Binge Eating Disorder - 5 Wochen Reha - Wie AG beibringen?

von
Traumkind

Hallo,

ich leide unter der Essstörung Binge Eating Disorder und befinde mich seit Anfang diesen Jahres in psychotherapeutischer Behandlung. Mein Freund hat mich Anfang Juni nach über 4 Jahren verlassen und mich aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen. Seitdem sind die Beschwerden zeitweise schlimmer geworden.

Meine Psychotherapeutin und Hausärztin haben mir dann dazu geraten, einen Rehaantrag zu stellen. Der wurde innerhalb 3 Wochen auch bewilligt.

Meinem AG habe ich nichts gesagt, ich arbeite im öffentlichen Dienst. Bin erst seit Februar in dieser Abteilung und wir sind nur zu dritt.

Jetzt habe ich im Moment Urlaub und am Mittwoch meine Bewilligung bekommen. Die Personalabteilung habe ich schon informiert und den offiziellen Schrieb hingeschickt. Allerdings wissen es meine Kollegin und mein Sachgebietsleiter noch nicht, lediglich dem Amtsleiter über ihm habe ich auch eine Durchschrift vom Bescheid geschickt.

Wie soll ich mich nun auf der Arbeit verhalten? Welche Gründe soll ich nennen, wenn ich gefragt werde, welche Beschwerden ich habe?

Meine Kollegen wissen nciht, dass ich in psych. Behandlung bin und wissen auch nichts von meiner Essstörung. Ehrlich gesagt will ich auch kein Wort darüber verlieren.

Die beiden kennen sich in Kursachen gut aus, und jetzt wurden bei mir auch noch 5 Wochen bewilligt. Muss nächste Woche wieder arbeiten und hab ziemlichen Schiss davor, es ihnen zu sagen.

Der Kurbeginn ist voraussichtlich in 3 Wochen und hinzu kommt noch, dass beide Kollegen dann nacheinander jeweils 3 Wochen im Urlaub sind.

Ich weiß das ich diese Kur dringend brauche, aber ich bin ziemlich durch den Wind und habe Angst, es ihnen zu sagen. Was soll / kann ich sagen? Hat jemand einen Tipp für mich?

Danke und LG

von
Anna

Ich kann ermutigen halbwegs offen mit den Kollegen umzugehen.
Das "Verstellen" und verbergen von psych. Erkrankungen/Problemen kostet ungeheure Kraft und die Kollegen spüren, dass man nicht authentisch ist. So kann es zu Ausgrenzung und Mobbing kommen, der Betreffende zieht sich dann zurück und das Verhältnis ist futsch.
Esstörungen, Depressionen und burn out sind doch Themen die "salonfähig" und publik sind.
Evtl. ist denen das Essverhalten bereits aufgefallen und ein offenes Wort stellt sogar Getuschel ab?
Wie auch immer - Sie sind beeinträchtigt, noch frisch im Team und Sie werden Unterstützung und Verständnis brauchen wenn Sie mit sich, dem Team und der Arbeit zurechtkommen wollen.
Also sprechen Sie ehrlich an, dass Sie zumindest eine "schwere Zeit" haben und eine Reha antreten um die "Talfahrt" zu stoppen.
Nach einer Reha sind Sie darauf angewiesen, dass man Ihnen hilft auf den aktuellen Stand zu kommen.
Die Kollegen sollten also bereits vor der Maßnahme durch Vertrauen und Offenheit motiviert werden Ihnen bei der Rückkehr wohlwollend zur Seite zu stehen.
Sind die Kollegen jedoch stinkig weil sie sich belogen fühlen, dann ist für Sie der Rehaerfolg gleich futsch.

Viel Erfolg und Mut!
mfg

von
Klartext

Zitiert von: Anna

Ich kann ermutigen halbwegs offen mit den Kollegen umzugehen.
Das "Verstellen" und verbergen von psych. Erkrankungen/Problemen kostet ungeheure Kraft und die Kollegen spüren, dass man nicht authentisch ist. So kann es zu Ausgrenzung und Mobbing kommen, der Betreffende zieht sich dann zurück und das Verhältnis ist futsch.
Esstörungen, Depressionen und burn out sind doch Themen die "salonfähig" und publik sind.
Evtl. ist denen das Essverhalten bereits aufgefallen und ein offenes Wort stellt sogar Getuschel ab?
Wie auch immer - Sie sind beeinträchtigt, noch frisch im Team und Sie werden Unterstützung und Verständnis brauchen wenn Sie mit sich, dem Team und der Arbeit zurechtkommen wollen.
Also sprechen Sie ehrlich an, dass Sie zumindest eine "schwere Zeit" haben und eine Reha antreten um die "Talfahrt" zu stoppen.
Nach einer Reha sind Sie darauf angewiesen, dass man Ihnen hilft auf den aktuellen Stand zu kommen.
Die Kollegen sollten also bereits vor der Maßnahme durch Vertrauen und Offenheit motiviert werden Ihnen bei der Rückkehr wohlwollend zur Seite zu stehen.
Sind die Kollegen jedoch stinkig weil sie sich belogen fühlen, dann ist für Sie der Rehaerfolg gleich futsch.

