BG-Gutachten wurde mit MdE 20 % festgestellt, hat das Auswirkungen auf die volle befristete EMR?

von
Ottifant

Hallo,

der Gutachter der mich im Rahmen der Anerkennung einer Berufskrankheit(BG) begutachtet hat, hat festgestellt das ich eine MdE von 20 % habe, auf meine Orthopädischen Erkrankungen.
Nun läuft bei mir die volle befristete EMR, welche Auswirkungen hat dieses Gutachten auf die volle befr. EMR der DRV?

Könnte die DRV mit dem MdE von 20 % die volle befristete EMR umwandeln in eine unbefristete? Weil der Gutachter bei der Begutachtung festgestellt hat, das ich meinen mal erlernten und ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben darf und ich auch diese gefährlichen und schweren Arbeiten vermeiden sollte. Er hat noch einige andere Dinge im Bezug auf mein Beruf geäußert.

Nun was kann ich da bei der DRV erreichen, wenn ich das Gutachten da einreiche? Oder meldet die BG das sowieso der DRV. das ein Gutachten erstellt wurde, im Rahmen der Anerkennung der Berufskrankheit, das eine MdE 20 % vorliegt?

Gruß Ottifant

von
W°lfgang

Zitiert von: Ottifant
Könnte die DRV mit dem MdE von 20 % die volle befristete EMR umwandeln in eine unbefristete?

Hallo Ottifant,

'könnte' ja/vielleicht/oder nein. Dafür ist aber ein Antrag von Ihnen erforderlich - nehmen Sie den Vordruck R0120 i. V. mit R0210) - um das gemessen an den Anforderungen für eine unbefristete EM-Rente prüfen zu lassen. Können Sie natürlich auch formlos auf einem weißen Blatt Papier formulieren.

Daneben sind Sie verpflichtet, der DRV dann den Bezug einer Leistung der BG umgehend anzuzeigen. Ggf. kann es zu einer Kürzung der EM-Rente führen, darüber erhalten Sie dann einen ergänzenden Bescheid der DRV.

Gruß
w.

von
Ottifant

Hallo,

na soweit ist es noch nicht. Habe erst nur das Gutachten, aber noch kein Bescheid darüber, was die BG nun macht oder zahlt. Muss ja erst ein Anerkennungsbescheid erhalten, wo da dann drin steht, das dieses Anerkannt wurde und was ich für " eventuelle " Rente von der BG erhalte. Oder die machen andere Maßnahmen. bisher habe ich noch nichts seitens der BG. Die hat auf das Gutachten auch noch nicht reagiert, egal in welche Richtung.

Mir ging es erstmals nur um das Gutachten, was ich da vielleicht bei der DRV erreichen kann. Und ob das Auswirkungen auf die jetzige befristete volle EMR haben kann, ein MdE 20%. Ob die DRV bzw. der sozialmedizinische Dienst das verwerten kann bzw. die jetzige befristete EMR umwerten kann zur unbefristeten EMR.

Gruß Ottifant

Experten-Antwort

Hallo Ottifant,
es kann jederzeit ein Antrag auf volle EMR auf Dauer gestellt werden. Hierzu steht der Vordruck R0120 i.v.m R0210 zur Verfügung.
Der Grad der Behinderung ist lediglich ein Indiz im Rahmen der Prüfung der vollen EMR. Eine volle EMR wird i.R.d. § 43 Abs. 2 SGB VI geprüft und setzt eine dauerhafte Leistungsminderung von unter 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt voraus.
Sollte der Anerkennungsbescheid der BG vorliegen, wird im Rahmen des § 93 SGB VI eine Einkommensanrechnung vorgenommen. Für weitere individuelle Fragen steht ihnen das Servicetelefon der DRV zur Verfügung. Hotline der DRV-Westfalen: 0800100048011.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.2021, 12:40 Uhr]

von
Hotline?

Zitiert von: Experte/in
Hallo Ottifant,
es kann jederzeit ein Antrag auf volle EMR auf Dauer gestellt werden. Hierzu steht der Vordruck R0120 i.v.m R0210 zur Verfügung.
Der Grad der Behinderung ist lediglich ein Indiz im Rahmen der Prüfung der vollen EMR. Eine volle EMR wird i.R.d. § 43 Abs. 2 SGB VI geprüft und setzt eine dauerhafte Leistungsminderung von unter 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt voraus.
Sollte der Anerkennungsbescheid der BG vorliegen, wird im Rahmen des § 93 SGB VI eine Einkommensanrechnung vorgenommen. Für weitere individuelle Fragen steht ihnen das Servicetelefon der DRV zur Verfügung. Hotline der DRV-Westfalen: 0800100048011.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

Aus welchem Grund wird denn hier auf die Hotline der DRV Westfalen verwiesen?
Aus dem bisherigen Thread ist weder der Wohnort, noch der zuständige Rententräger ersichtlich.
Da irgendeine Hotline zu benennen, halte ich im Sinne des Fragestellers und der Mitarbeiter im Telefondienst der Rententräger für nicht zielführend.