betreutes wohnen/eingliederungshilfe: einfluss auf em-renten-antrag?

von
anke

hallo,

meine frage ist folgende:

hat es einen einfluss darauf, wenn der antragsteller einer em-rente in einem betreuten wohnen lebt? nennt sich eingliederungshilfe für behinderte menschen nach dem SGB XII.

ich bin betreuerin einer jungen frau (33 j.), die psychisch erkrankt ist, seit jahren ALG II bezieht und in einem solchen projekt lebt und ich frage mich, ob dies berücksichtigung findet.

wer nicht mal eigenständig und verantwortungsvoll seinen alltag schafft, der ist wohl auch nicht in der lage arbeiten zu gehen.

dass ärztliche berichte gesichtet werden von der DRV ist schon klar, die existieren ja auch, aber sollte man das betreute wohnen explizit im antrag erwähnen wie auch den grad der behinderung von 50?

danke.

anke

von
Schade

Beides kann beispielsweise im Selbsteinschätzungsbogen R215 eingetragen werden.
Was die ärztlichen Dienste damit machen, kann online sicher nicht gesagt werden.

von
gast123

Nach dem Grad der Behinderung wird im EM-Antrag explizit gefragt, also angeben.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo anke,

ob ein Antragsteller im betreuten Wohnen untergebracht ist, hat in der Regel keinen Einfluss auf die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers, der ja nur prüfen muss, ob die gesundheitliche Einschränkung so gravierend ist, dass Erwerbsminderung im Sinne des Gesetzes vorliegt.
Auch ein Schwerbehindertenausweis ist nicht ausschlaggebend für diese Entscheidung. Man kann diese Tatsachen jedoch im Rahmen der Rentenantragstellung angeben.
Der ärztliche Dienst prüft die Befundberichte, um die medizinische Einschätzung abzugeben.
Darüber hinaus hat der Rentenversicherungsträger die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen zu prüfen.