BU-Rente und Rehabilitation?

von
Eva

Hallo,könnte mir vielleicht jemand schreiben,ob ich als BU-Rentnerin (55 Jahre),dürffte eine Rehabilitation bekommen?Habe einige Grundrekrankungen und arbeite nicht,danke für die Antwort.

von
R.A.

Selbstverständlich wird die DRV Ihre intensiven Bemühungen zur Widerherstellung Ihrer Erwerbsfähigkeit tatkräftig unterstützen.

Die Rehaklinik mit ihren Physiotherapeuten und Ärzten wird natürlich ebenfalls bestrebt sein, Ihren Entlassungsbericht möglichst positiv zu verfassen, damit die DRV als Kostenträger vom Erfolg Ihrer Reha überzeugt ist und Ihre BU-Rente noch einmal auf den Prüfstand stellt.

Also, nur zu. Wenn Sie Ihre BU-rente aufs Spiel setzen wollen, stellen Sie am besten unverzüglich einen entsprechenden (Reha)Antrag!

MfG

von
Eva

DANKE !

von
hans-jürgen

Liebe Eva, da kannst du aber einen drauf lassen. Dann ist deine BU-Rnte weg.

Experten-Antwort

Hallo Eva,

bitte lassen Sie sich hier nicht von den Antworten abhalten, einen Rehabilitaionsantrag zu stellen, wenn Sie der Meinung sind, dass für Sie Leistungen notwendig sind. Wenn Sie einen BU (Berufsunfähigkeitsrente) erhalten, können Rehaleistungen auch erbracht werden, um die volle Erwerbsminderung zu verhindern. Wenn sich das Leistungsvermögen mit der Reha zwar nicht bessert, aber eine Verschlechterung verhindert werden kann, dann bleibt Ihnen die BU-Rente selbstverständlich erhalten.

Nur dann, wenn die Reha ein voller Erfolg wäre und Sie wieder voll auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsetzbar wären, könnte Ihnen die Rente tatsächlich entzogen werden. Selbst in diesem eher unwahrscheinlichen Fall steht Ihnen dann aber immer noch der Klageweg gegen die Entziehung der Rente offen.

von
Eva

Danke!

von
R.A.

Zitiert von: Techniker

....Nur dann, wenn die Reha ein voller Erfolg wäre und Sie wieder voll auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsetzbar wären, könnte Ihnen die Rente tatsächlich entzogen werden. Selbst in diesem eher unwahrscheinlichen Fall steht Ihnen dann aber immer noch der Klageweg gegen die Entziehung der Rente offen.

Manchmal reicht schon ein Kreuz im sozialmedizinischen Gutachten aus um die Rentenberechtigung in Frage zu stellen.

Während Sozialmediziner A der Ansicht ist, der Betroffene könne nur noch zeitweise im Stehen oder im Gehen arbeiten, kann Sozielmediziner B durchaus die Meinung vertreten, der Betroffene könne überwiegend im Stehen oder im Gehen arbeiten.

Beide können Recht haben, weil ihre Einschätzung subjektiv sein darf. Für den Betroffenen kann dieses versetzte Kreuz aber verhängnisvolle Folgen haben. Nämlich: Die erneute Überprüfung seiner Rentenberechtigung!

Der Verweis auf ein mögliches Sozialgerichtsverfahren, welches erfahrungsgemäß mehrere Jahre dauern kann, ist in diesem Zusammenhang schon etwas zynisch!

Ich werde mich jedenfalls hüten, meine hart erkämpfte BU-Rente wegen einer fragwürdigen Reha-Maßnahme zu riskieren.

Ambulante Krankengymnastik erfüllt den gleichen Zweck und ist weniger gefährlich für die BU-Rente.

Aber soll ruhig jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln...

MfG

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