BU Leistung als betriebliche AV - Krankenversicherungspflicht

von
Hobbyoptimierer

Hallo Maria L.,

wie die Anbieter dies bewerkstelligen kann man wohl nur bei direkter Kontaktaufnahme und Angebotsstellung ermitteln. Wenn das überhaupt offengelegt wird.

Bzgl. meines speziellen Falls der KV/PV Pflicht für meine BUZ habe ich mich etwas weiter erkundigt. Die Musterklagen von VdK und anderen Stellen decken meinen Fall NICHT ab. Ich werde also nach abgelehntem Widerspruch selbst Klage erheben. Und speziell im Hinblick auf die BUZ argumentieren. Die ist ja schließlich keine AV und war auch nie so gedacht. Nur verwaltungstechnisch war es ein Vertrag. Mal sehen.

von
Maria L.

Hallo Hobbyoptimierer,

bitte lesen:

Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.

Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.

Zum Thema melde ich mich dann später nochmal.

Freundliche Grüße,
Maria L.

von
Hobbyoptimierer

Hallo Maria L.,

danke für die Links. Gelesen und verstanden. Eine fortgeschrittenen Frage mit aktuellem Bezug. Da ja ab 2009 die Abgeltungssteuer gilt wird jede Veräußerung aus einem Fonds (also zum Beispiel bei einer Umschichtung) steuerpflichtig. Um dies zu vermeiden bietet es sich doch an, in 2008 vorhandenes Vermögen in einen Dachfonds einzuzahlen um dort in den kommenden Jahren steuerunwirksam Umschichtungen vornehmen zu können. Was halten Sie davon? Widerspricht das der Theorie des "langjährigen Bespeisens" von Aktienfonds? Oder ergänzt das nicht noch wunderbar? Schiffsbeteiligungen können sicher nicht als AV empfohlen werden, jedoch bieten auch diese steueroptimerte, hochrentable Anlagemöglichkeiten über einen langen Zeitraum.

von
Hobbyoptimierer

Hallo Maria L.,

überhaupt - Abgeltungssteuer. Diese erschwert das Konzept der langjährigen Besparung von Fonds natürlich ungemein durch den eben pauschalen Steuerabzug bei Auszahlung. Und ob ich dann 25% KV/PV Betrag zahle oder 25% Abgeltungssteuer - ist das nicht egal? :-) Wie sehen Sie diesen Aspekt?

von
Maria L.

Hallo Hobbyoptimierer,

mit folgendem Text (den ich im Verlauf des Tages formulierte) müßte ich bei Ihnen wohl unterdessen offene Türen einrennen.

Riester-Fondssparpläne: geben Sie so schnell auf? Zeigen Sie doch mal etwas Einsatz! ;-) Wenn Sie bzw. Ihre Frau sich "ernsthaft" für Riester-Fondssparpläne interessieren, dann könnten Sie doch tatsächlich mal bei verschiedenen Anbietern (oder sonstwie...) Informationen einholen - ich wäre an dem Ergebnis dann sehr interessiert. ;-)

Ich gehe davon aus, daß die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben (Beitragserhaltungsgarantie, regelmäßige, gleichbleibende oder steigende Auszahlungen lebenslang als Rente bzw. Auszahlplan) zwangsläufig zu einer geringeren Rendite führen MÜSSEN im Vergleich zu einer freien Fondsanlage. Dazu kommt, daß meines Wissens bei den Riester-Fondssparplänen die Fonds nicht frei aus dem gesamten Spektrum gewählt werden können, und daß nicht einmal die prozentuale Aufteilung gewählt werden kann. Da verbergen sich Rendite-Killer.

Informieren Sie sich zusätzlich über "schädliche Verwendung" - das alleine wäre für mich schon abschreckend genug. Z.B. hier:

http://www.ifl-online.de/service/bmf_05-08-2002.pdf

(Sie haben es schon begriffen, wie Ihr Beitrag von 19:25 zeigt, aber studieren Sie dieses aufschlußreiche Schreiben trotzdem)

Die "Förder-Quote" gilt nur für das jeweils erste Anlagejahr, im Folgejahr dann jeweils nur für den neuen Beitrag. Eine hohe Förder-Quote sagt noch nichts über einen hohen Erfolg der gesamten Anlage aus. Es gibt übrigens nicht Zulagen UND Steuerförderung, nur entweder - oder (nur die komplizierte Verrechnung bei der Einkommensteuer vernebelt dies - prüfen Sie dies ruhig, ich bin nur zu 99% sicher). Kinder werden auch mal erwachsen und 4% des Einkommens liegen auch nicht ewig unter 60 Euro.

