< content="">

Bundesbeamter und Rentenbeiträge

von
dilooha

Ich (Jahrgang 1949) war seit über 40 Jahren Bundesbeamter und bin seit 1 Jahr im vorgezogenen Ruhestand (schwerbehindert). Während meiner aktiven Beamtenzeit habe ich über 20 Jahre nebenberuflich noch eine ehrenamtliche kommunalpolitische Tätigkeit ausgeübt, für die ich eine monatliche Aufwandsentschädigung erhielt und Rentenversicherungsbeiträge zahlen musste. Nun werde ich dieses Jahr 65 und habe einen Anspruch auf Altersrente aus meiner kommunalpolitischen Tätigkeit. Nun ist es nach dem Beamtenversorgungsrecht ja so, dass meine Versorgungsbezüge in Höhe des Rentenanspruchs ruhen, so dass ich letztendlich von meinen eingezahlten Rentenbeiträgen absolut nichts habe. Ich habe also über 20 Jahre Beiträge für eine Versicherung gezahlt, obwohl von Anbeginn feststand, dass ich niemals eine Leistung aus dieser Versicherung erhalten werde. Meine Frage: gibt es eine Möglichkeit, sich die gezahlten Versicherungsbeiträge erstatten bzw. auszahlen zu lassen? Falls diese Möglichkeit besteht und ich davon Gebrauch mache: bleiben meine Versorgungsbezüge in voller Höhe erhalten?

von
W*lfgang

Hallo dilooha,

eine Erstattung der selbst getragenen Pflichtbeiträge zur DRV ist nur möglich, wenn Sie die Wartezeit/Mindestversicherungszeit von 60 Monaten (die zur Regelaltersrente berechtigt) nicht erreicht haben. Offensichtlich haben Sie diese Grenze schon lange überschritten.

2 Jobs ...Beamter und (versicherungspflichtig) Beschäftigter, ist halt ein Dilemma - kürzen tut nicht die Rentenversicherung, diese Leistung/Rente bekommen sie voll ausgezahlt. Die Beamtenversorgung rasiert das 'Mehr' weg. Unterm Strich bleibt Ihnen wahrscheinlich der Beitragszuschuss zur privaten Krankenversicherung übrig und ein kleiner Steuervorteil - die Rente ist (noch) nicht zu 100 % steuerpflichtig, Ihre zu 100 % steuerpflichtige Pension sinkt wegen der Rentenanrechnung.

Fragen Sie Ihre Behörde, ob Sie nicht auf ihre Rentenzeiten in der Pension verzichten können, um damit die Rente ohne Anrechnung zu erhalten. Ich kenne es nur aus dem 'Beamten-Landesrecht', wo diese Option gesetzlich besteht und beide Leistungen (Pension und Rente) parallel laufen können und _vielleicht_ in der Summe mehr sein können.

Detaillierter wird es Ihnen die nächste Beratungsstelle DRV/Rathaus erklären und Ihre Pensionsstelle.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo dilooha,

wie W*lfgang schon richtig geschrieben hat, gilt bei Ihrer Fallgestaltung folgendes:

- Eine Beitragserstattung ist nicht möglich, da Sie mindestens 60 Monate an Beitragszeiten in der Rentenversicherung haben (bei Ihnen deutlich mehr).

- Aus den zurückgelegten Zeiten erhalten Sie eine Altersrente ausgezahlt. Auf Grund dieser Rente können Sie einen Beitragszuschuss zu Ihrer privaten Krankenversicherung beantragen.

- Ihre Pension wird wohl um die Rente gekürzt werden.