Viel Erfolg und Mut!
mfg

So ein Blödsinn. Sie sind scheinbar " nur " Hausfrau und Mutter und standen nie im Arbeitstleben..

Auf gar keinen Fall sollten Sie ihren Kollegen zuviel erzählen und schon gar nicht das Sie in psychiatrsicher behanldung sind ! Am Anfang gibts für Sie noch Mitleid, aber spätestens wenn durch ihre mehrwöchige Abwesenheit die Arbeistbelastung erhöht wird ( was ja bei ihnen konkret passieert, da Urlaubszeit und dann von 3 Leuten nur noch 1 da ist...) gibt es mächtig Ärger und niemand wird noch Verständnis im Kollegenkreis für Sie aufbringen.

Das sind glasklare Erfahrungswerte ( Ausnahme bestätigen nur diese Regel ) die viele schon vor ihnen machen mussten.

von
???

Einen sicheren Rat kann hier Ihnen vermutlich niemand geben. Wichtig ist, dass Sie sich erstmal überlegen, wie die "Stimmung" derzeit bei Ihnen am Arbeitsplatz ist. Je besser Sie mit Ihren Kollegen auskommen, desto eher würde ich zur Wahrheit neigen. Klartext hat zwar recht, es wird für Ihre Kollegen stressig werden, wenn Sie solange fehlen und die freuen sich sicher nicht darüber. Aber das wird so sein, egal ob Sie die Wahrheit sagen oder sich eine Erklärung ausdenken. Damit werden Sie leben müssen.

von
Anna

Zitiert von: Klartext

So ein Blödsinn. Sie sind scheinbar " nur " Hausfrau und Mutter und standen nie im Arbeitstleben..

Sie irren.....@ Klartext....sehr sogar.
Ich bitte um Verständnis wenn ich mich Ihrem Umgangston nicht anschliessen mag und abweichende Erfahrungen nicht *Blödsinn* nenne..oder anderweitig beleidige und abwerte.
Wenn Sie eine andere Meinung vertreten und andere Erfahrungen haben ist das völlig ok für mich.
Es geht ja hier den Fragenden darum verschiedene Tipps zu erhalten um sich heraussuchen zu können welche Vorgehensweise einem selbst entspricht.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Traumkind,

grundsätzlich unterliegt Ihre Erkrankung dem Datenschutz. Sie müssen daher mit niemanden darüber reden.

Inwieweit Sie sich mit Ihren Kollegen austauschen müssen Sie selbst entscheiden. Dies ist eine Frage des Vertrauens untereinander.
Bedenken Sie aber, dass Ihre Kollegen allein aus der Dauer der Reha und dem Rehaort bereits gewisse Rückschlüsse ziehen können. Ob Sie der "Gerüchteküche" im Betrieb zuvor kommen wollen bleibt aber Ihnen alleine überlassen.

von
=//=

Welche Beschwerden Sie haben und den Grund für die Reha geht niemand etwas an, nicht mal die Personalabteilung oder Ihren Amtsleiter. Allerdings kann man aus einer im vornherein genehmigten 5-wöchigen Reha auf Ihre Erkrankung schließen, denn eine Reha aus anderen Gründen wird nur für 3 Wochen (evtl. mit anschließender Verlängerung) genehmigt.

Wissen Sie denn schon genau, dass die Reha in 3 Wochen beginnt? Wenn nicht, könnten Sie auch einen Kompromiss schließen und die Reha NACH Ende des Urlaubs Ihrer Kollegen antreten. Ein Bewilligungsbescheid ist immerhin 6 Monate gültig. Mit der Klinik könnte man den Termin dann auch so absprechen. Vielleicht zeigen Ihre Kollegen dann mehr Verständnis und Ihre Angst löst sich in Wohlgefallen auf.

von
Traumkind

Hallo,

vielen Dank erst einmal für die zahlreichen Rückmeldungen und Ratschläge.

