Bevorstehende Reha, Trotzdem Bedenken!!!

von
Raezor

Guten Tag zusammen,

meine Frau wurde am 13.09 in einer Schweren und langen OP am Schädelbasis inneren Operiert.
Diese OP ist in dieser Konstellation wie sie gelaufen ist Einzigartig auf der Welt und somit gibt es kein Referenz Material zur Genesungszeit.
Durch Frühere Operationen hat meine Frau auch einen VP-Shunt der letztes Jahr gesetzt wurde um eigentlich den Liquor Ausfluss aus der Nase zu Stoppen, was aber gewaltig nach Hinten losging.
Seit her hat sie immer sehr Starke Kopfschmerzen beim Lage wechsel vom Liegen zum Sitzen oder Stehen. Typische Überdrainage Symptome.

Die Überdrainage wird auch bis Mitte/Ende Dezember so bei behalten um dann Durchs anstehende MRT zu sehen wie alles verwachsen ist. Man hat ihr zu Deckung der Zerstörten Schädelbasis im bereich der Keilbeinhöhle einen Vollhautlappen aus dem unterarm inkl. arherie implantiert.

Die Überdrainage bleibt halt erhalten um kein Risiko einzugehen den Hautlappen durch den Normaldruck zu beschädigen oder das Operationsergebnis zu vermindern.

Jetzt macht meine Frau sich natürlich Gedanken seit die Reha genehmigt wurde, und eigentlich noch paar fragen offen sind.
Die Reha wurde genehmigt als AHB, aber die Krankenhausentlassung liegt schon 2 Wochen zurück und wir haben von der Klinik noch kein Termin erhalten.
Das nächste kommende Problem ist das durch die AHB der anreise Termin wohl recht baldig ist, meine frau aber am Montag erstmal wieder bei der MKG ist und die sich da den unterarm anschauen und dann entscheiden wann die Operation die zur Deckung des defektes erfolgen kann. Zumindest hoffen wir das die dann endlich was sagen können, zur Zeit wartet man bis die Sehnen soweit überwachsen sind. Sprich sie hat eine Große offene Wunde am unterarm.
Den Termin, so sollte bis dahin noch nicht alles mit der Operation gelaufen sein, werden wir definitiv verschieben müssen auch wenn die DRV Schrieb das einer Terminverschiebung nicht entsprochen werden kann.
Ich denke mir persönlich eine Ausstehende OP hat mehr Vorrang als eine Reha.

Zu guter letzt beschäftigt meine Frau halt auch wie oder was sie in der Reha machen soll.
Die Reha ist eine Neurologische Reha weil die Neurochirurgie der Meinung ist das sie diese Bräuchte nach so einer OP weil es zu Konzentrations Problemen kommt nach so einer OP auch wenn die Patienten davon rein Garnichts merken wären sie da.(Recht fragwürdig wie man eine Besserung feststellen will wenn man selbst nicht von seinem leiden merkt oder weis, aber gut ist ein anderes Thema).
Begleitend soll auch Physiotherapie Stattfinden weil sie durch die Ständige überdrainage Lange Zeit nicht richtig laufen konnte und es auch noch nicht kann und es dadurch ja zu Massiven Muskelabbau kommt.

Soweit ist das ja auch okay aber sie fragt sich halt, so wie ich mich auch wie man das mit der Physiotherapie, Bewegungstherapie vereinbaren will wenn meine Frau nicht mal in der Lage ist ohne Massive Schmerzen im Kopf (die sich schon durch sehr leichte Anstrengung verschlimmern wo es dann auch mal zu Muskelzittern kommen kann).
Zudem hat sich in der Uniklinik kein Arzt dazu Geäußert ob die Physio nicht vielleicht sogar schädlich für das Operationsergebnis sein könnte, da Anstrengung auch den Hirndruck erhöht.

Und meine frage als Ehemann ist diese ob sie unter diesen überhaupt Rehafähig ist =/

Uiii ist ja doch einiges geworden.

Wer bis hier hin gelesen hat, bei denen möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken.

Freue mich auf eure Antworten und sollten Fragen sein weil was unklar ist, Fragt einfach :) .