Lassen Sie sich Zeit mit Entscheidungen, auf ein paar Monate kommt es nicht an. Schnell übersieht man etwas. Z.B. übersah ich das Thema Risiko-LV: falls Sie keine Risiko-LV haben (und wegen BU keine neue abschließen können), wollen oder müssen Sie die Kap-LV vielleicht (zähneknirschend) weiterführen?

Bei den BAV-Verträgen haben Sie evt. einen Regreßanspruch gegen den Ex-Arbeitgeber, wenn es sich um gezillmerte Verträge handelt (und das wird wohl bei Ihnen der Fall sein). Da ist hier Amadé der Spezialist, er hatte mal einen Link zur vbl zu diesem Thema, finde ihn auf die Schnelle nicht, aber hier ein Beitrag dazu:

Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.
Bei dem Thema KV-/PV-Beiträge ebenso wie Steuern ist noch zu beachten, daß niemand die zukünftige Gesetzeslage vorhersehen kann. Es könnte eine einheitliche Gesundheitsprämie geben (dann wäre die doppelte KV-/PV-Pflicht im IDEALFALL nicht mehr so schlimm) oder es bleibt bei prozentualen Beiträgen, evt. wird die Beitragsbemessungsgrenze aufgehoben oder es werden noch mehr Einkünfte (z.B. Kapitaleinkünfte und vor allem RIESTER-RENTEN) mit zur Finanzierung herangezogen. Überaus wahrscheinlich ist allerdings: billiger wird es nicht.

Bei Steuern gilt analog: zukünftiges Steuerrecht ist heute völlig unbekannt. Es könnte Stufentarife geben oder es bleibt beim progressiven Tarif. Ich befürchte, die Steuerlasten werden eher zu- als abnehmen (Staatsverschuldung!). Ihre gesetzliche Rente werden Sie zu 100% versteuern müssen (nach dann geltendem Recht). Die Hoffnung, mit Steuerstundungsmodellen (Riester etc.) eine insgesamt geringere Steuerlast zu tragen, könnte trügen.

Risiko-Absicherung sollte man separat machen. Für die Altersvorsorge einzig entscheidend ist dann eine möglichst hohe effektive Durchschnittsrendite (gerechnet auf die gesamte Ansparzeit, aber mit zunehmender Renditebedeutung zum Ende (!) der Ansparzeit - können Sie die effektive Durchschnittsrendite überhaupt schon selber berechnen? Wenn nicht, wird es Zeit!) bei gleichzeitig hoher Sicherheit der Vermögensbildung. Dies erzielt man über Ratensparen in richtig ausgewählte Aktienfonds (? - Den Link habe ich Ihnen wiederholt gegeben!). Auf hohe Erträge kann man dann auch Steuern und Abgaben zahlen, ohne dabei arm zu werden! Mit freiem Kapital bleiben Sie flexibel. Mit in staatlich geförderten Verträgen festgesetztem Kapital binden Sie sich sehr stark und sind zukünftigen gesetzlichen Eingriffen ausgeliefert - wollen Sie das nach Ihrer Erfahrung mit den BAV-Verträgen wirklich?

Wollen Sie Ihre staatliche Förderung/Ihre Steuerzahlungen optimieren oder Ihr Vermögen?

Viele Grüße,
Maria L.

von
Maria L.

Ich bitte um Nachsicht, meine Zeit ist begrenzt. Heute habe ich der Redaktion eine Email-Adresse mitgeteilt und um Verdrahtung mit Ihnen gebeten.

Gruß,
Maria L.

von
Maria L.

Wunderbar. Sie lesen nicht nur. Sie verstehen auch was. Fangen Sie mit dem Studium an! (sind Sie schon im 1. Semester? oder haben Sie das gleich übersprungen? Wie sieht es aus mit der Fachliteratur?)

Die Abgeltungssteuer ist MIST. Steuersparmodelle sind NOCH MEHR MIST.

