BU-Rentenablehnung nach fast 4 Jahren

von
Klaus

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich möchte Euch über mein Rentenverfahren berichten, unter der Suchfunktion "Klaus" stehen mehrere Berichte im Zusammenhang mit meiner Berufsunfähigkeitsrente. Im Juli war nun Verhandlung vor dem Sozialgericht und meine Rente wurde komplett abgelehnt, bin von Beruf Kfz Mechaniker mit GdB 70 und geb. 10/1953 habe 38 Jahre und bis zuletzt nur in meinem Beruf gearbeitet.
Das Sozialgericht ist der Meinung das ich noch Kfz Serviceberater machen kann obwohl ich seit 02/2006 krank und arbeitslos bin, ich habe noch nie in diesem Beruf gearbeitet und laut Arbeitsamt keine Chance auf diesen Beruf, weil eigentlich Grundvoraussetzung Kfz Meister ist.
Das Gericht hat aber für mich einen Eilantrag für eine Reha ( Schmerztherapie, psychosomatische Beschwerden)gestellt. Ich habe den Rehaantrag von der Rentenversicherung bekommen und ausgefüllt.Im letzten Jahr wurde eine Reha von der Rentenversicherung abgelehnt, weil die Erwerbsfähigkeit nicht verbessert und wiederhergestellt werden kann. Das Arbeitsamt hat mich unter 3 Std Arbeit am Tag eingestuft. Mein Arbeitslosengeld läuft aus und ich habe keine Chance auf Alg 2 (Lebensvers, Haus). Kann mir jemand aus Erfahrung sagen ob diese Reha für mich vielleicht noch Chancen auf ein nachträgliche Rente hat. Oder wird bei dieser Reha festgestellt welche andere Tätigkeiten ich ausüben kann. Ich fühle mich auf jeden Fall ungerecht behandelt, da ich mit meinen Krankheiten mindestens eine Teilerwerbsmiterungsrente bei Berufsunfähigkeit erwartet hätte.
Kann ich bei einer späteren Renteneinreichung noch auf den Berufsschutz des Kfz Mechanikers hoffen, oder ist dieser durch die Rentenablehnung verloren.
Vielen Dank für Eure Antworten liebe Forumsteilnehmer.

Gruß Klaus

von
Liane

schon traurig was abläuft der vater meiner arbeitskollegin soll auch zu einem gutachter obwohl er in einem pflegeheim ist und pflegestufe III mit alzheimer hat. ist schon traurig was alles so passiert

von
Wieso traurig

es gibt viele Menschen die im Rollstuhl sitzen und 100% GdB haben und trotzdem 8 Stunden täglich arbeiten.
Von daher ist die Entscheidung des SG schon OK.
Solange Klaus solche angesprochenen Tätigkeiten ausüben kann steht im auch keine Rente zu,ob er den passenden Arbeitsplatz dazu findet interessiert die DRV erstmal nicht.

von
Fredi

Die Entscheidung des Gerichts bitte nicht ganz so negativ sehen!
Gesetzlich ist die Entscheidung leider schon ganz richtig... aber... das Sozialgericht hat dir ein Hintertürchen geöffnet.
Du hast jetzt die Chance, in der Reha doch noch als erwerbsgemindert entlassen zu werden.
Kommt halt darauf an, WO der Reha-Arzt sein Kreuzchen setzt.
Ein Reha-Entlassungsbericht gilt als Gutachten für deine RV und nur selten wird von dieser Arzt-Entscheidung abgewichen.
Von Vorteil wäre, wenn du keine volle Rente anstrebst sondern nur eine Teilrente.
Damit zeigst du deinen guten Willen.
Der Berufsschutz dürfte eigentlich für 53-er grundsätzlich nicht mehr gelten.
Bin selbst von 02/53 und bei mir wurde zwar darüber gesprochen... allerdings unter Vorbehalt.
Ich selbst habe manchmal das Gefühl, dass es bei 53-Baujahren eine Ermessensfrage ist, ob oder ob nicht anerkannt wird.
Vorsichtshalber hat mein Kurarzt im Bericht erwähnt, dass ich auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur unter 3 Stunden erwerbstätig sein kann.
Allerdings... meine Lebenserwartung ist auch mehr als bescheiden. :-(

Ich persönlich sehe in der Reha deine letzte Chance und da kannst du froh sein, dass das Sozialgericht diese veranlasst hat.

von
Unbekannt

Hallo Klaus,

erst einmal gute Besserung.

