Dienstunfähigkeit

von
Tina Sch.

Hallo! Ich bin gestern nach sieben Wochen aus einer psychosomatischen Klinik entlassen worden. Im letzten Chefarztgesprächt sagte mir dieser, dass im Entlassungsbericht stehen würde, dass ich dienstunfähig bin. So, gestern wurde ich entlassen mit dem Hinweis, am Montag wieder mit der Wiedereingliederung anzufangen. Während des Klinikaufenthaltes wurden meine Probleme mit der Arbeit kaum besprochen. Mein Arzt hier zuhause ist jetzt auch der Meinung, dass er mich nicht mehr krankschreiben kann. Somit befinde ich mich mittlerweile wieder in einem Zustand wie zu Beginn des Klinikaufenthaltes. Bin einfach mit meinen Nerven wieder am Ende. Und hier meine Frage: Kann mein Arzt nicht die Meinung der Klinik ignorieren?

Danke, Tina

von
Katja

in / während der Wiedereingliederungszeit ist man weiter krank geschrieben und bekommt Krankengeld. Bis man dann wieder Vollzeit arbeiten kann - dann übernimmt der Arbeitgeber wieder die Lohnzahlung.
Verstehe ich nicht, warum der Arzt sagt, dass er nicht weiter krank schreiben kann? Aber der Experte antwortet sicher noch auf Ihre Frage. abwarten und Daumen drück

von
Corletto

Ihr Angaben sind etwas widersprüchlich.

Der Chefarzt hat ihnen doch gesagt, das Sie als Dienstunfähig entlassen werden.

Steht das jetzt so nicht im vorläufigem Entlassbericht und wurden Sie als AU (Arbeitsunfähig ) oder nicht AU entlassen ?

Wenn der Chefarzt Sie als Dienstunfähig ansieht , ist doch eine Wiedereingliederungmassnahme die bereits am kommenden Montag beginnen soll, nicht sinnvoll.

Außerdem brauchen SIE einer Widereingliederung nicht
zustimmen. Es ist dafür immer die Zustimmung aller Beteiligter notwendig ( Arzt, Arbeitgeber u n d Patient )

Wenn nur einer davon der WE nicht zustimmt, findet sie nicht statt !

Wenn der behandelnde Haus/Facharzt Sie jetzt natürlich nicht länger krank schreiben will ( warum auch immer- eventuell Druck durch die Krankenkasse ? ), haben Sie natürlich ein großes Problem.

Ohne Krankschreibung müssten Sie dann defintiv am Montag ihren Dienst bzw. die Widereingliederung zumindest erst mal antreten.

Wobei Sie während der Zeit der Widereingliederung als krank geschrieben gelten und diese - jederzeit - abbrechen können.

Nur dann müsste Sie ihr behandelnder Arzt natürlich weiter krank schreiben.

Persönlich würde ich in jedem Falle die widersprüchlichen Rehaauskünfte klären und sofort um Korrektur des Entlassberichtes bitten !

Wenn der Chefarzt diese Äußerung der Dienstunfähigkeit wirklich ihnen gegenüber geäußert hat, würde ich ihn defintiv darauf festnageln und dies schriftlich von ihm einfordern.

p.s.
Habe selbst den Chefarzt einer Rehaklinik um Korrektur des Entlassberichtes gebeten , weil auch dort nicht alles so geschrieben wurde, wie es besprochen wurde und der Wahrheit entsprach.
Nach ca. 1 Woche habe ich den geänderten Rehaentlassbericht dann bekommen.

von
Tina Sch.

Ich bin Beamtin. Und der Facharzt hat heute zu mir gesagt, er kann die schriftliche Meinung der Klinik nicht übergehen. KK kann ihm nicht im Nacken sitzen, da ich ja privat versichert bin. Unter Tränen habe ich ihm heute gesagt, dass ich nicht arbeiten kann. Er meint aber, es geht nicht anders.

von
Corletto

Die Aussage ihres Arztes " es geht nicht anders " ist völliger Quatsch.

Der Arzt muss nicht automatisch der Empfehlung der Rehaklinik folgen. Er ist nur und ausschließlich an seinen abgelegten Eid als Arzt gebunden.

Wenn der Arzt der Meinung ist, das Sie zu krank für eine WE sind, kann er Sie natürlich erstmal weiter krankschreiben.

