Dank und Kritik an Rosanna... bitte nicht böse sein

von
Rosanna

Ich möchte nochmal Stellung nehmen zum Kontrollverfahren bzgl. der Ausübung einer Beschäftigung neben der EM-Rente:

Die DRV ist GRUNDSÄTZLICH berechtigt, auch bei Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung bis 400,- EUR ein Kontrollverfahren einzuleiten. Nach der Stundenzahl wird üblicherweise überhaupt nicht gefragt. Also braucht auch kein EM-Rentner ANGST zu haben, dass ihm seine Rente weggenommen wird.

In der Realität sieht dies so aus: Die Aufnahme der Beschäftigung wird der DRV gemeldet. Bei mir in der DRV wird dann NUR ein Termin z.B. zum Beginn des nächsten Jahres eingegeben und dann über den Arbeitgeber eine Bescheinigung des monatlichen Entgelts angefordert. Sehen wir aus dem Versicherungskonto, dass nur ein SEHR geringes Entgelt eingespielt wurde, kontrollieren wir teilweise gar nicht.

Lieber Zeitzeuge, auch WIR wissen, dass ein Rentner mit einer sehr geringen Rente davon nicht leben kann. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, ergänzende Hilfe zu bekommen (Sozialamt, Grundsicherungsamt). Und es steht in jedem Rentenbescheid, dass bis zur Hinzuverdienstgrenze RENTENUNSCHÄDLICH hinzuverdient werden DARF!

>In der Folge halten die meisten wohl aus Angst vor Verlust der Rente eben still und nehmen, sofern eine Möglichkeit dazu vorhanden, eben keine geringfügige Beschäftigung auf, auch wenn sie das Geld so sehr nötig hätten und dies auch nur auf Kosten ihrer Gesundheit tun könnten.<

Sorry, aber das ist wirklich völliger Quatsch, und zwar aus den og. Gründen.

Dass es auf der anderen Seite für uns manchmal unverständlich ist, wenn manche erst um ihre Rente kämpfen, dann festgestellt wird, dass tatsächlich ein unter 3-stündiges Leistungsvermögen besteht, und sie dann nach Bewilligung der Rente doch wieder mehr als geringfügig arbeiten, sollte man vielleicht auch mal verstehen. Und ganz ehrlich gesagt, es arbeiten dann (mehr als geringfügig) nicht alle auf Kosten der Restgesundheit.

Es ist ja schön, dass Sie anstelle des Kontrollverfahrens auf die Mitwirkungspflichten der Rentner hinweisen. NUR - DAS tun wir schon seit Jahrzehnten in JEDEM Rentenbescheid! Die Resonanz ist leider SEHR SCHLECHT! Nur die wenigsten Rentner melden von sich aus die Aufnahme einer Beschäftigung.

Es ist also alles nicht immer so einfach, wie es manch einzelner Rentner sieht. Haben Sie schon mal einen Rentner am Telefon erlebt, der die Beschäftigung (mehr als geringfügig) nicht gemeldet hat, dessen Rente dann mit zig-tausend EUR überzahlt war? Bestimmt nicht. Für mich ist das aber kein Einzelfall. Da können Sie stundenlang rumdiskutieren, "weil man es nicht gewußt hat, dass man die Beschäftigung melden muß, weil die böse DRV gerade ihn ertappt hat, weil der Staat an allem Schuld ist", und und und...

Zu dem von Ihnen vorgeschlagenen "Bürgergeld" sage ich nicht viel. Denn das, was @Realist dazu geschrieben hat, ist genau meine Meinung. Wir sind nicht in Saudi-Arabien, wo so ungefähr diese Verhältnisse vorliegen......

