Besser bei DR oder Rürup noch freiwillig einzahlen?

von
Klaus-P.

Guten Tag,

um meine kurz bevorstehende schmale Altersrente etwas aufzubessern, überlege ich, noch in diesem Jahr "freiwillig" einzuzahlen.
Bei der Deutschen Rente würde ich da ca. 3, 80 pro tausend Euro (der KK-Beitrag wurde schon abgezogenen).

Eine andere Möglichkeit wäre, noch in die Rürup-Rente einzuzahlen. Da würde ich dann etwa einen EUR mehr pro tausend EUR bekommen. Allerdings beginnt die erst ein Jahr später.

Nun überlege ich hin und her, was "besser" ist.
Bei der DR gibt es ja womöglich regelmässige Rentenerhöhungen, wo das nach den Lebenshaltungskosten angepasst wird, jedenfalls nach dem geltenden Recht (auch wenn das fürs nächste Jahr ausfallen soll).
Und bei dem Rürup-Versicherer gibt es die in Aussicht gestellte Überschussbeteiligung, die aber nicht garantiert ist.

Bei der staatlichen Rente könnte immerhin noch etwas Hinterbliebenenrente übrig bleiben. Bei Rürup ist im Todesfall alles weg.

Ich weiß natürlich, dass niemand mir die Entscheidung abnehmen kann.
Dennoch wäre ich dankbar "für guten Rat".

von
Steuer

Beachten Sie auch die steuerliche Komponente.
Für Anlagetipps ist dieses Forum aber tatsächlich der falsche Ort. Für so etwas ist „gegen Gebühr“ eher die Verbraucherzentrale zuständig.

von
Klaus-P.

Zitiert von: Steuer
Beachten Sie auch die steuerliche Komponente.
Für Anlagetipps ist dieses Forum aber tatsächlich der falsche Ort. Für so etwas ist „gegen Gebühr“ eher die Verbraucherzentrale zuständig.

Vielen Dank für den Hinweis. - Doch geht es mir bei der Frage tatsächlich um Ihre Empfehlungen bzw. Erfahrungen und Hinweise.

von
Erwin

Zitiert von: Klaus-P.
Zitiert von: Steuer
Beachten Sie auch die steuerliche Komponente.
Für Anlagetipps ist dieses Forum aber tatsächlich der falsche Ort. Für so etwas ist „gegen Gebühr“ eher die Verbraucherzentrale zuständig.

Vielen Dank für den Hinweis. - Doch geht es mir bei der Frage tatsächlich um Ihre Empfehlungen bzw. Erfahrungen und Hinweise.

Also wenn ich diese Wahl hätte, würde ich auf die DRV setzen! Die ist bei weitem besser, als ihr Ruf und es ist nicht die schlechteste "Rendite", niemand verlangt zusätzliche Gebühren oder spekuliert mit Ihrem Geld. Desweiteren ist die Zahlzeit der Rente nicht begrenzt und pleite kann die DRV auch nicht gehen. Das da der Staat zuschießt ist kein Makel, sondern eher ein Vorteil und es liegt nicht an Beitragsschwäche der Versicherten, sondern eher an artfremden Leistungen, welche erbracht werden müssen. Ist aber nur meine Meinung, aber so sehe ich das ganze. Ich habe nebenher die Riesterrente(der ersten Stunde) hätte es aber lieber gesehen, etwas über die DRV machen zu können.

Experten-Antwort

Hallo Klaus-P.,

wie Sie schon richtig sagten, diese Entscheidung kann Ihnen keiner abnehmen.

Die gesetzliche Rentenversicherung hat sich jedoch in allen Krisen als zuverlässiger Partner für die Altersversorgung erwiesen. Die Möglichkeit der freiwilligen Beitragszahlung zur gesetzlichen Rentenversicherung erfreut sich aktuell größter Beliebtheit.
Können sich soviele Leute irren? ;)

Eine einzelfallbezogene Komplettberatung kann hier leider nicht erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam

von
Walter

Nur so als allgemeine Info:

Die GRV ist solide keine Frage, die Rentenerhöhungen orientieren sich an der Lohnentwicklung.

Bei Rürup hängt es zunächst davon ab, in was genau investiert wird. Hier gibt es große Unterschiede bei den Anbietern und auch große Wahlmöglichkeiten.

Wählt man einen guten Anbieter und ein gutes Produkt kann unter Umständen mehr Geld rausspringen. Es kann aber auch weniger sein, da hier der Anleihen- oder Aktienmarkt für die Rendite sorgen muss.

Meine Meinung dazu ist, dass längere Anlagezeiträume eher für Rürup sprechen, kürzere Anlagezeiträume kurz vor Rentenbeginn eher für die gesetzliche Rentenversicherung, da es hier keine große Marktschwankungen gibt.

von
Klaus-P.

Zitiert von: Erwin

Vielen Dank für den Hinweis. - Doch geht es mir bei der Frage tatsächlich um Ihre Empfehlungen bzw. Erfahrungen und Hinweise.

Also wenn ich diese Wahl hätte, würde ich auf die DRV setzen! Die ist bei weitem besser, als ihr Ruf und es ist nicht die schlechteste "Rendite", niemand verlangt zusätzliche Gebühren oder spekuliert mit Ihrem Geld. Desweiteren ist die Zahlzeit der Rente nicht begrenzt und pleite kann die DRV auch nicht gehen. Das da der Staat zuschießt ist kein Makel, sondern eher ein Vorteil und es liegt nicht an Beitragsschwäche der Versicherten, sondern eher an artfremden Leistungen, welche erbracht werden müssen. Ist aber nur meine Meinung, aber so sehe ich das ganze. Ich habe nebenher die Riesterrente(der ersten Stunde) hätte es aber lieber gesehen, etwas über die DRV machen zu können. [/quote]

Vielen Dank für den Tipp und die Erfahrungen!

von
Klaus-P.

