Deutsche + Schweizer Rente

von
jeremy190734

Ich habe in D und in der Schweiz sowohl festangestellt und auch selbständig gearbeitet. In der Schweiz beginnt das Rentenalter mit 65 und in D mit 65+einige Monate. Wieso wird mir die Schweizer Rente nicht mit 65 ausgezahlt? Ebenso unverständlich: es wird eine innerstattliche und eine zwischenstaatliche Rente berechnet und dann einfach die höhere Rente ausgezahlt. Normalerweise sollten doch die dt. Entgeltpunkte + die schweizer Entgeltpunkte addiert und dann ausgezahlt werden. Ebenso wird bei Einzahlungen in beide Rentensysteme zur gleichen Zeit ein Beitrag verdrängt und nur der dt. Beitrag berechnet. Z.B. ich bin in D festangestellt, nehme Urlaub und arbeite dort 2 Wochen als Selbständiger. (In der Schweiz zahlen auch Selbständige Rentenbeiträge) Der Schweizer Rentenbeitrag wird nun verdrängt = nicht angerechnet. Auch habe ich vor einigen Jahren bei einer Kontenklärung in der Schweiz einen Rentenkontostand von einigen Hundert CHF erhalten, von dem auf meinem Rentenbescheid nichts zu sehen ist. Was kann ich also tuen ?
Freundliche Grüße für Ihre Bemühungen

von
Berater

Sie haben bei der Berechnung Ihrer Deutschen und der Schweizer Rente vieles nicht verstanden.
Lesen Sie die anhängenden Broschüren. Wenn Sie auch dann in einigen Punkten noch nicht schlauer sind, wenden Sie sich an die in den Broschüren genannten zuständigen Stellen.
Nachdem was Sie geschildert haben, nur so viel: Es gibt keinen Grund etwas in der Berechnung zu beanstanden!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/international/europaeische_vereinbarungen/meine_zeit_schweiz.html

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/international/europaeische_vereinbarungen/leben_und_arbeiten_in_europa.html

von
Spekulant

Ich hoffe für Sie, dass Ihr Wunschname nicht Ihr Geburtsdatum enthält. Dann müsste man sich nämlich fragen, warum Sie diese Fragen erst Jahrzehnte nach Ihrem Rentenbeginn stellen und sich nicht schon vorher kundig gemacht haben.

von
KSC

Es gelten folgende Grundsätze:

Jedes Land zahlt "seine" Rente, logisch also dass in der deutschen Rentenhöhe die CH Ansprüche nicht mitgerechnet werden.

Wenn es um Zeiten geht werden Zeiten im Anderen Land mitgezählt. pro Jahr kann es aber höchstens 12 Monate geben, was darüber liegt wird "verdrängt". Ist aber nicht schlimm, weil Sie dafür ja die CH Rente bekommen.

Warum Sie mit 65 keine CH Rente kriegen sollten ist mir schleierhaft, das müssen Sie aber letztlich in CH bei der AHV erfragen.
Ich sehe aber keinen Grund dafür, dass ein 65 jähriger mit mehr als 11 CH Beiträgen dort keine Rente kriegt wenn er die beantragt.

Fazit: Sie scheinen sich bislang nicht wirklich über die zwischenstaatliche. Bestimmungen informiert zu haben.....

von
jeremy190734

Nun ja, nach Studium der angegebenen Literatur ist mir das mit der Verdrängung schon klar. Es gibt aber kein nachrechenbares Beispiel für zwischenstaatlihe Renten. In dem dt. Rentenbescheid wird ja auch eine zwischenstaatliche Rente berechnet. In den Unterlagen wird aber nicht nachvollziehbar (für normale Leute mit Hochschulbildung) ein Wert errechnet. Dt. Rente einfach: Punkte * Rentenwert=Rente-Abzüge. Außerdem, wie in meinem Fall kann ich ja in 2 Systemen einzahlen:In D Festanstellung + CH freie Mitarbeit. Das ist ja mein Geld ! Sehr unübersichtlich für Laien und nicht nachvollziehbar. Und dann darauf hinzuweisen, daß man wohl zu wenig Ahnung hat, ist natürlich auch nicht sehr hilfreich.

Trotzdem danke für die Antworten.

Experten-Antwort

Hallo "jeremy190734",

wie Ihnen nun bereits bekannt sein dürfte, prüfen und berechnen beide Staaten einen eigenen Anspruch und zahlen diesen aus. D.h., es gibt keine Rentenermittlung, in der sowohl deutsche und schweizerische Beiträge enthalten sind.

Bisher haben Sie offenbar nur den deutschen Rentenbescheid erhalten. In dem gibt es natürlich nur den deutschen Rentenbeginn und die deutschen Beiträge werden vorrangig vor den zeitgleichen schweizerischen angerechnet. Deshalb gibt es auch keinen Hinweis auf den Betrag der schweizerischen Anwartschaft etc.

Demnächst sollten Sie einen schweizerischen Rentenbescheid erhalten, in dem die dortige Rente (praktisch wie im deutschen Bescheid) berechnet wird. Dabei wird der Rentenbeginn nach schweizerischem Recht ermittelt und die schweizerischen Beiträge vorrangig vor den deutschen angerechnet. Auskünfte zum Stand dieses Rentenverfahren können Sie nur beim Schweizer Träger erhalten.

Letztlich müssten alle Beiträge, die Sie in die beiden Rentenversicherungssysteme eingezahlt haben, in der jeweiligen Rente berücksichtigt sein.