Dauerrente

von
Dieter

Hallo Forum
Ich bin 58 und bekomme ab jetzt eine Dauerrente.War 4 jahre vorher/davon 1 Jahr berufsunfähig und 3 Jahre befristete voll EU-Rente)Kann mir die Rente wieder entzogen werden,stehen evt.wieder gutachterliche Untersuchungen an und wann kann ich in Altersrente und gibt es da mehr?? Bin Juli 52 geboren. Herzlichen Dank und Gesundheit allen!!

von
Hans

Auch eine " Dauerrente " kann durchaus und zwar jederzeit von der Rentenversicherung zumindest überprüft werden.

Das Entziehen einer unbefristeten EM-Rente ist dann aber noch mal eine ganz andere - schwierigere - Sache und nicht so einfach.

Die RV wäre hier bei so einem Verfahren dann in der Beweispflicht, das sich die Erwerbsfähigkeit soweit erheblich gebesssert hat, das eben keine EM mehr vorliegt und dies ist nicht so einfach zu beweisen.

Ob und wenn ja wann eine Dauerrente überprüft wird, entscheidet jeder RV-Träger völlig unterschiedlich und in eigener Regie.

Auch ist dies natürlich immer Einzelfallabhängig wie z.b. vom Alter des EM-Rentners und seiner Erkrankungen.

Wie hier schon berichtet wurde, wird bei einigen die Dauerrente sogar alle 2 Jahre wieder überprüft...

Die Überprüfung erfolgt normalerweise rein papiermässig anhand eines Gesundheitsfragebogens und event. werden dann noch die behandelnden Ärzte von der RV angeschrieben und um einen aktuellen Befundbericht gebeten.

Sollte danach seitens der RV ein Renten- Entziehungsverfahren eingeleitet werden, so muss auf jeden Fall die Rente bis zu einer rechtskräftigen und vor allem endgültigen Entscheidung
( Widerspruchsverfahren und Sozialgerichtsverfahren können Jahre dauern... . ) weiter gezahlt werden !

In der Regel ist aber in einem höheren Alter ( ab 55 ) nicht mehr mit einer Überprüfung zu rechnen und mit einem Entzug eine unbefristeten EM-Rente schon mal gar nicht !

So etwas kommt in der Praxis höchst selten vor und wird dann auch mit Sicherheit begründet und gerechtfertigt sein.

Ihren Altersrentenbeginn können Sie hier selbst berechnen :

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_20278/SharedDocs/de/Navigation/Rente/rentenbeginnrechner__node.html__nnn=true

von
Andreas

Bin 56 EMR auf unbestimmte Dauer,mache mir Ebenfalls sorgen der Nachprüfung!
mein Rentenbeginn 65,7 Jahre Regulär,mit Schwerbehnderung GBR über 50% mit 63,7 Jahren da 10,8% bei EMR schon Abgezogen mit 60,7 hoffe ich.

von
zwilling

Hallo,

haben die Leute hier Angst, daß sie wieder gesund werden, oder wie verstehe ich das?
Wer krank ist, bekommt weiter seine Rente, wer gesund wird, hat Glück gehabt, ob mit oder ohne Rente.
Ich war gestern im Krankenhaus auf einer Krebsstation.
Die Leute, die ich da gesehen habe, würden mit Sicherheit auf alles Geld und Renten verzichten, wenn sie gesund wären.
Manchmal hat man hier das Gefühl, daß einigen die Rente wichtiger ist als die Gesundheit.
Nichts für ungut und
viele Grüße

von
dirk

Da sagen Sie etwas Wahres!

Wer nicht mehr erwerbsgemindert ist, soll sich seinen Lebensunterhalt gefälligst selbst verdienen!

Experten-Antwort

Hallo Dieter,

auch eine Dauerrente kann entzogen werden. Siehe hierzu auch den Beitrag von Rudi vom 06.01.2010 und der Antwort des Experten unter folgendem Link: Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.Sofern Sie die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen und mindestens 50 Prozent schwerbehindert sind, können Sie mit 60 Jahren und 6 Monaten mit einem Abschlag von 10.8 Prozent in Altersrente wegen Schwerbehinderung gehen. Sollte keine Schwerbehinderung vorliegen, könnten Sie frühestens mit 63 Jahren und einem Abschlag von 9,0 Prozent in die Altersrente für langjährig Versicherte gehen. Allerdings bleibt der Zugangsfaktor (Abschlag) für diejenigen Entgeltpunkte, die bereits Grundlage von persönlichen Entgeltpunkten einer früheren Rente waren weiterhin maßgebend.
D.h. für den Fall, dass Sie nach Eintritt Ihres Versicherungsfalles keine weiteren rentenrechtlichen bewerteten Zeiten mehr zurückgelegt haben, ändert sich auch an der Rentenhöhe nichts. Es gibt dann auch nicht mehr.

von
Danfoss

Sollte nach der Anhörung seitens der RV ein Renten- Entziehungsverfahren eingeleitet werden, so muss der RVTr. die Rente lediglich bis zum Abschluß des Widerspruchsverfahrens zahlen. Außerdem ist die Rente beim unterliegen an die DRV zu erstatten.