Ich habe meine Frage aus folgendem Grund online gestellt:

Meine Kollegin sowie mein Chef sind beide um die 60. Ich bin allerdings erst Mitte 20. Es ist schwierig, sich alles "junges Küken" dort durchzusetzen.

Wir haben Kollegen/innen im Umfeld, die an psych. Erkrankungen leiden. Ich habe das schon zu Beginn in dieser Abteilung gesteckt bekommen und es wird sich darüber lustig gemacht. Letzt hat eine andere Kollegin aus einer anderen Abteilung eine psychos. Kur angetreten, mein Chef redet seither nur davon, dass sie sich "in der Klappse befindet und die Jugend heutzutage nicht mehr belastbar ist".

Klar wird geredet, egal ob ich die Wahrheit sage oder nicht und klar ist mir auch, dass sie sich wahrscheinlich selbst zusammenreimen können, dass es nicht unbedingt nur ein orthopädisches Problem ist (ich habe seit meiner Kindheit nämlich wirklich Probleme mit der HWS und leide unter erheblichem Übergewicht). Meine Kollegin hat erzählt, dass "normale" Kuren immer nur für 3 Wochen bewilligt werden und sobald da mehr draus wird, ist es immer psychischer Natur.

Ich werde mit meiner Therapeutin heute auch noch einmal darüber sprechen und mich dann seelisch und moralisch darauf vorbereiten, wie ich am besten auf der Arbeit auftrete.

Grundsätzlich haben wir ein offenes Verhältnis, allerdings hält sich mein Chef in persönlichen Angelegenhbeiten sehr zurück und ich erzähle auch nicht so viel - gerade weil ich weiß, dass meine Kollegin eine solche Tratschtante ist.

Ich werde die beiden jedenfalls bitten, dieses Thema vertraulich zu behandeln - ich habe keine Lust dass das Haus am Ende angeblich "besser" darüber Bescheid weiß als ich, unter was für Problemen ich leide.

Ich weiß nicht genau, wer die Frage mit dem Kurbeginn gestellt hat - ja, es soll in 3 Wochen losgehen, so steht es im Bescheid der DRV. Ich habe bereits mit meiner Ärztin gesprochen und die rät mir dazu, die Kur unter gar keinen Umständen zu verschieben, da ich wirklich aktue Probleme habe.

Danke und LG!

von
=//=

Im Bescheid der DRV kann der Reha-Beginn eigentlich nicht drinstehen, denn die Klinik und nicht die DRV vergibt den Termin.

"Ich habe bereits mit meiner Ärztin gesprochen und die rät mir dazu, die Kur unter gar keinen Umständen zu verschieben, da ich wirklich aktue Probleme habe."

Na ja, Sie müssen wissen, wie Sie sich entscheiden. Es trifft ja bestimmt auch zu, was Ihre Ärztin sagt. Aber ich kann mir vorstellen, dass es besser wäre, die Reha ein paar Wochen zu verschieben als gleichzeitig mit dem Urlaub der Kollegen in Reha zu gehen. Evtl. würde dies sogar von Ihren Kollegen anerkannt.

Und noch was: VERSUCHEN Sie gegenüber Ihrem Chef selbstbewußt aufzutreten, wenn er sich in so abfälliger Weise über psychische Krankheiten ausläßt. Ich finde es eine Unverschämtheit. Ich hatte im Kollegenkreis auch einige psych. Erkrankte, aber sowas habe ich noch von keinem Chef gehört.

Vielleicht sollte er sich mal vor Augen halten, dass das in unserer heutigen Zeit JEDEM - auch ihm - passieren kann. Wieviele Menschen, auch junge, haben denn z.B. ein Burn-out-Syndrom? Vielleicht ist im Leben Ihres Chefs immer alles glatt verlaufen? Keine bösen Schicksale, keine Probleme.... Dann sollte er sich darüber freuen und nicht andere beleidigen.

Wobei ich - leider - auch schon festgestellt habe, dass viele junge Leute oftmals wirklich nicht mehr sehr belastbar sind und bei den ersten auftretenden Schwierigkeiten aufgeben oder krank werden. Aber der Grund dafür kann sehr vielschichtig sein und als Chef solche Aussagen zu machen, zeugt nicht gerade von Führungsqualität und Vorbildfunktion.