von
Rosanna

Ich habe noch Ihren weiteren Beitrag an @Realist gelesen und möchte noch hinzufügen, dass mit Sicherheit keine MILLIONEN durch Kontrollen ausgegeben werden! Da ein Rentenkontrollformular wegen einer Beschäftigung vom Sachbearbeiter (bzw. automatisch durch die EDV) verschickt und nach Rücksendung bearbeitet wird, fallen ja nur Portokosten an. Die Arbeitszeit der Mitarbeiter wird schon bezahlt. ;-))

von
Kai-Uwe

Für mich gäbe es nur zwei Antworten . JA ODER NEIN. Wenn jemand eine vorzeitige Rente bezieht - kann er nicht mehr Arbeiten. Oder er Arbeitet da kann er keine vorzeitige Rente beziehen.
Zum Thema : Einheitsrente.
Das ist wohl ein Witz. Die nicht Arbeiten werden belohnt - und die Fleisigen bestraft. Wer das möchte der solle doch in ein Sozialistisches Land gehen!

von
Rosanna

Vielleicht wurde die Bescheinigung versehentlich an die DRV Hessen gesandt und von dieser an die DRV Bund weitergeleitet. Oder die DRV Hessen ist jetzt zuständig...

Außerdem sitzen Mitarbeiter der DRV Bund auch in den Regionalträgern der DRV, überwiegend als Berater.

von
Zeitzeuge

Verehrte Rosanna,

bitte entschuldigen Sie, aber über ihre beiden Antworten an mich muss ich doch sehr schmunzeln. Lesen Sie sich am besten noch einmal ihre Antworten durch, ggf. entdecken dann auch Sie den einen oder anderen Widerspruch darin. Auch zeigen Sie sehr schön und deutlich auf, wo ihre Kompetenz nicht liegt. Dass Sie etwa von ganzheitlicher Betrachtung eines Menschen mit all seinem Leid (Krankheit/Behinderung)und seinem trotzdem vorhandenen Wunsch nach Teilhabe, ggf. in "Nischen", nur begrenzt verstehen, kommt hier sehr schön zum Ausdruck. Übrigens, nicht nur durch ihre teils latent, teils offen aggressiven Antworten, sondern primär durch ihre Aussagen an sich. Nun gut, man darf hier wohl nicht zuviel erwarten.Zum Schluss darf ich noch anmerken, dass ich ihre Assoziation vom Bürgergeld zu Arabien doch ausgesprochen drollig fand. Hier empfehle ich ebenfalls: erst informieren dann lospoltern. Das macht sich einfach besser....Mit Verlaub, aber ich hab wirklich selten so gelacht wie bei ihren Antworten. Vielen Dank dafür. Zu guter Letzt empfehle ich, sich mit ihren eigenen Statistiken zu befassen, dann sehen möglicherweise auch Sie, was mit Millioneneinsparungen gemeint sein könnte..möglich wärs....Herzlichst, ihr Zeitzeuge....

von
Rosanna

Hallo Zeitzeuge,

ist doch schön, wenn ich Sie zum Lachen gebracht habe. Meine gute Tat für heute ist damit vollbracht. ;-))

Alles in allem verstehe ich Ihren Beitrag aber leider nicht.

Ich habe geschildert, wie, wann und weshalb eine Kontrolle erfolgt. Sie haben doch die "naive" Vorstellung, dass allein durch Hinweis auf Mitwirkungspflichten und die Folgen bei Nichtbeachtung die Rentner dies auch fleißig tun. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus, deshalb habe ich dies widerlegt und SACHLICH geschrieben, dass wir dies schon seit Jahrzehnten tun. Das hat nichts mit dem von mir Erlebten zu tun.

Ich habe auch mit keinem Wort erwähnt, dass es nicht in Ordnung ist, wenn ein EM-Rentner sich was dazuverdient. Im Gegenteil! Aber er muß dies eben auch melden, sollte die Hinzuverdienstgrenze einhalten und darf sich nicht wundern, wenn er dies alles NICHT tut, dass es Konsequenzen hat. Und Sie haben leider keine Ahnung, wie häufig dies der Fall ist und was wir uns dann anhören müssen (die Beschimpfungen sind dann auch nur teilweise harmlos)!

> Dass Sie etwa von ganzheitlicher Betrachtung eines Menschen mit all seinem Leid (Krankheit/Behinderung)und seinem trotzdem vorhandenen Wunsch nach Teilhabe, ggf. in "Nischen", nur begrenzt verstehen, kommt hier sehr schön zum Ausdruck.<

? Wie meinen Sie das denn?