Wer verdient an Steuersparmodellen?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag morgen.

Experten-Antwort

Gestatten Sie und bitte vorab die Bemerkung, dass dieses Forum von der Deutschen Rentenversicherung betrieben wird. Detailauskünfte zur betrieblichen Altersvorsorge sind uns nicht möglich.
Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung sind in der Auszahlungsphase nach unserer Kenntnis immer beitragspflichtig in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, wenn der Leistungsempfänger krankenversicherungspflichtig ist. Der Beitrag orientiert sich am Einkommen, der sogenannten Bemessungsgrundlage.

Zu Ihrer betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung:
Konkrete Nachfragen, ob und ggf. in welcher Höhe Beiträge fällig werden, bitten wir an Ihre zuständige Krankenkasse zu richten. Ggf. müssten Sie Ihr (vermeintliches) Recht auf dem Rechtsweg erstreiten.

Zu den beiden Lebensversicherungen:
Prüfen Sie zunächst, ob beide Versicherungen betriebliche Altersvorsorgeprodukte sind.
Ist dies der Fall, lassen Sie sich vom Anbieter eine Auskunft darüber geben, mit welchen Auszahlungsbeträgen gerechnet werden kann. Hinterfragen Sie den Verwaltungskostenanteil. Fragen Sie nach, welche Beträge zur Verfügung stehen, wenn der Vertrag beitragsfrei gestellt wird.
Entscheiden Sie erst dann, ob Sie den Vertrag beenden.

Im Verlauf der Diskussion wurde die Riester-Förderung als nicht zu empfehlen bezeichnet. Dies ist nicht so. Wir verweisen darauf, dass die Stiftung Warentest mittlerweile eine Vielzahl von Riesterprodukten positiv getestet hat.

Die Möglichkeiten der staatlich geförderte Altersvorsorge können wir Ihnen Anbieter unabhängig in einem Gespräch erläutern ( Riester-Rente, Entgeltumwandlung, Rürup-Rente). Sofern Sie von dem Angebot Gebrauch machen wollen, empfehlen wir Ihnen bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin unter Angabe des Beratungsthemas zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln.

Weiterhin halten die Verbraucherzentralen - allerdings nicht kostenlos - Beratungsangebote rund um das Thema Altersvorsorge vor. Die Kosten für eine Beratung belaufen sich unserer Kenntnis einmalig auf rund 150,- Euro. Vor dem finanziellen Hintergrund der zu treffenden Anlageentscheidungen sicher kein überteuertes Angebot.

von
Hobbyoptimierer

Hallo Experte,

vielen Dank für Ihre weiteren Informationen. Dazu habe ich noch Fragen.

Sie schrieben zu meinen betr. AV Verträgen:
> Hinterfragen Sie den Verwaltungskostenanteil.
Sie meinen damit eine Prüfung für mich selbst? Oder eine Hinterfragung gegenüber dem Versicherungsunternehmen? Ich denke eigentlich nicht, dass die nachträglich Vertragsbedingungen anpassen?

Das die DRV Bund eine Beratung zu Riesterangeboten macht wusste ich noch nicht. Es wäre also möglich mit einem von einer Gesellschaft vorgelegten Angebot zu einem Beratungstermin zur DRV Bund zu gehen und dieses prüfen zu lassen?

Vielen Dank.

Experten-Antwort

Entschuldigung, offenbar bin ich falsch verstanden worden.

Eine individuelle Prüfung von Riester-Angeboten durch die Deutsche Rentenversicherung erfolgt selbstverständlich nicht. Wir können Ihnen vielmehr erläutern wer förderberechtigt ist , welche Zulagen gewährt werden und wie die Verfahrensabläufe im Allgemeinen sind. Dazu halten wir Prospektmaterial bereit, welches Sie auch unter den Broschüren zu dem Thema Altersvorsorge auf http://www.deutsche-rentenversicherung.de einsehen können.

Die Auflösung einer Lebensversicherung sollte grundsätzlich erst nach Recherchen vorgenommen werden. Betriebliche Altersvorsorgeprodukte zeichnen sich häufig durch geringere Verwaltungskostenanteile aus, so dass während des Ansparzeitraumes eine höhere Summe angespart werden kann als mit einem privaten Altersvorsorgeprodukt.