"dauerhafte volle Erwerbsminderung" wieder rückgänging machen

von
Thomas, 31

Hallo,

ich zähle seit 2010 als "dauerhaft voll erwerbsgemindert". Es lag/liegt eine psychiatrische Erkrankung vor (Persönlichkeitsstörung). Ich bin 31 Jahre alt und ledig.
Ich beziehe allerdings keine Rente, da ich die Wartezeitmonate verfehlte, sondern Grundsicherung nach SGB XII vom örtlichen Grundsicherungsamt.

Nunmehr bin ich allerdings stabil und reifer geworden und, auch vom Arzt so gesehen, erwerbsfähig.

Leider kann ich keine ALGII-Leistungen zur Eingliederung bekommen, da ich ja lt. Rentenablehnungsbescheid "dauerhaft voll erwerbsgemindert" sei. So dass ich falls ich mir selber Arbeit such' kaum Aufstocken kann (ist bei SGB XII deutlich niedriger als bei Hartz 4) und auch keine weiteren Hilfen erhalte.

Meine Frage dazu.
Wie kann ich die Einordnung als "dauerhaft voll erwerbsgeminderter" wieder entfernen oder rückgängig machen (lassen), damit ich wieder in Hartz 4 komme und beruflich gefördert werden kann.

Ich habe noch keine abgeschlossene Berufsausbildung, bin also "ungelernt".

Oder muss ich jetzt ein ganzes Leben lang Sozialleistungen beziehen und bin arbeitsunfähig, also die nächsten 36 Jahre bis zur Rente noch?
Obwohl ich halbmarathon laufen kann.

Ich brauche diesbezüglich Hilfe oder Tipps, vielen Dank.

mfg
Thomas, Hamburg

von
Jeck

Ganz einfach,Arbeit suchen und das Problem ist gelöst.

von
Piet

Genau . Selbst Arbeit suchen und aufnehmen. Dann wird die Rente sofort wegfallen und alle Probleme sind gelöst.

Das es nicht einfach ist eine Arbeit in irhem Status zu finden ist aber natürlicha cuh klar. Nur anders kommen Sie " aus dieser Nummer " nicht wieder raus. Sie müssen durch Volzeitarbeit im Prinzip beweisen , das Sie nicht mehr Erwerbgsgemindert sind.

von
Lex

Hallo Thomas,

Sie könnten folgendermaßen vorgehen:
Dem Grundsicherungsamt mitteilen, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert hat und Sie sich wieder voll oder teilweise erwerbsfähig fühlen. Das Amt wird dann wohl von sich aus eine Überprüfung vornehmen.
Gleichzeitig sollten Sie einen Antrag auf ALG-II stellen mit Hinweis darauf, dass die Erwerbsfähigkeit zur Zeit überprüft wird und ALG-II vorsorglich für den Fall beantragt wird, falls sich herausstellt, dass Sie wieder erwerbsfähig sind. So vermeiden Sie eine "Zahlungslücke".

Dass die Entscheidung "voll erwerbsgemindert" von der Rentenversicherung getroffen wurde, spielt keine Rolle. Maßgebend ist i.d.R. die aktuellere Einschätzung.

Bedenken Sie, dass falls Sie als erwerbsfähig eingestuft werden und Sie ALG-II beziehen, man auch von Ihnen erwarten wird, dass Sie dem Arbeitsmarkt wieder gem. der Entscheidung der Ärzte zur Verfügung stehen.

Eine mildere Möglichkeit wäre, sich zuvor ganz unverbindlich beim Grundsicherungsamt über Rehabilitationsmaßnahmen informieren zu lassen.
Es gibt z.B. auch berufliche Rehaangebote, die einen (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben unterstützen sollen.

LG

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Thomas,

wir empfehlen Ihnen sich an Ihr zuständiges Grundsicherungsamt zu wenden. Dort teilen Sie mit, dass Sie nach Ihrer Auffassung und der Ihres Arztes nicht mehr erwerbsgemindert sind.