Vielleicht halten Sie ihm dies mal ganz freundlich vor Augen.

von
Klartext

" Und noch was: VERSUCHEN Sie gegenüber Ihrem Chef selbstbewußt aufzutreten, wenn er sich in so abfälliger Weise über psychische Krankheiten ausläßt. Ich finde es eine Unverschämtheit. Ich hatte im Kollegenkreis auch einige psych. Erkrankte, aber sowas habe ich noch von keinem Chef gehört. "

Man kann sich nur wundern was einige hier scheinbar für kuschelige Jobs haben wenn sie " so etwas noch nie gehört haben " :

Das ist Realität und fakt. In vielen Firmen reden die Chefs so. Manchmal offen , manchmal hinter vorgehaltener Hand. Willkommen in der Realität !

Wenn der Chef UND die Kollegen Sie dann auf dem Kieker haben ist der Drops gelutscht.

von
=//=

Ich habe mit Sicherheit keinen "kuscheligen" Job und ich hatte selbst auch schon Chefs, die auf die eine andere Art und Weise unverschämt wurden. Hätte ich es mir gefallen lassen, wäre ich unten durch gewesen! Das ist Fakt. Ich habe aber zu verstehen gegeben, dass man es mit mir nicht so machen kann, und siehe da, ich bin danach relativ gut mit den jeweiligen Personen ausgekommen.

Ich weiß auch, dass sich manche Schlauberger abfällig über psych. Erkrankungen auslassen, ob offen oder hinter vorgehaltener Hand. Wenn sie dann aber von der "Klappse" sprechen und die verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen nicht unterscheiden können, haben sie keine Ahnung und sollten die Klappe halten.

von
??

Zitiert von: Klartext

" Und noch was: VERSUCHEN Sie gegenüber Ihrem Chef selbstbewußt aufzutreten, wenn er sich in so abfälliger Weise über psychische Krankheiten ausläßt. Ich finde es eine Unverschämtheit. Ich hatte im Kollegenkreis auch einige psych. Erkrankte, aber sowas habe ich noch von keinem Chef gehört. "

Man kann sich nur wundern was einige hier scheinbar für kuschelige Jobs haben wenn sie " so etwas noch nie gehört haben " :

Das ist Realität und fakt. In vielen Firmen reden die Chefs so. Manchmal offen , manchmal hinter vorgehaltener Hand. Willkommen in der Realität !

Wenn der Chef UND die Kollegen Sie dann auf dem Kieker haben ist der Drops gelutscht.


Sie sind ja schon in vielen Firmen rumgekommen.

von
Traumkind

So, der AG und mein Abteilungsleiter wissen Bescheid. Der Abteilungsleiter hatte es schon von der Perso.abt. erfahren, aber sie haben es insoweit ganz "gut" aufgenommen. Habe auch nicht den wahren Grund gesagt.

Jetzt noch eine Frage: Im Bescheid der DRV steht, dass die Reha voraussichtlich ab der KW 36 beginnt. Der Bescheid ist vom 02.08.13. Von der Klinik habe ich allerdings noch nichts gehört.

Kann es sein, dass die Reha auch erst zu einem viel späteren Zeitpuntk beginnt? Ist es sinnvoll, mal in der Klinik anzurufen oder sich zu erkundigen?

LG

von
User

Ja es kann sein dass die Reha auch erst später beginnt. Die RV weiß das nicht sicher, das kann Ihnen nur die Klinik sagen.

Rufen Sie dort einfach an und fragen Sie nach.

von
Traumkind

Hallo,

danke für den Ratschlag, ich habe jetzt in der Klinik angerufen und die haben mir mitgeteilt, dass ich für den 22.10. vorgesehen bin.

Ich habe der Dame am Telefon meine Telefonnummer hinterlassen, sie hat mir gleich angeboten, mich auf eine Warteliste zu setzen.

Das hieße, dass ich innerhalb 3 - 5 Tagen anreisen müsste. Damit habe ich persönlich kein Problem und auch für meinen AG wird das kein Problem sein.

Meine Kollegen werden sich freuen, da ich so dann nicht in deren Urlaubszeit rutsche, wenn es bei dem späten Aufnahmezeitpunkt im Oktober bleibt.

Doof und unglücklich finde ich es allerdings schon, dass die DRV einen voraussichtlichen Starttermin nennt und dieser dann von der Klinik um mehrere Wochen überschritten wird. Aber gut, ich bin froh, dass ich die Bewilligung habe, wann es dann los geht ist eher das "unwichtigere".

LG

von
=//=

"Ist es sinnvoll, mal in der Klinik anzurufen oder sich zu erkundigen?"

Ja, sicherlich können Sie sich dort telefonisch erkundigen, wann der Aufnahmetermin ist.