Bei einer teilweisen Erwerbsinderungsrente wegen Berufsschutz darf man auf einen ähnlichen Beruf verwiesen werden.

Sie sich Kfz-Mechaniker, als wird - nach dem Gesetzeswillen - zu Recht geprüft, ob Sie als Kfz-Service-Mechaniker arbeiten können.

Im es noch besser zu verdeutlichen, bei einem Rechtsanwalt wird zum Beispiel geprüft, ob er als Rechtsanwaltgehilfe arbeiten kann.

Scheinbar sind Ihre Beschwerden überwiegender orthopädischer Natur, so dass man davon ausgeht, dass sie noch einen Bürojob ausüben können.

Was die Agentur für Arbeit sagt, ist egal. Denen geht es eh nur darum, jeden nach Möglichkeit los zu werden - egal wie.

Das der Arbeitsmarkt nicht berauschend ist, ist richtig. Das hat aber nicht mit der Rentenversicherung zu tun. Einen Job ihnen zu beschaffen ist die Aufgabe der Agentur für Arbeit. Wenn Sie die Agentur für Arbeit nicht entsprechend unterstützt, dann müssen Sie dagegen rechtlich vorgehen.

Es geben höchstrichterliche Urteile, die bestätigen, dass die Arbeitsplatzbeschaffung nicht die Aufgabe der Rentenversicherung ist.

Ich würde an Ihrer Stelle versuchen innerbetrieblich eine Stelle als Kfz-Service-Berater zu finden. Sofern fachliche Kenntnisse fehlen, können Sie diese von der Rentenversicherung im Rahmen eines "Umschulungsantrages" fordern.

Sie möchten zwar lieber die Rente, aber die haben Sie leider nicht bekommen. Auch das Gericht hat Ihnen diese verwährt. Also bleibt Ihnen nur noch dieser Weg offen.

von
Unbekannt

Der Berufsschutz gilt für alle die bis zum 01.01.1961 geboren sind - ohne Ausnahme.

von Experte/in Experten-Antwort

Da Sie vor dem 02.01.1961 geboren sind, gilt für Sie auch bei späteren Erwerbsminderungsrentenanträgen der Berufsschutz, solange Sie keine andere Tätigkeit als die eines Kfz-Mechanikers/Kfz-Serviceberaters aufnehmen und sich damit von Ihrem Hauptberuf lösen würden. Sofern Sie aber diesen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben und zu leichteren und geringer entlohnten, minderqualifizierten Tätigkeiten wechseln würden, wäre zu prüfen, ob Ihr bisheriger Beruf (Kfz-Mechaniker/-Serviceberater) nicht doch weiter als Hauptberuf geschützt ist.

von
Exil

Ich würde an Ihrer Stelle alles in Deutschland verkaufen und für ein Paar Jahre ins Ausland gehen.
Machen Sie sich eine schöne Zeit und leben Sie intensiv. ;-))
Bewahren Sie noch genügend Geld für das Rückflugticket auf und kommen Sie zurück nach Deutschland.
Dann klappts auch mit dem nach dem Kapitalverbrecher benannten Hatz4.

Viel Glück !
Exil

von
Klaus

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

erstmals vielen Dank für Eure Antworten,
ich war heute beim Arzt und habe mit ihm über mein Rentenverfahren gesprochen. Er hat mir mitgeteilt das die Rentenversicherung durch das Finanzamt die wirtschaftlichen Verhältnise ( Lebensversicherung, Gespartes, Haus ) der Rentenantragsteller prüft und evtl. danach ihre Entscheidung fällt. Weiterhin hat er mir gesagt das er glaubt durch die Reha wird sich sicherlich keine Rente ergeben.
Ich bin nun am überlegen ob ich die Rente antreten soll wenn es sowiso nichts bringt.
Ich bin geschockt,kann dies wirklich so
sein. Gibt es hier keinen Datenschutz?
Vielleicht kann jemand dazu Stellung nehmen der näheres darüber weiß, ob dies tatsächlich so stimmt.

