BU/EU-Teil-Rente und Arbeitszeit halbieren

von
medina

Hallo,
mein WS-, insbesondere HWS-Schaden (nach Arbeitsunfall vor 23 Jahren) hat sich dermaßen verschlechtert, so dass ich befürchten muss, meine Vollzeittätigkeit mit ständiger sitzender Schreibtätigkeit und Zwangshaltung nicht mehr ausüben kann. (Schwindel, Sehstörungen und Dauerschmerzen). Hatte auch hierzu bereits von der BG 1986/1987 eine Unfallrente bezogen.
Ich stehe kurz vor einer HWS-OP, zuvor jedoch vor einer med. Reha.
Mein Alter: 61 Jahre mit 50 % Schwerbeh. seit 2004, zuvor 40 %.
Wenn ich jetzt meine Arbeitszeit auf 1/2 Tage reduzieren würde und eine EU ? oder BU ?-Teil-Rente beantragen würde, wirkt sich das später negativ auf die zu erwartende Altersrente aus? Wäre das ratsam? Ich habe inzwischen 243 Monate Pflichtbeiträge und könnte mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen.
medina

Experten-Antwort

Hallo medina,

ein vorheriger Rentenbezug wirkt sich nicht negativ auf eine sich anschließende Altersrente aus. Sie könnten eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragen. Allerdings gibt es Hinzuverdienstgrenzen zu beachten,bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung, mtl. bis 400 EUR. Bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ergeben sich individuelle Hinzuverdienstgrenzen, die oberhalb von 400 EUR mtl. liegen.

Sofern Sie 35 Jahre (420 Kalendermonate) mit rentenrechtlichen Zeiten erreichen, können Sie mit 63 Jahren die Festsetzung einer Altersrente für schwerbehinderte Menschen beantragen. Diese wäre dann abschlagsfrei zu leisten. Da Sie erwähnten, dass Sie auf 243 Monate mit Pflichtbeiträgen kommen, wäre zunächst zu prüfen, ob Sie auf insgesamt 420 Monate mit rentenrechtlichen Zeiten kommen. Zu den rentenrechtlichen Zeiten zählen auch beitragsfreie Zeiten wie z.B. Zeiten der Schulausbildung ab der Vollendung des 17. Lebensjahres. Um diese Frage zu klären, sollten Sie sich an eine Beratungsstelle der deutschen Rentenversicherung wenden.