Bu Rente

von
Horst Springer

Ich bin neu hier und hab da so ein Problem mit der DRV.

Ich bin vor 1961 geboren und hab einen Antrag auf Teilweise Erwerbminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit beantragt. Die Drv hat den Antrag abgelehnt und mich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen. Ich habe zwar einen Anerkannten Ausbildungsberuf als Facharbeiter ( Berufskraftfahrer) aber die Ausbildung
dauerte damals nur 2 Jahre. Mitlerweile ist das aber eine 3 Jährige Ausbildung. Ich habe mehr als 20 Jahre Berufserfahrung und habe die ganze Zeit mit F acharbeiteraufgaben beschäftigt. Meine frage: können die mich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verweisen oder müßen die mich so behandeln als wen nich auch die 3 Jährige Ausbildung hätte und mir eine Konkrete zumutbare Tätigkeit benennen ?

von
???

Lassen Sie sich Ihre Angaben von Ihrem Arbeitgeber bestätigen und legen sie damit Widerspruch ein.

von Experte/in Experten-Antwort

1. Eine Verweisung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ist nur möglich, sofern kein Facharbeiterstatus vorliegt.
2. Ob bei Ihnen ein Facharbeiterstatus vorliegt kann ohne weitere Unterlagen wie z.B. Arbeitgeberbescheinigung, Bezahlung nicht beantwortet werden. Die Einstufung eines Facharbeiters bei Berufskraftfahrern ist anhand der o.a. zu prüfen, dass die Einstufung problematisch ist, haben Sie selber eindrucksvoll geschildert.
3.Aufgrund der Sachlage sollten Sie Widerspruch einlegen mit den entsprechenden Angaben des Arbeitgebers.

von
R.A.

Selbst wenn man eine Facharbeitertätigkeit anerkennen würde, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie auch Anspruch auf eine BU-Rente hätten.

Nach dem Mehrstufenschema sind Facharbeiter auf Tätigkeiten verweisbar, die eine Qualifizierungsstufe unter ihrem zuletzt ausgeübten Hauptberuf liegen.

Das heißt in Ihrem konkreten Fall, dass man Sie auf Tätigkeiten eines angelernten Arbeiters verweisen kann, die sie innerhalb einer Anlernzeit von drei Monaten wertschöpfend ausüben können.

Die regelmäßige Rechtssprechung hält beispielsweise den qualifizierten Pförtner oder sogar eine Telefonistentätigkeit für Tätigkeiten, auf die Facharbeiter sozial zumutbar verwiesen werden können.

Zumindest dann, wenn keine Hinderungsgründe im Wege stehen.

Ich habe selbst zwei Jahre lang um meine BU-Rente kämpfen müssen. (Mit tatkräftiger Unterstützung des SoVD!)

Ich wünsche Ihnen viel Glück, viel Geduld und starke Nerven!

