in Ihrer Situation, wo neben den Schul- auch noch Studienzeiten geltend gemacht werden sollen, wäre es am einfachsten, Sie vereinbaren einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle oder bei Ihrem örtlichen Versicherungsamt bei der Gemeindeverwaltung zur kompletten Kontenklärung.
Unter dem Link Formulare, Publikationen können Sie sich auch die notwendigen Formular, V100 und V410 herunterladen und selbst ausfüllen. Unter dem Link Beratung Online - Antragstellung können sie den Antrag auch selbst online ausfüllen und weiterleiten.