Ich hatte das niemals so ausgedrückt! Sondern, dass MANCHE EM-Rentner mit einem Leistungsvermögen von unter 3 Stunden nach dem Rentenbescheid plötzlich wieder mehr als 3 Stunden arbeiten können. Lesen Sie vielleicht meine diesbezügliche Passage nochmals richtig...

Ich habe das Gefühl, Sie verstehen mich nicht richtig oder wollen es nicht. Und wo meine Kompetenzen (im Berufsalltag) liegen, darüber können Sie sich allein aus meinen Beiträgen mit Sicherheit kein Urteil anmaßen.
Wenn ein Beitrag von mir mal sarkastisch rüberkommt, ist er noch lange nicht aggressiv. Manchmal muß man auch ein bißchen "stipfeln" dürfen, oder?

Noch etwas: Ich habe leider keine Statistiken zur Verfügung, wann, weshalb und wie oft ein Kontrollverfahren eingeleitet wird. Ich wüßte auch nicht, ob und wo solche Statistiken existieren. Es wäre nett, wenn Sie mir deshalb erklären könnten, wie diese Millionenbeträge zustande kommen und wo das steht? Ich lerne gerne dazu. ;-)

Zum Schluß: ich komme mit konstruktiver Kritik klar, wie ich es auch gegenüber @Entsetzt in meinem 2. Beitrag zum Ausdruck gebracht habe. Aber Ihre Kritik ist für mich in den meisten Punkten leider etwas unverständlich.

MfG Rosanna.

von
Zeitzeuge

Verehrte Rosanna,
nehmen Sie jede anonyme Kritik so persönlich?? Etwas mehr "Größe" minimiert den Schreibaufwand. Ich wollte Ihnen lediglich mitteilen, dass es manchmal sinnvoll sein kann auch über den Tellerrand zu schaun und nicht zu glauben, dass sich das gesamte Weltwissen im SGB befindet. Entspannen Sie sich einfach ein bisschen....Herzliche Grüße, Ihr Zeitzeuge

von
Rosanna

Lieber Zeitzeuge,

Ihr Beitrag zeigt mir mal wieder, dass Sie mich absolut nicht verstehen (wollen)!

Sollte ich "anonyme" Kritik (was auch sonst) nicht persönlich nehmen, könnten Sie sich Ihre Beiträge und ich mir das Lesen doch sparen, oder? Welchen Sinn haben diese denn dann oder was bezwecken Sie damit? Kapier ich nicht.

Und ich muss Ihnen leider sagen, dass ICH ganz schön weit über den Tellerrand hinaussehen kann. Ich mache meine Arbeit seit 40 Jahren und habe NEBEN dem SGB auch reichlich viel Erfahrung mit verschiedenen "Typen" von Versicherten und Rentnern sammeln können. Ohne Einfühlvermögen könnte ich meine Arbeit IM BERUFSLEBEN nicht so machen, wie ich es tue. Weshalb Sie NUR aus meinen Beiträgen auf meine Arbeits- und Denkweise schliessen, kann ich leider nicht nachvollziehen. Vielleicht haben ja auch Sie den Tunnelblick?

Normalerweise ist das hier ein Forum für Fragen aus dem Rechtsgebiet der Rentenversicherung. Da kann ich es leider nicht bleiben lassen, auch Rechtsgrundlagen nach dem SGB zu nennen. Und nebenbei mal aus "unserer" Sicht gewisse Dinge zu schildern. Denn nirgendwo ist alles Gold was glänzt, auch nicht bei den Rentnern. Wenn Sie das nicht lesen wollen, lassen Sie´s doch.

Für mich ist damit das Thema jetzt beendet.
Einen schönen Tag noch.

MfG Rosanna.

von
Zeitzeuge

Hallo Rosanna,

ich möchte Ihnen abschließend lediglich noch die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen empfehlen....ich find Sie wirklich richtig goldig....