Offensichtlich scheint der Arzt nicht dieser Meinung zu sein...
Warum auch immer, lässt sich hier natürlich nicht klären.

Da Sie ja psychosomatisch erkrankt sind, wird der Arzt wohl ein Psychiater sein ?

umso schlimmer sind seine Aussagen und die Verweigerung einer weiteren Krankschreibung.

Hier wäre - zumindest mittelfristig - ein Arztwechsel zu überlegen.

Wenn es ihnen so schlecht geht, das Sie defintiv nicht am Montag arbeiten gehen können und Sie jetzt schon in Panik verfallen wenn Sie nur an die WE denken,
würde ich morgen eine psychiatrische Akutklinik aufzusuchen.

Solche Klniken gibt es in jeder Region und die haben die sog. Pflichtversorgung - also die MÜSSEN Sie in der meistens angeschlossenen Institutsambulanz untersuchen.

Dort werden Sie - falls Notwendigkeit besteht - stationär oder teilstationär ( in einer Tagesklinik ) oder ambulant in die Klinik aufgenommen und behandelt.

Dann ist die Sache mit der Widereingliederung erst mal sowieso vom Tisch.

Einen anderen Ratschlag kann man ihnen nicht geben , da ja die Zeit bis Montag mehr als knapp ist.

Ich möchte Sie nicht verunsichern, aber ich warne dringend vor einer gescheiterten WE. Dies könnte ihre psychischen Probleme stark verschlimmern.

Persönlich habe ich während der WE einen Zusammenbruch erlitten und musste danach 6 Monate in die Psychiatrie.

Ich weiss also wovon ich spreche und in welch schwieriger Situation SIE sich momentan befinden.

Alles Gute für Sie !

von
leinad

Hören sie auf zu heulen.
Es ist an der Zeit dass auch Beamten wie Arbeitnehmern "jede Arbeit zumutbar ist !!!!"
Die Beamten kosten Deutschland so viel Geld, da könnte man so manchen Banken-Rettungsplan mit finanzieren. ;-))

leinad

von
Realist

Was regen Sie sich eigentlich auf ?
Sie können doch in den vorübergehenden Ruhestand gehen, bei vollem Bezug ihres Einkommens.
Ein Arbeitnehmer bekommt nach 12 Monaten HARTZ4 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
So wenig gerade dass er nicht verhungert.
Unverschämtes Anspruchsdenken diese Beamtenvolkes in Deutschland.

Hochachtungsvoll
Realist

von
Auslandserfahrener

Genau, ich war viele Jahre geschäftlich in Asien unterwegs.
Man glaubt es kaum wie viele frühpensionierte Beamte dort sich einen schönen Lenz auf Steuerzahlers Kosten in Deutschland machen.

von
Realist

Ach ja ? das wollen die Beamten bei der DRV nicht lesen ?
Ihr seid der letzte Drecksladen in Deutschland ihr Schmarotzer !!!!!!!!!!!!!!!!!

von
realist

Ach ja ? das wollen die Beamten bei der DRV nicht lesen ?
Ihr seid der letzte Drecksladen in Deutschland ihr Schmarotzer !!!!!!!!!!!!!!!!!

von Experte/in Experten-Antwort

Grundsätzlich ist Ihre Frage kein Problem mit der Rentenversicherung. Wohl aber hat die Rentenversicherung das Recht, als Körperschaft des öffentlichen Rechts Beamte zu beschäftigen. Ich habe da mal im Personalbereich nachgefragt...

Wenn Sie sich weiterhin für dienstunfähig halten, brauchen Sie tatsächlich die AU-Bescheinigung des behandelnden Arztes. Hat er Ihnen gegenüber ausgeführt, warum er der Einschätzung des Rehaarztes nicht folgt? Der hatte Sie doch dienstunfähig entlassen.

Haben Sie noch Vertrauen zu Ihrem Arzt? Wenn nicht, müssten Sie sich in der Tat nach einem neuen Arzt umsehen. Für den Behandlungserfolg kommt es immer auf ein besonderes Arzt-Patienten-Verhältnis an.

Natürlich sollten Sie im Hinblick auf die Wiedereingliederung mit Ihrem Arbeitgeber sprechen. Wäre nicht eventuell auch ein Pensionsantrag denkbar, wenn Sie nicht mehr arbeiten können?