Das Grundsicherungsamt wird dann sicherlich die Prüfung der Erwerbsfähigkeit bei der gesetzlichen Rentenversicherung in die Wege leiten.

von
=//=

Zitiert von: Lex

Hallo Thomas,

Sie könnten folgendermaßen vorgehen:
Dem Grundsicherungsamt mitteilen, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert hat und Sie sich wieder voll oder teilweise erwerbsfähig fühlen. Das Amt wird dann wohl von sich aus eine Überprüfung vornehmen.
Gleichzeitig sollten Sie einen Antrag auf ALG-II stellen mit Hinweis darauf, dass die Erwerbsfähigkeit zur Zeit überprüft wird und ALG-II vorsorglich für den Fall beantragt wird, falls sich herausstellt, dass Sie wieder erwerbsfähig sind. So vermeiden Sie eine "Zahlungslücke".

Dass die Entscheidung "voll erwerbsgemindert" von der Rentenversicherung getroffen wurde, spielt keine Rolle. Maßgebend ist i.d.R. die aktuellere Einschätzung.

Bedenken Sie, dass falls Sie als erwerbsfähig eingestuft werden und Sie ALG-II beziehen, man auch von Ihnen erwarten wird, dass Sie dem Arbeitsmarkt wieder gem. der Entscheidung der Ärzte zur Verfügung stehen.

Eine mildere Möglichkeit wäre, sich zuvor ganz unverbindlich beim Grundsicherungsamt über Rehabilitationsmaßnahmen informieren zu lassen.
Es gibt z.B. auch berufliche Rehaangebote, die einen (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben unterstützen sollen.

LG

Was hat denn das Grundsicherungsamt mit der Rente wegen voller Erwerbsminderung zu tun?? Sie meinen wohl die Deutsche Rentenversicherung.

von
=//=

Zitiert von: =//=

Zitiert von: Lex

Hallo Thomas,

Sie könnten folgendermaßen vorgehen:
Dem Grundsicherungsamt mitteilen, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert hat und Sie sich wieder voll oder teilweise erwerbsfähig fühlen. Das Amt wird dann wohl von sich aus eine Überprüfung vornehmen.
Gleichzeitig sollten Sie einen Antrag auf ALG-II stellen mit Hinweis darauf, dass die Erwerbsfähigkeit zur Zeit überprüft wird und ALG-II vorsorglich für den Fall beantragt wird, falls sich herausstellt, dass Sie wieder erwerbsfähig sind. So vermeiden Sie eine "Zahlungslücke".

Dass die Entscheidung "voll erwerbsgemindert" von der Rentenversicherung getroffen wurde, spielt keine Rolle. Maßgebend ist i.d.R. die aktuellere Einschätzung.

Bedenken Sie, dass falls Sie als erwerbsfähig eingestuft werden und Sie ALG-II beziehen, man auch von Ihnen erwarten wird, dass Sie dem Arbeitsmarkt wieder gem. der Entscheidung der Ärzte zur Verfügung stehen.

Eine mildere Möglichkeit wäre, sich zuvor ganz unverbindlich beim Grundsicherungsamt über Rehabilitationsmaßnahmen informieren zu lassen.
Es gibt z.B. auch berufliche Rehaangebote, die einen (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben unterstützen sollen.

LG

Was hat denn das Grundsicherungsamt mit der Rente wegen voller Erwerbsminderung zu tun?? Sie meinen wohl die Deutsche Rentenversicherung.

Sorry, habe überlesen, dass noch keine Rente bezogen wird.

Das Grundsicherungsamt gewährt allerdings keine Reha-Maßnahmen. Die könnten aber evtl. bei der DRV beantragt werden. Dafür gelten andere versicherungsrechtliche Voraussetzungen als bei der EM-Rente.

Aufgrund des Reha-Antrages würde die Erwerbsfähigkeit auch noch einmal überprüft.

von
mike

Sie können einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Sie können so eine Maßnahme beantragen zur Überprüfung ihrer Belastungsfähigkeit. Besonders nach längerer psychischer Krankheit ist die eigene Belastungsfähigkeit schwer einzuschätzen. Den Antrag können Sie bei der Deutschen Rentenversicherung stellen, die Rentenversicherung ist ja auch bei Grundsicherung zuständig bei der Feststellung der Erwerbsfähigkeit.