von
Ernst

Hallo
Seit der Wiedervereinigung gilt Facharbeiter Ausbildung 2 Jahre, in der OSTZONE gab es nur die 2 jährige ausbildung! Somit wurde das auch im Westen geändert!
Gerade bei LKW Fahrern ist es immer Problematisch, weil die DRV den Beruf als wenig Anspruchsvol einstuft.
Googlen sie mal nach Facharbeiterberuf Berufskraftfahrer und BU Rente
ENTSCHEIDENT IST WAS DEiN ARBEITGEBER MIGETEILT HAT; ICH FÜRCHTE DER HAT MIST GEBAUT DAS IST MIT GUTEM ANWALT UND EIN BISCHEN GLÜCK KORIGIERBAR: LESEN SIE DIE ANFORDERUNGEN AUCH IN BERUFE.NET
DIE REDEN ZUM BEISPIEL 2000 VOM PFÖRTNER DER IST ABER JETZT NICHT MEHR ARBEITSMARKT GÄNGIG!
ICH DRÜCKE DIR DIE DAUMEN.
Das SG hat die Klage mit Urteil vom 06.12.2000 abgewiesen, da ein Anspruch auf Rente wegen Berufsunfähigkeit (BU) bzw. Erwerbsunfähigkeit (EU) nicht bestehe. Als bisheriger Beruf des Klägers sei dessen Tätigkeit als Berufskraftfahrer zugrunde zu legen. Diese Tätigkeit könne er nach den übereinstimmenden Feststellungen in dem Gutachten nicht mehr ausüben. Dass er als Berufskraftfahrer nicht mehr arbeiten könne, bedeute nicht, dass er berufsunfähig sei. Entsprechend dem Mehr-Stufen-Schema des Bundessozialgerichts (BSG) sei er dem Leitberuf des angelernten Arbeiters zuzuordnen, obwohl er 1968 den Facharbeiterabschluss als Berufskraftfahrer erworben habe. Die Bezeichnung der Tätigkeit als "Facharbeiter" sei für deren Einstufung im konkreten Fall nicht entscheidend. Vielmehr sei für den Status eines "echten" Facharbeiters im Sinne der Rechtsprechung des BSG grundsätzlich eine Regelausbildungszeit von mehr als zwei Jahren, regelmäßig von drei Jahren, erforderlich. Bei in der ehemaligen DDR erlernten Berufen käme die Zuordnung zur Gruppe der Facharbeiter nur dann in Betracht, wenn die vergleichbare Tätigkeit im (alten) Bundesgebiet als Facharbeiterberuf im Sinne des Mehr-Stufen-Schemas anerkannt sei, selbst wenn zu DDR-Zeiten für diese Tätigkeit nur eine zweijährige Ausbildung vorgeschrieben gewesen sei (Niesel, KassKom, § 43 SGB VI Rn. 41 m.w.N.). Für den vergleichbaren Beruf des Berufskraftfahrers im (alten) Bundesgebiet sei eine höchstens zweijährige Ausbildung vorgeschrieben und Berufskraftfahrer von ihrer Ausbildungsdauer her grundsätzlich als angelernte Arbeiter einzustufen. Sie könnten dann als Facharbeiter eingestuft werden, wenn für sie ein Tarifvertrag gelte, in dem die Tätigkeit als Berufskraftfahrer in einer Facharbeitergruppe genannt werde (BSG, Urteil vom 25.08.1993, 13 RJ 21/92). Ansonsten sei eine Einstufung als Facharbeiter unter Umständen auf Grund der besonderen Anforderungen des bisherigen Berufs denkbar (BSG, Urteil vom 30.07.1997, 5 RJ 8/96). Nach der eingeholten Auskunft des letzten Arbeitgebers des Klägers sei die Tätigkeit nach keinem Tarifvertrag erfolgt und die verrichteten Tätigkeiten erforderten lediglich die entsprechende Fahrerlaubnis und hätten auch von ungelernten Arbeitern nach kurzer Einarbeitungszeit verrichtet werden können. Somit sei der Kläger dem Leitberuf des angelernten Arbeiters zuzuordnen, welche pauschal auf Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes verwiesen werden könnten. Da jedoch die vom Kläger zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine Ausbildung von regelmäßig zwei Jahren erforderte, sei er als "Angelernter des oberen Bereichs" anzusehen und sei demnach sozial zumutbar auf die Tätigkeiten eines Pförtners oder einer Bürohilfskraft verweisbar. Die Verweisungstätigkeit eines Pförtners sei dem Kläger auch gesundheitlich zumutbar. Das SG folge dabei den schlüssigen, widerspruchsfreien und überzeugenden Ausführungen des gerichtlich bestellten ärztlichen Sachverständigen Dr. F ... und dessen Gutachten vom 16.08.2000 und den darin dargelegten qualitativen Leistungseinschränkungen. Der Sachverständige habe in sich stimmig im einzelnen dargelegt, an welchen Krankheiten der Kläger leide und welche Folgen dies für sein Leistungsvermögen habe. Auf Grund der vollschichtigen Einsatzfähigkeit als Pförtner scheide die Bewilligung von Rente wegen Erwerbsunfähigkeit aus.

von
Horst Springer

Danke für die Antworten. Für mich sieht das langsam so aus als wenn die DRv mit allen mitteln versucht das man aufgibt.
Ich hab mal ne Bescheinigung erstellt , kann mein Arbeitgeber das so machen?

Bescheinigung

Herr ……… war in der zeit vom 1.12.2005 bis 25.7.2011 in unseren Unternehmen als Berufskraftfahrer tätig. Herr ……. besitzt umfangreiche Fachkenntnisse in seinen Beruf und ihn sind Facharbeiteraufgaben übertragen worden. Außerdem wurde Herr ….. mit einen Jahreseinkommen von über 30000 Euro wie ein Facharbeiter entlohnt.

Unterschrift

von
Horst Springer

Zitiert von: ???

Lassen Sie sich Ihre Angaben von Ihrem Arbeitgeber bestätigen und legen sie damit Widerspruch ein.
Danke für die Antwort. Für mich sieht das langsam so aus als wenn die DRv mit allen mitteln versucht das man aufgibt.
Ich hab mal ne Bescheinigung erstellt , kann mein Arbeitgeber das so machen?

Bescheinigung

Herr ……… war in der zeit vom 1.12.2005 bis 25.7.2011 in unseren Unternehmen als Berufskraftfahrer tätig. Herr ……. besitzt umfangreiche Fachkenntnisse in seinen Beruf und ihn sind Facharbeiteraufgaben übertragen worden. Außerdem wurde Herr ….. mit einen Jahreseinkommen von über 30000 Euro wie ein Facharbeiter entlohnt.

Unterschrift