Mfg. Raezor

von
Cassandra

Es tut mir leid zu lesen, was Ihre Frau alles hinter sich hat.
Aber: ich glaube nicht, dass man Ihnen hier im Forum helfen kann, die Bedenken und Fragen zu zerstreuen.
Rufen Sie bei der Rehaabteilung der DRV an oder wenden Sie sich zur Vorsprache an eine A+B Stelle. Dort wird man Ihrer Fragen sicherlich beantworten können.

von
???

"Zudem hat sich in der Uniklinik kein Arzt dazu Geäußert ob die Physio nicht vielleicht sogar schädlich für das Operationsergebnis sein könnte, da Anstrengung auch den Hirndruck erhöht.
Und meine frage als Ehemann ist diese ob sie unter diesen überhaupt Rehafähig ist"

Diese Fragen sollten Sie mit den behandelnden Ärzten besprechen. Da kann Ihnen hier keiner helfen.

"Die Reha wurde genehmigt als AHB, aber die Krankenhausentlassung liegt schon 2 Wochen zurück und wir haben von der Klinik noch kein Termin erhalten.
Das nächste kommende Problem ist das durch die AHB der anreise Termin wohl recht baldig ist, meine frau aber am Montag erstmal wieder bei der MKG ist und die sich da den unterarm anschauen und dann entscheiden wann die Operation die zur Deckung des defektes erfolgen kann."

Rufen Sie in der Klinik an und fragen Sie nach dem voraussichtlichen Aufnahmetermin. Wenn es da Probleme mit der anstehenden OP gibt, müssen Sie mit Ihren Ärzten entscheiden, was zuerst gemacht werden soll.

"... weil es zu Konzentrations Problemen kommt nach so einer OP auch wenn die Patienten davon rein Garnichts merken wären sie da.(Recht fragwürdig wie man eine Besserung feststellen will wenn man selbst nicht von seinem leiden merkt oder weis, aber gut ist ein anderes Thema)."

Es gibt Test für alles mögliche, auch für die Konzentrationsfähigkeit. Wenn jemand am Ende einer Reha besser abschneidet als am Anfang, hat sich normalerweise was gebessert.

Experten-Antwort

Hallo Razor,

die Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine ambulante oder stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Die Besonderheit dieser Leistung besteht darin, dass sie nur bei bestimmten Erkrankungen in Betracht kommt und sich unmittelbar (regelmäßig spätestens 2 Wochen nach der Entlassung) an eine stationäre Krankenhausbehandlung anschließt.

Ob und inwieweit die von Ihnen beschriebene AHB der medizinischen Indikation Ihrer Frau gerecht wird und ob Ihre Frau tatsächlich rehafähig ist, kann ich im Rahmen dieses Forums leider nicht abschließend beurteilen. Zur Klärung dieser Fragen sollten Sie sich aus meiner sollten Sie unbedingt mit den derzeit behandelnden Ärzten, ggf. dem Akutkrankenhaus und der Rehaklinik verständigen.

von
Raezor

Ich bedanke mich schon mal für eure Antworten.

Die Operation hat zu 100% Vorrang da es sich um eine offene Wunde handelt mit einer Größe von ca. 5cm x 7cm. Eine Offene Wunde ist immer ein Infektionsrisiko. Wobei ich eher davon ausgehen werde das die Rehaeinrichtung das in diesem Fall genau so sieht wie wir jetzt Persönlich.

Zum Testen der Konzentrationsfähigkeit sag ich mal aus dem Bauch heraus als Laie: Ich kann es mir schon gut vorstellen das dies alles testbar und messbar ist aber es entgeht "Mir" Persönlich Sinn einer solchen Maßnahme wenn man als Patient Absolut keine Änderung an sich verstellen kann im Gegensatz zu vor der OP. Aber das ist jetzt nur meine Laien Meinung.

von
Raezor

Guten Abend zusammen,

ich bin es nochmal.
Heute mittag hatten wir den Brief der Reha Klinik im Briefkasten, die Reha soll schon am Dienstag beginnen und ist als AHB angegeben.
Jetzt besteht aber ein Gravierendes Problem.
Meine Frau hat immer noch eine Große offene Wunde am Unterarm.
Diese wird morgen bei der MKG Begutachtet und dann hoffen wir mal das es Bald zu einem Operation Termin kommt für die Plastische Deckung der Wunde.

