besonders langjährig versichert und GdB 50

von
Ute

Ich bin Jahrgang 58, hatte vor 3 Monaten einen Schlaganfall und war auch im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt in der Reha, habe einen GdB von 50.Laut KK sei (laut Gutachten, welches ich aber nicht kenne) momentan meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet bzw. gemindert.Man müsste mich deshalb auffordern erneut einen Antrag auf Reha zu stellen. Dies erübrige sich aber, denn man werte meinen ersten Antrag so als sei ich der Aufforderung schon nachgekommen. Man deutet folglich den ersten und einzigen Rehaantrag in einen Rentenantrag um, da man meint, dass durch die erfolgte Reha die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert wurde. Ich würde allerdings auch eine weitere Reha machen, um dann ggfs. wieder in das Berufsleben einsteigen zu können.
Ich nehme an, dass ich mir mit der Erwerbsminderungsrente schlechter stehe als mit dem momentanen Krankengeld und ich möchte keine Abschläge, zumal ich ja auch schon 45 Jahre Rentenbeiträge eingezahlt habe.Was kann ich jetzt sinnvoller Weise tun?

von
senf-dazu

Hallo Ute!

Lassen Sie sich bei einer Beratungsstelle mal die Situation durchrechnen.
Mit einer Zurechnungszeit bei der vollen EM-Rente könnte diese zwar unter einem derzeitigen Krankengeld, aber möglicherweise über der jetzt zu erwartenden Altersrente (für besonders langjährig Versicherte) liegen. Da Sie schon nahe der 63 sind, ist der Abschlag auch nur gering.
Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen wäre mit einem Abschlag von grob 6% jetzt schon möglich.
Da hier nur über Ihr Versicherungsleben und die derzeitige gesundheitliche Situation spekuliert werden kann, lassen Sie sich am besten in einer Beratungsstelle der DRV die möglichen Renten erklären und ausrechnen. Parallel könnte auch ein leidensgerechter Arbeitsplatz bei Ihrem Arbeitgeber (bei Personalabteilung und Betriebsrat nachfragen?) Ihre Kasse davon überzeugen, dass Sie noch "verwendbar" sind.
Alles Gute!

von
Siehe hier

Zitiert von: Ute
Ich bin Jahrgang 58, hatte vor 3 Monaten einen Schlaganfall und war auch im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt in der Reha, habe einen GdB von 50.Laut KK sei (laut Gutachten, welches ich aber nicht kenne) momentan meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet bzw. gemindert.Man müsste mich deshalb auffordern erneut einen Antrag auf Reha zu stellen. Dies erübrige sich aber, denn man werte meinen ersten Antrag so als sei ich der Aufforderung schon nachgekommen. Man deutet folglich den ersten und einzigen Rehaantrag in einen Rentenantrag um, da man meint, dass durch die erfolgte Reha die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert wurde. Ich würde allerdings auch eine weitere Reha machen, um dann ggfs. wieder in das Berufsleben einsteigen zu können.
Ich nehme an, dass ich mir mit der Erwerbsminderungsrente schlechter stehe als mit dem momentanen Krankengeld und ich möchte keine Abschläge, zumal ich ja auch schon 45 Jahre Rentenbeiträge eingezahlt habe.Was kann ich jetzt sinnvoller Weise tun?

Hallo Ute,
zunächst einmal sollten Sie bei der Krankenkasse oder der Rehaklinik eine Kopie des Gutachtens anfordern, auf das sich die Krankenkasse beruft.
Und dann sollten Sie einen Termin bei einer Beratungsstelle Ihrer zuständigen DRV buchen. Ob Sie mit einer EM-Rente tatsächlich schlechter gestellt wären, kann dort berechnet werden.
Oder Sie fordern online eine Renten"Auskunft" (nicht Information!)
hier an:
https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

Sie dürften - sofern Ihre Leistungsfähigkeit das erlaubt - auch bei einer EM-Rente bis zu 6.300,00 EUR im Jahr hinzuverdienen.
Ob eine weitere Reha Aussicht auf Erfolg haben kann, kann von Ihren betreuenden Ärzte besser beurteilt werden als hier im Forum.
Bei der Beratungsstelle können Ihnen auch die weiteren notwendigen Schritte besser erklärt werden, als hier im Forum, da hier keiner Ihre Unterlagen kennt. Notwendige Anträge können dann auch dort gleich gestellt werden.
Sollten Sie aktuell (gesundheitlich) nicht in der Lage sein, zu einem Beratungstermin zu gehen, können Sie auch um den den Hausbesuch eines "Versicherungsältesten" bitten. Wer in Ihrer Nähe zuständig wäre, erfahren Sie ebenfalls von Ihrer DRV.

Gute Besserung!

Experten-Antwort

Hallo Ute,

auch wir empfehlen eine persönliche Beratung in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, um Ihre Fragen zu klären und individuelle Berechnungen der möglichen Rentenarten zu erhalten.