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BU und Tätigkeit

von
Schwierig

Angenommen, man hat 2 unterschiedliche Berufe erlernt und übt den zweiten seit 25 Jahren aus.
Im 2. Beruf wurden zahlreiche Weiterqualifikationen/Spezialisierungen erworben und die Tätigkeiten über die ganzen Jahre entsprechend gut bezahlt.
Um den Arbeitsplatz nicht zu verlieren, wurde zuletzt bei gleicher Bezahlung für wenige Monate eine Tätigkeit ausgeübt, die unterqualifiziert war.

Kann im Fall einer Berufsunfähigkeit auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit verwiesen werden?

von
-_-

Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden, da es dafür keine völlig feststehenden Regeln gibt. Die Beurteilung des Einzelfalls erfolgt unter Abwägung aller individuellen Sachverhalte nach pflichtgemäßem Ermessen.

Wesentlich ist, ob die Qualifikation nachweislich vorlag und die zunächst ausgeübte Beschäftigung der eines entsprechend qualifizierten Arbeitnehmers tatsächlich vollständig entsprach.

Da der pflichtversicherte Beruf das Versicherungsrisiko bestimmt, ist bei der Ermittlung des bisherigen Berufs (Hauptberufs) grundsätzlich von der zuletzt ausgeübten pflichtversicherten Beschäftigung bzw. Tätigkeit auszugehen.

Die Aufgabe der qualifizierten Beschäftigung kann somit den Verlust des Berufsschutzes zur Folge haben.

Da das Thema sehr umfangreich ist, sehen Sie nach weiteren Ausführungen bitte einmal unter:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_240R0

Experten-Antwort

Eine Lösung vom bisher ausgeübten Beruf liegt vor, wenn nicht nur vorübergehend eine neue Tätigkeit längere Zeit ausgeübt wird. In einigen Monaten erfolgt keine Lösung vom Hauptberuf.