Blockmodell und EM / BU

von
SAMERO

Hallo,
ich 10/1949 beabsichtige die zum Ende des Jahres auslaufende Vorruhestandsregelung zu nutzen. (3 Jahre als Blockmodell wodurch ich mit ca. 61,5 Jahren in VRS ginge)
-Rentenkonto bisher fast 45 Jahre ohne Unterbrechung.
Da durch einen Betriebsunfall eine EM / BU möglich werden könnte folgende Frage:
Welche Nachteile könnten mir durch eine EM / BU endstehen, wenn ich vorher das Blockmodell begonnen habe -
a.) bei unter bzw. über 50 % Behinderung.
b.) welchen Einfluss hätte dies wenn die tägliche "zumutbare" Arbeitszeit reduziert würde.
c.) wieweit könnte sich dies auf den späteren Rentenbetrag negativ auswirken.
Viele Fragen .........

Vorab schon mal Danke.

von
Schade

Es sprengt meines Erachtens die Grenzen dieses Forums Ihre komplexe Frage in allen Facetten zu beatworten.

Ich meine Sie sollten sich die Zeit nehmen zur persönlichen Beratung in einer Außenstelle der DRV.

Wenn momentan Ihr Gesundheitszustand so fraglich ist, dass eine baldige Berentung im Raum steht, sollten man sich vielleicht nicht im vertraglich zu 3 Jahren ATZ verpflichten?

Experten-Antwort

Im Rahmen eines Blockmodells bei Altersteilzeit wird während der Arbeitsphase ein Wertguthaben angespart, das während der Freistellungsphase wieder entspart wird.
Wenn dieses Wertguthaben nicht entsprechend der Altersteilzeitvereinbarung verwendet wird, insbesondere nicht laufend für eine Zeit der Freistellung gezahlt wird oder wegen vorzeitiger Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses in der Freistellungsphase nicht mehr gezahlt werden kann, dann tritt ein sogenannter "Störfall" ein. Dies bedeutet, dass aus dem nicht ordnungsgemäß verwendeten Wertguthaben sofort Beiträge zu zahlen sind und außerdem für den gesamten Zeitraum keine Altersteilzeit im Sinne der Rentenversicherung mehr vorliegt.
Fälle, in denen das Wertguthaben nicht ordnungsgemäß verwendet wird, können insbesondere die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses durch Kündigung oder wegen Zubilligung einer Rente wegen Erwerbsminderung sein.
Auswirkungen auf die Rentenhöhe könnten sich dadurch ergeben, dass aufgrund der fehlenden Beitragszahlung nach Eintritt des Störfalles nur eine geringere Rentensteigerung zu verzeichnen ist.
Nachdem das Ganze rechtlich sehr kompliziert ist und immer auch die Umstände des Einzelfalls zu beachten sind, empfehlen wir Ihnen, sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung beraten zu lassen.