Hallo,
Der vom Experten zitierte Text bezieht sich auf ein anderes Problem: bei der Altersvorsorge über Entgeltumwandlung wird automatisch der eigene Rentenbeitrag geringer und damit sinken auch die eigenen Ansprüche an Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung (es ist ja gerade der Witz der Entgeltumwandlung, daß diese aus sozialversicherungsfreiem - und steuerfreiem - Einkommen stammt). Damit betrifft dieses Problem hauptsächliche diejenigen, die die Entgeltumwandlung in Anspruch nehmen (indirekt senkt es über die geringeren Einnahmen der Rentenversicherung allerdings die Renten aller).
Beim Riester-Faktor ist es noch schlimmer, der mindert die Renten für alle, auch für die, die selber nicht riestern. In der Formel zur jährlichen Anpassung des Rentenwertes gibt es seit Jahren diverse Faktoren, die den Rentenanstieg bremsen, u.a. auch den Riester-Faktor. Dieser Faktor dämpft die Rentenerhöhung für alle, auch für die, die nicht riestern!
"Diesbezüglich haben Sie das leider richtig gedeutet. Bei der Berechnung des jeweiligen neuen aktuellen Rentenwertes ist dieser Altersvorsorgeanteil ein Minusfaktor für alle Rentner. Also auch für die, die nicht "riestern"." (Experte)
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"Die Höhe der gesetzlichen Renten wurde und wird durch verschiedene Reformen (Riester-Faktor, Nachhaltigkeitsfaktor, Nachholfaktor) von der Entwicklung der Löhne abgekoppelt." (Bernhard)
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Hier noch zwei Links mit Beschreibungen dieser Anpassungsformel.
"Der aktuelle Rentenwert wiederum ergibt sich aus der so genannten Rentenanpassungsformel - und die hat es wahrlich in sich. Die Formel: Aktueller Rentenwert = Rentenwert im Vorjahr mal (durchschnittlicher Bruttolohn im Vorjahr dividiert durch durchschnittlicher Bruttolohn im Vorvorjahr) mal (100 minus förderfähiger Anteil am Bruttolohn für private Altersvorsorge im Vorjahr minus Beitragssatz zur Rentenversicherung im Vorjahr dividiert durch 100 minus förderfähiger Anteil am Bruttolohn für private Altersvorsorge im Vorvorjahr minus Beitragssatz zur Rentenversicherung im Vorvorjahr) mal (1 minus Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern im Vorjahr dividiert durch Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern im Vorvorjahr mal 0,25 plus 1)."
http://www.die-tagespost.de/archiv/titel_anzeige.asp?ID=23118
"In diese Anpassungsformel, die den aktuellen Rentenwert bestimmt, sind inzwischen drei Korrekturfaktoren eingebaut: der Riester-Faktor (seit 2002), der Dämpfungsfaktor und der Nachhaltigkeitsfaktor (seit Mitte 2005). Der Riester-Faktor berücksichtigt einen Abschlag für die staatliche Förderung der (zusätzlichen) privaten Altersvorsorge. Der Dämpfungsfaktor mindert den Rentenanstieg, wenn den Berufstätigen höhere Beitragssätze abverlangt werden."
http://www.jf-archiv.de/archiv06/200618042830.htm
"Um wenigstens einen Inflationsausgleich für die Renten zu erreichen, müssten die Löhne wesentlich stärker steigen als die Inflation, damit die zusätzlichen Rentenkürzungen durch Beitragssatzsteigerung, Nachhaltigkeitsfaktor, Riester-Faktor (haben Sie übersehen) und Nachholfaktor (noch nicht in dieser Formel) alle ausgeglichen werden können.
Vereinfacht könnte man z.B. sagen: Nur wenn die Arbeitnehmer zukünftig soviel mehr verdienen, dass nicht nur die Inflation ausgeglichen wird, sondern auch noch mit den gleichen Beiträgen die stark ansteigende Zahl der Rentenbezieher (Rentnerquotient) mitfinanziert werden kann, dann, ja dann wird es wenigstens einen Inflationsausgleich geben." (Bernhard)
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Die Kaufkraft der gesetzlichen Renten wird in den nächsten Jahren/Jahrzehnten immer weiter absinken, mit der Riester-Rente kann die Lücke nichtmal ansatzweise aufgefüllt werden.
Es gibt nur eine Lösung: Altersvorsorge über hochrentable Anlageformen, und das sind nunmal nur Beteiligungspapiere. Vergessen Sie die staatlich geförderten Produkte einfach und informieren Sie sich über richtige Vermögensbildung.
Gruß,
Maria L.