Vielen Dank

Gruß Klaus

von
Vorsicht

Ich hoffe nicht, daß das der Arzt Ihres Vertrauens ist, wenn er einen derartigen Schwachsinn über die Rentenversicherung in Zusammenhang mit der Finanzverwaltung labert.

von
Exil

Freitag, 17. Juli, 08:39 Uhr

Drucken Düsseldorf (AP) Finanzämter, Staatsanwaltschaft und Polizeibehörden haben nach Informationen der "Rheinischen Post" zwischen Januar und Juni dieses Jahres 56.975 private Bankkonten überprüft. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, wie die Zeitung berichtete. Anlass waren demnach unter anderem Vermögensüberprüfungen bei Hartz-IV- und Bafög-Empfängern sowie Kontoabfragen bei Verdächtigen zur Abwehr von Straftaten. Ob die Betroffenen, wie gesetzlich vorgeschrieben, nachträglich informiert wurden, konnte die Bundesregierung demnach nicht sagen. Diesen Artikel weiter lesen
Die FDP wirft der Bundesregierung mangelnde Aufsicht vor. "Bei Maßnahmen wie der Kontoabfrage muss der Betroffene wenigstens hinterher informiert werden. Sonst ist eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit nicht möglich", zitierte die Zeitung die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz.

http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://de.news.yahoo.com/1/20090717/ttc-bericht-behrden-prften-57-000-privat-c3fdd55.html

von Experte/in Experten-Antwort

Seit dem 01.01.2005 werden die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung nachgelagert besteuert. In diesem Zusammenhang sind die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 22a Abs. 1 Einkommenssteuergesetz (EStG) dazu verpflichtet, die steuerrelevanten Rentenbeträge jährlich der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu melden.

Ein möglicher Rentenanspruch in der gesetzlichen Rentenversicherung hängt jedenfalls nicht von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ab.

Ob die Reha erfolgreich sein wird oder nicht, wird man letztendlich wohl erst nach Ende der Reha wirklich beurteilen können. Sehen Sie die Rehabilitation doch mal als Chance an. Vielleicht wirkt sie sich ja positiv auf Ihre Erwerbsfähigkeit aus. Oder aber man kommt zu der Erkenntnis, dass Ihre Erwerbsfähigkeit doch so weit gemindert ist, dass Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Tätigkeit von mindestens 6 Stunden täglich mehr ausüben können.

von
Harald

Hallo Klaus,
Ihr Arzt sollte bei seinem Fachgebiet, der Medizin, bleiben.
Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse haben doch keinen Einfluß auf die Entscheidung über das Vorliegen einer erwerbsminderung.
Solche Rückfragen seitens der DRV gibt es nicht und sind auch nicht zulässig.
Vielleicht verwechselt Ihr Arzt dies mit "Hartz IV-Empfängern.

Harald

von
äppelwoi

Hallo Klaus,

zu den Aussagen des Mediziners bezüglich der Überprüfung Ihrer finanziellen Verhältnisse kann ich nur sagen:
kein Schwachsinn ist schwachsinnig genug, irgendeiner wird ihn trotzdem erzählen!

Bisher hatte ich nur sommerlochüberbrückende Politiker in dieser Schublade......

von
Erschreckend

Es ist erschreckend, wenn man liest das Ihr sogenannter Arzt solche einen Unsinn verbreitet. Nicht nur das er ( bewusst oder unbewusst, wobei das letztere einem bei einem Arzt mehr SOrgen machen sollte ) lügt, er hetzt sie auf, und treibt sie wohlmöglich zu falschen Entscheidungen, die sie später bereuen.
Ein halbwegs intelligenter Mensch, würde so ein Verhalten in seine Position niemals an den Tag legen. Aber leider gibt es, wie überall anders auch,immer Schwarze Schafe. Ich würde Ihnen unanhängig vom Renten oder Rehaverfahren raten sich einen richtigen Azrt zu suchen, und keinen Stammtischschwätzer.Denn,wenn sie ernsthaft Hilfe brauchen,fängt er wahrscheinlich an zu dirkutieren , ob er ihen helfen so oder nicht,weil sein budget ja nicht mehr so DICK ist wie früher.

von
klaus

Liebe Forumsteilnehmer,
ich möchte nochmals mitteilen das der Arzt mein Neurologe war und diese Aussagen mit der Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnise durch die Rentenversicherung eindeutig und klar so erklärt hat. Wenn die Aussagen dieses Arztes frei erfunden sind, ist dies ein starkes Stück. Mein Neurologe hat mir auch erklärt das durch die anstehende Reha aus seiner Sicht, in Sachen Rente für mich nichts positives entschieden wird.

Viele Grüße Klaus.

von
Erschreckend

Ach, ein Neurologe, da erübrigt sich alles weitere. Das erklärt alles.

Wie schon gesagt, suchen sie sich einen richtigen Arzt, keinen Dummschwätzer!!!