Dauer des Erwerbsminderungsantrages?

von
Schneewittchen

Sehr geehrtes Expertenteam,
meine o.g. Antrag habe ich im Juli 08 gestellt und im Sept.08 kam die ABsage. Daraufhin habe ich nach Einsicht der Akten und Berichte einen Widerspruch gestellt, Nov.08. Hier wurden mir dann, nachdem ich nachgehakt habe, 2 Gutachter genannt. Termine, Ende Mai 09 und 01.Juli 09. Ende des Monats habe ich beim Sachbearbeiter angefragt und die Auskunft erhalten, mich doch in ca. 2-3 Wochen nochmals zu melden. Dieses Procedere ging bis Ende Sept.09. Zwischenzeitl.neue Sachbearbeiterin, die mir dann nochmals Formulare für meinen früheren AG zum Ausfüllen übersandt hat. Diese Unterlagen gingen am 02.10.09 an die Dame zurück. Am 06.10.09 versprach sie mir, die Akte als eilig weiterzuleiten. Bei meinem heutigen Anruf mußte ich dann erfahren, die Unterlagen gingen wohl am 22.10.09 an diese Schiedsstelle?? Ich sollte mich doch bitte in 2-3 Wochen nochmals melden, sofern nicht weitere Unterlagen angefordert werden sollten?????
Wie kann ich hier das Procerdere abkürzen, bin auf Grund dessen schon genervt genug, zusätzlich zu meiner Krankheit.
Über einen guten Ratschlag, wie ich hier kurzfristig zum Ende komme, danke ich sehr. mfg. Schneewittchen

von
Aha

1. Lückenloser Erstantrag aus geklärtem Konto und
2. fundierter Widerspruch mit guten Unterlagen

erleichtern und beschleunigen jede Entscheidung beim zuständigen Rententräger (ob regelmäßige Anrufe die Bearbeitung positiv beeinflussen möchte ich bezweifeln!) - Schiedsstelle klingt ja schon nach Ablehnung im Widerspruchsverfahren!

Stellen Sie sich also schon mal auf ein Klageverfahren vor dem Sozialgericht ein! (geht auch ohne Anwalt, ist aber nicht sinnvoll!).

von
Schneewittchen

Hallo Aha, die Unterlagen waren von Anfang an Lückenlos und mehr als stimmig. Sämtliche Arztberichte seit Beginn der Krankheit 2004, Kündkigung des AG aus dem Jahre 2007, nach 33 Jahren wegen Krankheit, Med. Gutachten der Arge, dass ich keine 15 Std.in der Woche arbeiten kann etc.... Bin chron.Schmerzpatientin mit hoher Opiateinnahme und Schmerz kann man leider noch nicht belegen!!
Trotzdem danke mfg. Schneewittchen

von
Auskenner

Also im Grunde genommen ist das Prozedere an sich, bei Ihnen bisher eigentlich völlig normal abgelaufen.

Über die bisher dafür benötigte Zeitspanne allerdings - also die Dauer des ganzen Verfahrens - kann man natürlich sicherlich dieses sehr kritisch hinterfragen.

Unverständlich hinsichtlich der Zeitspanne ist z.b. , das Sie im Nov. 08 den Widerspruch eingelegt haben , aber erst im Mai und Juli 09 - also erst 6-7 Monate später ! - zum Gutachter geschickt wurden.

Das ist NICHT normal und daurch haben Sie jetzt natürlich sehr sehr viel Zeit verloren....

Das Sie das Verfahren bis heute wohl alleine - also ohne rechtliche Hilfe ( VDK,SoVD oder einem Rechtsanwalt ) geführt haben, war in dieser Hinsicht natürlich nachteilich.

O.g. Institutionen hätten mit Sicherheit " Druck " auf die RV ausgeübt und eine Beschleunigung des Verfahrens damit eventuell bewirken können.

Offensichtlich befindet sich ihr Widerspruch also momentan zur Vorlage/ Entscheidung im Widerspruchsausschuss.

Das heisst gar nichts, hinsichtlich einer Genehmigung oder einer Ablehnung !

Das heisst nur , das aus Sicht des med. Dienstes der RV dem Widerspruch nicht positiv abgeholfen werden kann.

Der Widerspruchsausschuss ist in seiner Entscheidung aber autark ( eigenständig ) und nicht an die Einschätzung/Empfehlung des med. Dienstes der RV gebunden.

Dieser Widerspruchsauschuss tagt natürlich nicht täglich oder wöchentlich, sondern wohl nur 1-2 x pro Monat
( kann so pauschal aber nicht gesagt werden, da von RV zu RV unterschiedlich ) .

Insofern müssen Sie jetzt noch etwas Geduld haben, aber eine Entscheidung steht demnach unmittelbar bei Ihnen bevor.

Bei ihrer nächsten Nachfrage bei der Sachbearbeitung sollten Sie fragen WANN ihr Verfahren genau vor den Ausschuss kommt.

Danach dauert es natürlich auch noch einmal ein klein wenig Zeit, bis man ihnen die Entscheidung dann schriftlich per Widerspruchsbescheid mitteilt.

Bei mir persönlich dauerte . das Widerspruchsverfahren so ca. 10 Monate, bis es dann zu einer für mich postiven Entscheidung kam.

von
neptun

Ich stimme dem Beitrag von Auskenner zu. Es lief bei mir vergleichbar und entspricht auch meiner Kenntnis und Erfahrung. Bei mir waren es 4 Monate bis zur Ablehnung des Antrages und weitere 10 Monate bis zur Ablehnung des Widerspruchs. Letztlich gewann ich nach 2 1/2 Jahren vor dem LSG.

LG Neptun

von
Schneewittchen

Möchte mich für alle Antworten bedanken und weiß nun, dass ich mich noch in ein bisschen Geduld üben muss. Sollte abgelehnt werden, wird auf jeden Fall ein Rechtsanwalt eingeschaltet. Ihnen allen eine gute Zeit.
mfg. Schneewittchen