Bezug einer vollen befr. EMR und jetzt Pflege eines Familienangehörigen in Kombi-Pflege, was ist zu beachten?

von
Karl-Heinz

Hallo,

nun ist bei mir der Fall eingetreten, das meine Mutter ein Pflegegrad 2 erhalten hat, nach Begutachtung des MDK der Pflegekasse.
Ich wurde als Pflegeperson mit meiner Frau eingesetzt. Nun beziehe ich eine volle befristete EMR und meine Frau ALG-2 mit AU. Diese Pflege wird als Kombinations-Pflege durchgeführt. Ich werde mit miner Frau nur leichte Hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernehmen, wie Essen kochen, Wäsche waschen, Behördengänge und alles was damit zusammen hängt durchführen etc. Den andere Pflege wird dann ein Pflegedienst durchführen, auf Professioneller Basis. Ich bekomme ja keine Leistungen dafür.

Nun werde ich wohl 10 Std/Woche, in a=7Tage/Woche diese Kombinationspflege durchführen mit dem Pflegedienst.

Kann mir nun die DRV einen Strich durch die Rechnung machen, wegen der vollen befr. EMR, weil ich leichte Hauswirtschaftliche Dinge tätige?

Gruß Karl-Heinz

von
GGG

Zitiert von: Karl-Heinz

Kann mir nun die DRV einen Strich durch die Rechnung machen, wegen der vollen befr. EMR, weil ich leichte Hauswirtschaftliche Dinge tätige?

Nein, siehe auch hier: https://www.ihre-vorsorge.de/rente/gesetzliche-rente/rente-und-pflege-entgeltpunkte-fuer-angehoerige.html

von
Karl-Heinz

Aber trotzdem müsste ich das der DRV melden, das ich nun meine Mutter Pflege. Und muss ich da die Stunden nachweisen, oder brauche ich das nicht?

Gruß Karl-Heinz

von
W°lfgang

Zitiert von: Karl-Heinz
Aber trotzdem müsste ich das der DRV melden, das ich nun meine Mutter Pflege. Und muss ich da die Stunden nachweisen, oder brauche ich das nicht?
Gruß Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,

lesen Sie auch diesen kürzlich erschienen Beitrag:

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/pflege-einer-nahen-angehoerigen-1.html

Keine Sorge wg. Ihrer EM-Rente, diese Pflegetätigkeit ist unbedeutend/nicht mitteilungspflichtig.

Überlegenswert ist allerdings, warum nicht Ihrer Frau allein der volle Umfang der Pflegetätigkeit 'zugeordnet' worden ist/schlicht per Erklärung gegenüber der Pflegekasse ...für Ihre spätere Altersrente sind die 'neuen' Pflichtbeitragszeiten aus der Pflege so gut wie unbedeutend/bringen regelmäßig keine höhere Altersrente mit sich - könnte aber für Ihre Frau noch einen kleinen Bonus für die Altersrente bringen ...neue Versicherungszeiten, neue Rentenansprüche (sofern nur Hausfrau und nicht versicherungspflichtig beschäftigt) ← dazu in der nächsten Beratungsstelle nochmal nachfragen und ggf. den bisher 'geteilten' Pflegeaufwand neu aufteilen. UND, aufgrund der nur befristeten EM-Rente gäbe es auch gute Gründe, die Pflegetätigkeit/Pflichtbeitragszeit auch bei Ihnen zu belassen ← auch dazu werden Sie vor Ort entsprechende Hinweis erhalten.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Karl-Heinz,

die Ausübung einer nicht erwerbsmäßigen Pflegetätigkeit steht dem Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung nicht entgegen. Sie brauchen Ihrem Rentenversicherungsträger diesbezüglich keine Mitteilung zu geben.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.2020, 07:59 Uhr]