Wie verhält es sich in so einem Fall mit dem Verschieben der Reha?
Die Operation ist schon sehr wichtig zumal die Wunde auch da Regelmäßiger Verbandswechsel stattfindet und immer wieder Luft dran kommt ein Hohes Infektionsrisiko besitzt (Laut Hausarzt der die letzten 2 Wochen die Wunde weiter versorgt hat).

Und noch ne Frage am rande:
Wie verhält es sich in der Reha bezüglich Aktivitäten im Wasser, wenn meine Frau weder Badekleidung noch eine Bade Prothese hat. Muss sie dann an solchen Therapien Teilnehmen? ( Auch wenn wir jetzt noch Badesachen kaufen würden )

Freue mich auf eure Antworten.

Mfg. Raezor

von
W*lfgang

Zitiert von: Raezor
(...)
Raezor,

in diesem Forum werden Sie zwar 'Bedauern' bei med. Einschränkungen/Reha erhalten können, aber - mangels Teilnahme von med. geschulten Usern - auch nur ansatzweise keine Antwort auf Ihre/Ihre Frau betreffende Fragen erwarten können.

DAS gilt es direkt mit der Reha-Klinik zu klären bzw. dem soz.-med. Dienst der DRV - und den jetzt behandelnden Fachärzten.

Gruß
w.

von
otto normalverbraucher

Konzentrationstraining, Training des Arbeitsgedächtnisses usw. kann im Prinzip niemandem schaden. Für Ihre Frau ist kann es vielleicht auch ein gutes Erleben sein, festzustellen, dass sie in diesem Bereich keine Probleme hat.
Mit einer offenen Wunde wird niemand ins Wasser geschickt. Es gibt eine Vielzahl anderer Therapiemöglichkeiten.
Sie dürfen davon ausgehen, dass in den meisten neurologischen Rehakliniken gutes Fachwissen vorhanden ist und Ihre Frau nicht überfordert wird. Die notwendige Pflege ist dort auch sichergestellt. Stellen Sie beim ärztlichen Aufnahmegespräch alle Fragen, die Ihnen wichtig sind, mit denen Sie Ängste abbauen können. Am Besten schreiben Sie sich diese gemeinsam mit Ihrer Frau vorher auf, damit Sie in der Aufregung keine vergessen.
Bei der Reha nach einer solch schweren Operation ist es wichtig, möglichst bald mit gezielten, auf den Patienten zugeschnittenen Therapien anzufangen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau viel Kraft auf dem Weg.

von
Raezor

Guten Morgen,

ich bedanke mich für eure Antworten recht Herzlich. =)

Die Reha vor der Op schon anzutreten wäre nicht so das Problem, das Problem was wir sehen wie es mit der Reha ist wenn meine Frau nach 1 1/2 - 2 Wochen da ist und dann eigentlich Operiert werden soll am Arm!?

Ich denke mal eine Reha ist sollte durchgezogen werden und nicht wegen Solchen dingen frühzeitig beendet werden müssen.
Da ich selber nie in einer Reha war weiß ich auch nicht wie das in solchen Fällen gehandhabt wird.

Zur Neurologischen Therapie sehe ich das genau so das es nicht Schaden kann und mit dem Erfolgsgefühl meiner Frau denke ich mal gibt das auch nen guten Schwung.
Den Physiotherapeutischen Teil kann muss man eh vor Ort Klären da es doch erhebliche Einschränkungen gibt in der Mobilität meiner Frau.
- Massiver Muskelabbau nach über 12 Monaten fast nur liegen ( Also nur die nötigsten Wege)
- Sehr Starke Pochende und Dröhnende Kopfschmerzen durch überdrainage ( Die leider noch bis Dezember Gewollt ist )
- Zu Enge Prothese da sie in den Letzten 2 Jahren durch die Medikamente gegen das Prolaktinom und weiteres sowie durch den Bewegungsmangel über 20kg zugenommen hat =(
- Zu guter Letzt ist keine Bade Prothese vorhanden so das Aktivitäten wie ein lauf Training im Wasser oder sonstiges nicht ausgeführt werden könnte.

Ich Bedanke mich nochmal Recht Herzlich bei allen Antworteten Usern.
Morgen erstmal mit dem Facharzt der MKG sprechen und dann sehen ma weiter.

mfg. Raezor =)