Zitiert von: Walter
Nur so als allgemeine Info:

Die GRV ist solide keine Frage, die Rentenerhöhungen orientieren sich an der Lohnentwicklung.

Bei Rürup hängt es zunächst davon ab, in was genau investiert wird. Hier gibt es große Unterschiede bei den Anbietern und auch große Wahlmöglichkeiten.

Wählt man einen guten Anbieter und ein gutes Produkt kann unter Umständen mehr Geld rausspringen. Es kann aber auch weniger sein, da hier der Anleihen- oder Aktienmarkt für die Rendite sorgen muss.

Meine Meinung dazu ist, dass längere Anlagezeiträume eher für Rürup sprechen, kürzere Anlagezeiträume kurz vor Rentenbeginn eher für die gesetzliche Rentenversicherung, da es hier keine große Marktschwankungen gibt.

Vielen Dank. Bin nur noch unsicher, weil ja irgendwann der Norbert Blüm widerlegt sein wird, wenn die Rentenzahler immer weniger und die -empfänger immer mehr werden. - Oder ist die Anpassung an die Lohnentwicklung etwas, was in Zukunft nicht noch gekippt werden kann??

von
Skep Ticker

Zitiert von: Klaus-P.

Vielen Dank. Bin nur noch unsicher, weil ja irgendwann der Norbert Blüm widerlegt sein wird, wenn die Rentenzahler immer weniger und die -empfänger immer mehr werden. - Oder ist die Anpassung an die Lohnentwicklung etwas, was in Zukunft nicht noch gekippt werden kann??

Die Ausgestaltung der jährlichen Rentenanpassungen an die allgemeine Lohnentwicklung hat in den zurückliegenden Jahren mehrfache, kaum noch überschaubare Veränderungen erfahren. Stets ging es dabei um die Frage, welche konkrete Maßgröße bei der Lohnentwicklung als Maßstab für die Anpassung dienen soll. Da bei der jährlichen Rentenanpassung alle Renten erhöht werden, kommt der Wahl der Maßgröße eine erhebliche finanzielle Bedeutung zu. So führt eine Rentenerhöhung um 1 Prozent zu andauernden jährlichen Mehrausgaben von etwa 2,8 Mrd. Euro (Stand 2017). Die dauerhaften finanziellen Folgewirkungen einer Rentenerhöhung haben auch immer wieder Anlass gegeben, die Anpassung in einzelnen Jahren auszusetzen bzw. zu verschieben oder die Anpassungsformel mit dem Ziel einer Absenkung des Erhöhungssatzes zu verändern, um über diesen Weg Finanzierungsproblemen in der Rentenversicherung zu begegnen und Beitragssatzanhebungen zu vermeiden.

von
Ruth

ich hoffe, Ihnen helfen

https://www.ihre-vorsorge.de/rechner/freiwillige-rentenversicherung.html

bzw.

https://www.ihre-vorsorge.de/rechner/ruerup-steuersparrechner.html

Mit freundlichen Grüßen

Ruth

von
W°lfgang

Zitiert von: Klaus-P.
Nun überlege ich hin und her, was "besser" ist.

Hallo Klaus-P.,

Erfahrungswerte können Ihnen nur die liefern, die ihr kurzfristig eingesetztes Kapital bereits/rechtzeitig 'amortisiert' haben - egal in welchem System ;-) *)

Potenziell Interessierte/Nutzer für Ausgleichszahlungen bei erwarteter Rentenminderung bei der Altersrente zucken ob der hohen/möglichen Zahlbeträge zunächst davor zurück (auch wenn Sie es auf dem Konto haben) -> "bleibt auf dem Konto /brauch ich nicht für die Rente = ist auch so Geld zum Lebensunterhalt da/ auch ohne Zinsen für das 'schimmelnde' Kapital, das ich/die Witwe es je nach Bedarf verbrauchen ...

*) und ja, die DRV steht aktuell 'blendet'/im Sinne von nicht nur Schein + Rauch + Allgemeinwissen dar, wenn es um die verlässliche 'Rendite' geht (Beiträge oben haben es rein neutral auch so gesehen) = hier kann kein Kapital verbrennen. DAS ist jetzt aber kein flammender Appell/'zahlt in die DRV ein was möglich ist' ...Produkte des Finanzmarktes mit der DRV vergleichen, und dann seine Entscheidung treffen, was für mich/Sie/Angehörige eine sinnvolle 'Investition' sein könnte - so kurz vor Ende: 'nehm ich klassisch Eichenholz mit großem Festumzug oder doch die Blechurne anonym verbuddelt'.

Da wird Sie kein DRV-Berater über den Tisch ziehen wollen – dem/mir ist Ihre Entscheidung zu dieser Frage letztendlich egal, Sie erhalten nur die verifizierbaren Fakten nach aktuellen Rentenwerten (3,80 'netto' pro 1 K € Einzahlung) und dem Verweis: DRV, das läuft ...seit 100+ Jahren.

Gruß
w.
PS: Denken Sie auch an den Umbau in 'Art-/Altersgerechtes' Wohnen, das spontan/dann erst Kapital erfordern könnte ... *g