Man sieht einmal mehr, dass wir uns manchmal viel zu viel Gedanken machen, wie der Andere oder die Anderen reagieren. Es hat doch jetzt einigermaßen gut geklappt, oder?

Wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Reha und gute Genesung.

von
Traumkind

@ = // =

Natürlich waren beide nicht begeistert und ich habe einen Rüffel kassiert, warum die Abteilung es von der Pers.abt. mitgeteilt bekommt und nicht durch mich persönlich - war halt bisschen blöde, wegen Urlaub.

Jedenfalls habe ich es dann aufs orthopädische geschoben und da hatten beide Einsicht / Nachsicht und mir alles Gute gewünscht. Natürlich muss ich mir jetzt jeden Tag Ratschläge übers abnehmen und Rückenleiden anhören, aber ok, damit kann ich leben. Ins eine Ohr rein und ins andere raus. Wichtig ist meine Gesundheit und der Rest ist eigentlich "nur" Arbeit.

Aber Sie haben Recht, wir machen uns zu viele Gedanken. Hier dazu ein sehr guter Spruch, den ich gestern von einer Freundin bekommen habe:

"Es gibt nur einen Weg zum Glück und der beutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen!". Finde ich sehr passend!

LG und ich hoffe mal, dass das mit der Warteliste etwas bringt und ich u. U. schon früher "einrücken" kann.

von
=//=

Sicherlich ist kein Chef/Arbeitgeber begeistert, wenn sein AN 5 Wochen weg vom Fenster ist. Wären Sie Arbeitgeber, würden Sie wohl genauso denken.

Aber so ist es nun mal. Ist man 5 Wochen wegen Krankheit nicht arbeitsfähig, ist es ja auch nicht anders. Es ging ja bei Ihnen hauptsächlich um die Sorge, mit welchen dämlichen Sprüchen Ihr Chef sie in nächster Zeit drangsalieren wird.

Aber ich denke mal, damit können Sie leben. Und FALLS Sie doch mal (dumm) auf eine psych. Erkrankung angesprochen werden (1 Kollegin kennt sich ja wohl aus), sagen Sie, dass der Grund Ihrer Reha niemanden was angeht.

von
=//=

Kommen Sie eigentlich in eine der Schön Kliniken (die heißen wirklich so ;-) )? Auch wenn nicht, gehen Sie mal auf die Webseite dieser Klinik. Dort gibt es viele Tipps und Foren über die Krankheit.

von
Traumkind

@ =//=

Natürlich hat die eine Kollegin gleich gewettert, nachdem der Chef im Termin war Google aufgemacht und mich herbeigerufen, sie habe mal nach orthopäd. Kliniken in Bad Wildungen geschaut, welche es denn von den vorgeschlagenen wäre.

Es ist keine Schön-Klinik sondern eine Klinik der Wicker-Gruppe, die auch neben dem psychosomatischen wirklich auf Orthopädie spezialsierit ist.

Dann ging es natürlich los, den halben Nachmittag hat sie mich ständig mit Fragen gelöchert "es muss doch was psych. sein, wenn es so lange ist". Und ich habe mich auf ahnungslos gestellt "Du, keine Ahnung, das mit dem Rücken scheint was langwieriges zu sein"....

Aber danke für Deinen Ratschlag, ich schaue mal auf der Schön-Klinik-Seite nach.

Ich denke, im Berufsleben wird man immer wieder auf solche Kollegen stoßen. Mein Chef aalt sich immer im rechten Licht aber in Wirklichkeit hat er wahrscheinlich selbst genug eigene Probleme am Hals, die er vertuscht, indem er über die Probleme anderer lästert.

Auch von ihm kam schon ein Spruch in Richtung Psyche, das habe ich aber an mir abprallen lassen - meine Therapeutin sagt, wie Sie mir ja auch geraten haben, man kann durchaus auch mal sagen Stop, bis hierher und nicht weiter, ich möchte nicht mehr weiter darüber sprechen / es geht keinen was an.

Schlimm ist nur, dass man mir auf den Teller schaut wenn ich Mittag esse und dann dumme Sprüche kommen "Na wenn Sie erst mal in Kur waren muss sich aber der ganze Anhang mit dem Essen umstellen, so wie Sie kochen".

Unverschämt und frech!! Dabei koche ich sehr ausgewogen und mit viel Gemüse, leichten Zutaten. Mein Übergewicht KOMMT nun mal von der Essstörung. Aber das werde ich diesen Drachen NICHT erzählen.

LG und schönen Tag!