Bestandsschutz EMR

von
Teetrinker

Guten Tag,
ich habe eine Frage zum Bestandsschutz nach EM-Rentenbezug. Dieser Bestandsschutz gilt ja immer dann, wenn man innerhalb von 2 Jahren nach dem Ende des EM-Rentenbezugs erneut eine Rente bezieht und beinhaltet auch, dass bei der Folgerente die der EMR zugrundeliegenden Rentenpunkte auch in der Altersrente gemindert werden. Wenn nun aber zwischen EMR und einer grundsätzlich ungemindert zustehenden Altersrente ein Abstand von über 2 Jahren liegt, fließen dann die der EMR zugrundeliegenden und bereits geminderten Rentenpunkte wieder ungemindert in die Altersrente ein oder bleibt die Minderung lebenslang?
Ich hoffe, ich habe mich nicht zu umständlich ausgedrückt. Es geht mir kurz gesagt um die Frage, ob nach 2 Jahren Nichtbezug EMR die Minderung der Rentenpunkte wieder entfällt.

von
Kaffeeschlürfer

Abwarten und Tee trinken.

von
Ergänzung

Zitiert von: Teetrinker

Es geht mir kurz gesagt um die Frage, ob nach 2 Jahren Nichtbezug EMR die Minderung der Rentenpunkte wieder entfällt.

Sie sollten Ihre Frage dahingehend ergänzen, was bei zwei Jahren Nichtbezug mit der Zurechnungszeit passiert bzw. wie die Zeit des Rentenbezugs bei einer zweijährigen "Pause" dann in der Altersrente bewertet wird.

Denn: Was nützt es Ihnen, wenn die 10,8% Abschlag wegfallen - aber auch z.B 20Punkte/Jahre aus der Zurechnungszeit, wenn Sie sehr früh EM waren.

Nur mal so als Denkanstoß...

Experten-Antwort

1. Wird im Anschluss an eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit eine weitere Versichertenrente bezogen, sind die bisherigen Entgeltpunkte in der Folgerente "besitzgeschützt", wenn die Nachfolgerente innerhalb von 24 Kalendermonaten nach Ende des Bezuges der vorherigen Rente beginnt.
2. Der Rentenabschlag aus der Rente wegen Erwerbsunfähigkeit ist ggf. in der Folgerente (Altersrente) um die Monate zu erhöhen, für die die Rente wegen verminderter Erwerbsunfähigkeit, nicht mehr in Anspruch genommen wurde. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, zu welchem Zeitpunkt ein Anspruch auf eine ungeminderte Altersrente besteht. Diese Frage sollten Sie konkret mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger klären.
3. Wenn Nach Ende des Bezuges der Rente wegen Erwerbsminderung ein erneuter Anspruch auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsunfähigkeit besteht, ist diese Rente nach dem Recht zu berechnen, dass im Zeitpunkt des aktuellen Rentenbeginns gilt, ggf. unter Beachtung des Besitzschutzes. Die Zeit des Bezuges der Rente wird in der Nachfolgerente als Anrechnungszeit aufgrund des Rentenbezuges berücksichtigt.

von
Ergänzung

Zitiert von: Techniker

Die Zeit des Bezuges der Rente wird in der Nachfolgerente als Anrechnungszeit aufgrund des Rentenbezuges berücksichtigt.

Liebes Expertenteam,
danke für die Antwort.
Aber wie wird die "Anrechnungszeit" dann nach einer Pause für die spätere Zeit bewertet? Mit dem Durchschnitt aller anderen Zeiten? Mit dem Entgeltpunktwert der ersten Zurechnungszeit? ....oder?
Bitte nochmals um ergänzende Antwort. Danke im voraus.

Experten-Antwort

Eine Rente wird immer nach dem Recht berechnet, das z.Zt. des aktuell zu ermittelnden Rechts gilt.
Der im Rahmen dieser Rentenberechnung ermittelte Gesamtleistungswert wird in voller Höhe für die Bewertung der Anrechnungszeit aufgrund des Rentenbezuges zugrunde gelegt.