Beurteilung meiner Situation in Bezug auf EM

von
Martin Manfred

Hallo, ich bitte um eine Beurteilung folgender Situation.
Ich bin seit Juni 2013 AU geschrieben wegen Knieartrose .Diese wurde zwischenzeitlich zum 3. mal per Endoskopie bearbeitet. Ich bin im Rohrleitungsbau/Straßenbau tätig.
Aufgrund meiner Beschwerden beabsichtigte ich mein Kniegelenk durch eine Prothese zu ersetzen um meine Arbeitsplatzsituation zu verbessern und wieder herzustellen. Diese OP wurde mir verneint mit der Begründung das ich auch nach der OP meine bisherige Tätigkeit keinesfalls mehr ausüben könne. Diese OP solle auf Grund meines Alters (60) noch so weit als möglich nach hinten verschoben werden um eine längere Nutzung zu erzielen.
Somit bin ich nachweislich nicht in der Lage meine bisherige Tätigkeit auszuüben .Ebenso würde eine Op. diesen zustand nicht verändern. Jede andere Tätigkeit die zur Belastung meines Knies führen würden können nicht mehr von mir ausgeführt werden.
Habe bisher 43 Beitragsjahre nachzuweisen und und habe( u.a. mit diesem Knieproblem ) GdB 30 wobei hier auch ein Verschlechterungsantrag ansteht.
Vielleicht kann man mir auf diesem Wege mir einen möglichen Weg für meine Zukunft aufzeichnen. Ich persönlich weiß nicht wie dieser aussehen könnte .
Danke im vorraus.

Gruß

von
Noni

Ohne Ihre ganzen Unterlagen zu kennen, kann man leider nur raten; Ihr Arzt würde mehr dazu sagen können.
Der Verschlechterungsantrag ist wichtig, dann könnten Sie mit Abschlag (vorausgesetzt, Sie sind Jg. 53) mit 60 Jahren und 7 Monaten in Rente. Sie können natürlich auch Erwerbsminderungsrente beantragen, ebenfalls mit Abschlag. Ob das wegen des Knies Aussicht auf Erfolg hat, bezweifle ich aber: Mein Vater bekam nach 40 Jahren als Maurer erst vor Gericht Teilerwerbsminderungsrente zugesprochen, mit kaputten Knien, Wirbelsäule und nach einem leichten Schlaganfall.
Wichtig ist beim Verschlechterungsantrag wie auch beim Rentenantrag, gleich Kopien sämtlicher Facharzt- und Krankenhausberichte mit einzureichen. Sie wissen sonst nicht, was Versorgungsamt und DRV tatsächlich anfordern (und auch nicht, was sie zeitnah bekommen). Nur die Meinung Ihres Hausarztes zählt nicht sehr viel.

Experten-Antwort

Ihr Leistungsvermögen kann nur im Rahmen eines Antragverfahrens auf Erwerbsminderungsrente beurteilt werden. Die Feststellung des Leistungsvermögens geschieht in der Regel durch den ärztlichen Dienst des Rentenversicherungsträgers. Je nach Beurteilung des Leistungsvermögens kann ein Anspruch auf eine teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente bestehen. Bei negativer Beurteilung ist aber auch eine Ablehnung des Antrags möglich. Ihre berufliche Tätigkeit kann evtl. für den Anspruch auf eine teilweise Erwerbsminderungsrente auch ausschlaggebend sein.

Ein Anspruch auf eine Altersrente würde bei Ihnen wohl frühestens nach Vollendung des 63. Lebensjahres bestehen, dies allerdings mit Abschlägen. Bei Höherstufung Ihres GdB auf mindestens 50% würde sich wieder ein neuer Sachverhalt hinsichtlich des frühestmöglichen Beginns einer Altersrente ergeben.

Um Ihre Gesamtsituation konkret beurteilen zu können, ist es sinnvoll, eine Beratungsstelle des zuständigen Rentenversicherungsträgers aufzusuchen.